Opa ist wieder da! Und diesmal haut er auch auf die Pauke. Warum? Damit Jason Lytle es vor sich und der Welt rechtfertigen kann, sein neues Werk als Solo- und nicht als Grandaddy-Album zu veröffentlichen!
Manchmal sind keine Überraschungen die besten Überraschungen. Da geht dann zwar das Element der, nun ja: Überraschung flöten, aber mitunter ist es einfach schön, wenn man weiß, was man hat.
Im Falle von Grandaddy waren das: simple Songs mit leicht jammerndem Gesang, ab und an eingepflegte Krach-Versatzstücke - und viel Musik gewordenes aufmunterndes Schulterklopfen. Wenn man nun in Betracht zieht, dass Grandaddy im Wesentlichen das Baby von Jason Lytle war und er seine unter dem Bandnamen firmierenden Spießgesellen vor allem für Live-Auftritte brauchte, ist es also nicht besonders überraschend, dass sein erstes Solo-Album "Yours Truly, The Commuter" immens nach Grandaddy klingt.
Einzige Unterschiede: Lytle hat diesmal auch das Schlagzeug selbst eingespielt, das er zu Grandaddy-Zeiten seinem Homie Aaron Burtch überließ (der ihn kurioserweise übrigens bei der ersten Solo-Tour begleiten wird - nur nicht in Europa, da vertritt ihn aufgrund von Terminkonflikten: sein Bruder!).
"Yours Truly, The Commuter" ist in seiner Gänze noch eine Spur melancholischer geworden, als die unter dem Bandnamen veröffentlichten Alben. Und das, obwohl Lytle nach eigener Aussage in seiner neuen Heimat Montana Dank der Nähe zur Natur glücklicher ist denn je (und vor allem als in Kalifornien). Aber sonst: Alles wie immer, alles schön!
Produktbeschreibungen
LYTLE, JASON YOURS TRULY, THE COMMUTER