Eigentlich wollte Admiral a. D. Sir Cathal Goodenough mit seiner Tochter Amy nur Urlaub auf der Familienyacht im Mittelmeer machen, doch als Zoltan der Madjar und seine Seeräuberbande das Schiff betreten nimmt das Vergnügen ein tödliches Ende. Amy und ihre Privatleherin werden entführt, Sir Goodenough und die Crew ermordet, das Schiff selbst versenkt und alles nur für eine Donatello-Statue.
Im Fernen England haben sich derweil James Bond und eine handvoll wagemutiger Freunde eingefunden, doch einer fehlt. Mark Goodenough hat schlechte Nachrichten erhalten, die auch James nicht kalt lassen. Da James Tante Charmian über den Sommer an einer Expedition teilnehmen will muss der junge Bond bei anderen Verwandten unterkommen und so trifft es sich gut als er mit Professor Peter Haight zu einer Studienreise nach Sardinien aufbrechen kann, von wo aus er zu seinem Cousin Viktor Delacroix weiterziehen soll. Natürlich wäre James nicht James Bond, würde er nicht schon bald auf eine heiße Spur gelangen...
Nach "SilverFin" hat Charlie Higson mit "By Royal Command" es sogar noch geschafft sich gegenüber dem ersten Young Bond zu verbessern. Wirkte die Geschichte um Loch Silberfin noch deutlicher wie ein Jugendbuch, so setzt Higson nun mehr auf klassische James Bond Themen, angefangen bei einer Geheimorganisation die das Römische Reich wiedererrichten will.
Und erneut bestätigt sich, Higsons "Jugendbücher" unterscheiden sich angenehm von den Jugendbücher manch anderer großer Franchise-Namen wie Star Wars. Young Bond bietet mehr Substanz, zwar keine brutale Gewalt wie in den "echten" Agenten-Thrillern oder den Facettenreichtum "erwachsener" Spionageromane, doch in Ansätzen ist alles da. Der oft einzige Unterschied liegt darin dass Higsons Erzählung sich auf klare Strukturen beschränkt und möglichst einfach zugänglich aufgebaut ist. Seine Charaktere handeln jedoch nicht "kindisch", die Sprache bleibt altersneutral und ganz allgemein lässt sich Higson das Genre dem sein Werk zugeordnet wird nicht anmerken. Also bestens gelungen.
Fazit:
Solider Spannungsbogen, gute Ansätze und eine glaubwürdige Darstellung James Bonds als Teenager.