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Zähne zeigen
 
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Zähne zeigen [Gebundene Ausgabe]

Zadie Smith
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Zähne zeigen, monumental im Ausmaß und intim im Ansatz, ist ein ehrgeiziger Roman. Seine Themen drehen sich um Herkunft, Religion, Geschlechterbeziehungen, Hautfarbe, gesellschaftliche Stellung und Geschichte, aber Zadie Smith ist mit einem Witz und einem Einfallsreichtum gesegnet, die diese gewichtigen Ideen mühelos leicht erscheinen lassen.

Die Handlung führt uns nach Jamaika, die Türkei, Bangladesch und Indien und bringt uns schließlich in einen schäbigen Vorort von North London, in dem die zwei merkwürdigen Helden dieses Buches zu Hause sind: Archie Jones, der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, und Samad Iqbal, der im hohen Maße dem Alkohol zuspricht. Sie begegneten sich erstmals im Zweiten Weltkrieg als Mitglieder eines vom Pech verfolgten Bataillons und sind seitdem unzertrennlich. Archie heiratet die schöne Clara mit den vorstehenden Zähnen, die sich auf der Flucht vor ihrer Mutter befindet, einer Zeugin Jehovas, und mit der er eine Tochter hat, Irie. Samad heiratet die pampige Alsana, die ihm zwei stramme Jungs schenkt -- Zwillinge: "Kinder mit Vor- und Zunamen, die sich auf direktem Kollisionskurs befinden; Namen, hinter denen sich Massenexodus, überfüllte Boote und Flugzeuge, unfreundliche Ankünfte und ärztliche Untersuchungen verbergen."

Große Fragen verlangen nach kühn gezeichneten Charakteren. Zadie Smiths Helden sind nicht heroisch; sie sind einfach echt: warmherzig, komisch, fehlgeleitet und absolut vertraut. Wenn man ihre Unterhaltungen liest, kommt man sich vor, als würde man sie heimlich belauschen. In einer ganz einfachen Szene unterhalten sich Alsana und Clara im Park über ihre Schwangerschaften: "Eine Frau muss ihre privaten Dinge haben -- ein Ehemann sollte sich nicht in die körperlichen Angelegenheiten einmischen, in den Intimbereich einer Frau."

Samad ist verärgert über seine Söhne: "Sie sind beide vom Weg abgekommen; so weit weg von dem, was ich für sie geplant hatte. Es gibt wohl keinen Zweifel, dass sie beide irgendwann weiße Frauen heiraten werden, die Sheila heißen, und mich früh unter die Erde bringen." Hier spiegeln sich "die Ängste des Einwanderers -- Identitätsverlust, Auflösung" -- deutlich wider, die Samad mehr als alles andere geprägt haben.

Die Lektüre von Zähne zeigen ist eine wahre Freude. In diesem Buch wimmelt es vor Leben und Überschwänglichkeit, und doch besitzt es genug Schläue und despektierliche Seriosität, um ihm eine gewisse Bissigkeit zu geben. --Eithne Farry

Pressestimmen

"'Zähne zeigen' ist eine überbordende Familiensaga, ein schlau-verschmitztes Fragen nach Rasse und eine mitfühlende Satire über religiöse und kulturelle Gegensätze." (The New York Times Book Review)

Kurzbeschreibung

Als Ophelia nach 30 Ehejahren die Scheidung einreicht, beschließt Archibald Jones zu sterben. Doch er hat die Rechnung ohne Mo-Hussein Ishmael gemacht, den koscheren Metzger, der mit einem Selbstmord vor seiner Ladentür absolut nicht einverstanden ist. Archie kommt mit einem blauen Auge davon, stolpert in eine "Willkommen-zum-Ende-der-Welt-Party", begegnet der zahnlosen, aber bildschönen Jamaikanerin Clara, heiratet und schwängert sie und schlägt sich bald mit allen Problemen herum, die das multikulturelle London zu bieten hat.

Klappentext

In einem gottverlassenen Nest irgendwo in Bulgarien verpennen die beiden britischen Soldaten Archie Jones und Samad Iqbal das Ende des 2. Weltkrieges. Als die Russen auftauchen, versuchen sie hastig doch noch eine Tat zu vollbringen, die sie später vor ihren Enkeln als Helden erscheinen lassen könnte. Beim Pokern "gewinnen" sie einen jungen Nazi - und Archie soll ihn erschießen... Dreißig Jahre später treffen sich die beiden Freunde in London wieder. Beide sind verheiratet mit einer wesentlich jüngeren Frau: Samad mit der schlagkräftigen, kugeligen Alsana und Archie mit Clara, einer langbeinigen jamaikanischen Schönheit, der leider die Vorderzähne fehlen. Samad, ein Omar-Sharif-Typ, ist mittlerweile ein gedemütigter Kellner in einem Curry House und Archie, ein schlichter, aber anständiger Mensch, der sein Geld mit Papierfalten verdient und in fast allem versagt hat... Doch nicht der Krieg, die Existenzgründung, die harte Aufgabe, mit einer jüngeren Frau verheiratet zu sein, sind die wirklich schweren Prüfungen, die ihnen das Leben stellt. In den wilden Auseinandersetzungen mit ihren heranwachsenden Kindern kulminieren die Probleme ihres Lebens: Herkunft, Religion, Hautfarbe, Kultur, Geschichte, die Frage nach Gewissen und Gerechtigkeit und was man anfängt mit der Gegenwart und was mit Vergangenheit und Zukunft. "Das Leben ist keine Gerade, das Leben ist ein Kreis."

Über den Autor

Zadie Smith, 1975 geboren in Willesden, halb Jamaikanerin, halb Britin, lebt mit ihrer Mutter in Willesden Green, einer multikulturellen Gegend im Norden Londons. Mit dem Schreiben begann sie während ihres Examens am King's College in Cambridge, "als Ausgleich zu dem langweiligen Lernen". Mit ihrem Debüt avancierte sie zum Liebling der Literaturszene.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"'Ich bin ziemlich alt', sagte Archie, und dann, bloß weil ihm danach war, es ihr zu erzählen: 'Du glaubst mir bestimmt nicht, aber ich wär heute fast gestorben.' Clara runzelte die Stirn: 'Wirklich? Na dann, willkommen im Klub. Heute Morgen sin wir ziemlich viele. Is schon 'ne seltsame Fete hier. 'Weißte', sagte sie,'für jemand, der so dicht vor Petrus' Tor gestanden hat, siehst du ganz gut aus. Willste 'nen guten Rat hörn?' Archie nickte energisch. Er wollte immer einen Rat, er war ein großer Anhänger von Zweitmeinungen.
'Geh' nach Haus, erhol dich ein bisschen. Am Morgen ist die Welt wie neu, jedes Mal. Mann, das Leben is nich einfach.' Wohin nach Hause?, dachte Archie. Er hatte sein altes Leben ausgeklinkt, er bewegte sich auf unbekanntem Terrain. 'Mann...', wiederholte Clara, 'das Leben is nich einfach.'
Clara war neunzehn, Archie war siebenundvierzig. Sechs Wochen später waren sie verheiratet.
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