Auf handlichen 300 Seiten sind alle notwendigen Informationen übersichtlich zusammengepackt: zu Sehenswürdigkeiten, Kultur und Landesgeschichte, Politik, regionaler Küche und vielem mehr. Dazu finden sich Verhaltenstipps, ein kleiner Sprachführer und wichtige allgemeine Details (Öffnungszeiten, Stromversorgung, Verkehrsregeln, medizinische Versorgung, Konsulate mit Adressen etc.) Die Beschreibungen der Städte und der bekanntesten Mayaruinen erscheinen mir ausreichend und keinesfalls zu knapp, allenfalls das Kartenmaterial könnte ein wenig ausgeweitet werden. Eine gute und aktuell Straßenkarte kriegt man aber in jedem Land für wenig Geld an der Tankstelle.
Hotels (und Restaurants) werden getrennt nach Budget, Midrange und Top End gelistet. Im Budget-Bereich könnten noch 1-2 Adressen mehr genannt werden. Aber selbst 4 Jahre nach Erscheinen waren die meisten Daten noch relativ aktuell, auch wenn die Preise naturgemäß inzwischen meist 10-20 % höher lagen.
Die Nützlichkeit dieses Reiseführers merkt man aber erst an den vielen kleinen Details, die für den LonelyPlanet typisch sind, und ihn von den meisten, wesentlich oberflächlicheren Reiseführern unterscheiden. Während letztere mehr Wert auf schöne Photos und stilistich gut geschriebene Erzählungen zur Kultur legen (DuMont, Polyglott, Merian, AdAC usw.) und so eher als "Appetitmacher" für zu Hause oder als Begleitung für eine Pauschalreise taugen, ist der LonelyPlanet nach wie vor ein echtes Reisewerkzeug für Traveller, an das meines Erachtens auch die Reiseführer von Stefan Loose noch nicht herankommen. Der LonelyPlanet scheut sich auch nicht, von manchen Zielen/Adresse einfach abzuraten.
Ich habe den Kauf in keinster Form bereut, und kann ihn nur weiter empfehlen, selbst in dieser Ausgabe von 2008. Eine Neuauflage oder deutschsprachige Ausgabe wäre natürlich noch besser !