Kurzbeschreibung
Yves Klein gehört wie Mozart zu den Frühvollendeten, denen kein langes Leben vergönnt war. Er hatte gerade acht Jahre Zeit, um ein faszinierendes Werk aufzubauen. Seit langem wagt sich mit dieser reich illustrierten Yves Klein-Monographie wieder ein Autor an die Aufgabe, sein komplexes Werk, das für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts so wegweisend war, mustergültig vorzustellen.
Farbflächen von intensivem Blau, Rosa und Gold, seine Malaktionen, bei denen er Frauenkörper einfärbte und auf Leinwänden "abdruckte", die Bilder und Plastiken mit Schwämmen: solche Werke haben Yves Klein berühmt gemacht. Von mindestens ebenso großer Bedeutung ist aber der theoretische Hintergrund seines Schaffens, seine Beschäftigung mit östlicher Philosophie. Vorstellungen wie die von der "Leere" oder vom "Immateriellen" haben ihn zeitlebens fasziniert und eine Vielzahl der für ihn so typischen experimentellen Arbeiten angeregt. Daneben hat Klein die Überlegungen zu seinem praktischen Schaffen immer wieder in schriftlicher Form niedergelegt - Utopien, poetische Reflexionen-, die in dieser Monographie ausführlich wiedergegeben werden. Seine Gedanken haben bis heute ihre Spuren in der Kunst hinterlassen. Viele Werke, ebenso wie Archivdokumente und eine Reihe der Texte werden hier zum ersten Mal publiziert.