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Ein sehr kunstvolles, extravagantes aber keinesfalls artifizielles Album.
In den Arrangements eher experimentell und auch klanglich sicher nicht sehr gewöhnlich, ist das jedoch trotzdem keine unzugängliche Kunstmusik.
Lykke Lis zauberhafte klare, teils fast elfenhafte und niemals kitschige Stimme schwebt förmlich über allem und auch die Instrumentierung ist ganz überwiegend leicht und erlesen: Diverse Perkussionsinstrumente und Akustikgitarre sind fast immer mit von Partie, dazu melodieführend Klavier, Vibrafon, Glockenspiele, Mandoline, Harfe, Trompete. Aber es gibt auch dichtere Stellen und Stücke mit vollerer Besetzung und Streichern und hier und da elektronische Klänge, die jedoch immer organischen Charakter haben.
Die Melodien sind fein, liebenswert, mal knapper und auch mal tragender. Sie kokettieren mit den Rhythmen oder verschmelzen mit ihnen und dem Gesang zu diesen immer nur im ersten Moment ungewöhnlichen und überraschenden Songstrukturen.
[Ein Bild - kein Vergleich, da der im Ansatz scheitern müsste - oder eine Assoziation die sich vielleicht nicht vermeiden lässt ist: "Ein zum Engel gewordener Tom Waits schaut aus einer anderen Welt anerkennend zu." - vielleicht das Album, das Frau Johansson gerne gemacht hätte.]
Ein besonderes Album, das nur im ersten Moment ungewöhnlich klingt und sich schnell den Weg ins Ohr und Herz erschließt, wenn man es lässt.
Klanglich ein echtes Erlebnis.