Auf den ersten Blick sind Lily Electric Mogelpackung, doch für Enttäuschung lassen die Dänen keine Zeit.
Entgegen der ersten Vermutung, handelt es sich bei Lily Electric nicht um ein weiteres Indie-Fräulein, das den Spuren Kate Nashs folgt. Tatsächlich sind Lily Electric vier Herren aus Kopenhagen, die inzwischen in Berlin beheimatet sind und nicht nur mit The Kooks und Maximo Park auf Tour waren, sondern in der jüngeren Vergangenheit auch Slut unterstützt haben.
Live wurden die Songs ihres Debütalbums damit bereits hinreichend vorgestellt, nun offenbaren sich die Indie-Rock Songs mit melodiösem Überhang auf "You're In The Painting You Saw" endlich in ihrer ganzen Pracht. So erinnert der titelgebende Opener beispielsweise an skandinavische Nachbarn wie The Mary Onettes, doch Lily Electric empfehlen sich als weitaus variabler und variieren gekonnt Neunzigerjahre Britpop mit verspielten Gitarrenlinien sowie eingängigen Refrains.
Damit können Lily Electric nicht nur ein paar veritable Indie-Hits vorweisen, sondern haben mit "You're In The Painting You Saw" ein Album im Reisegepäck, das nicht nur Indie-Mädchen gefallen wird.
Kurzbeschreibung
Das dänische Indie-Pop-Wunder debütiert in Deutschland.
Mit einem Haufen guter Kritiken im Rücken erscheint You re In The Painting You Saw , das Debüt des dänischen Indie-Wunders Lily Electric, 2009 auch in Deutschland. Die in Berlin lebende Band veröffentlicht ihr Debüt nach zwei Jahren intensiven Tourens und geht somit nicht mehr ganz unbekannt an den Start. Im Februar 2009 waren Lily Electric gemeinsam mit Slut unterwegs, viele Festivalauftritte machten die Band zwischen Austin und Riga bekannt. You re In The Painting You Saw entstand zusammen mit Mikkel Holtoug in einem alten Radiostudio in Berlin-Lichtenberg. Gemischt hat Dimitri Tikovoi (John Cale, Placebo, The Horrors).