Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hochprozentige Unterhaltung., 11. November 2008
Da ist er endlich wieder: Ben Kingsley! Allerdings in einer Rolle, die wir vom hochkarätigen Charakterdarsteller so nicht unbedingt erwarten. Kingsley spielt den polnischen Profikiller Frank Falenczyk. Der arbeitet in Buffallo für seine polnische Familie als letzte Lösung in Verhandlungsfragen. Frank, normalerweise ein pedantischer, disziplinierter Todesbote, hat jedoch ein Problem: Er säuft wie ein Loch. So verpasst es Frank, den fiesen irischen Gangsterboss Edward O'Leary(Dennis Farina) umzulegen. Das führt dazu, dass O'Leary Franks Familie das Wasser abgräbt. Um wenigstens Frank aus der Schusslinie zu bekommen, schickt ihn seine Familie nach San Francisco. Dort soll er sich bei den Anonymen Alkoholikern einfinden und seine Sucht bekämpfen. Überwacht wird das Ganze vom windigen Makler Dave(Bill Pullman), der Frank auch einen Job in einem Leichenschauhaus besorgt. Es kommt, wie es kommen muss: Frank versucht trocken zu bleiben, aber bei der ersten irischen Beerdigung erlebt er einen Rückfall. Dann lernt er Laurel Pearson(Tea Leoni) kennen und verliebt sich in sie. Das ändert alles. Frank kriegt(trotz Rückfall Nr.2) sein Leben in Griff und outet sich vor der versammelten anonymen Alkoholikergemeinde als Profikiller. Wieder nüchtern kehrt seine Professionalität zurück, und Frank liebt seinen Job. Während er in San Francisco sein Leben neu gestaltet, wird seine polinische Familie von O'Leary fast ausgelöscht. Als Frank das erfährt, macht er sich auf den Weg.
Ein ziemlich krude Story, die weder besonders logisch noch realitätsnah ist, aber das war von Regiseur John Dahl vermutlich auch nicht beabsichtigt. Vielmehr hat Dahl eine Parade von Klasseschauspielern, die augenscheinlich viel Spaß bei der Arbeit hatten, auf einen schrägen Film mit jeder Menge schwarzem Humor und einigen grandiosen Einzelsequenzen losgelassen. Das Ergebnis ist mehr als vorzeigbar. 88 Minuten klasse Unterhaltung mit einem Ben Kingsley und einer Tea Leoni in Höchstform. Allein die Startaufnahmen mit dem Schnee schippenden Kingsley werden sie vermutlich nicht so schnell vergessen. Wer den Oscar Gewinner von 1983(wer könnte Gandhi vergessen?) mal in einer völlig anderen Requisite erleben will und mit einem Augenzwinkern auch ein paar Leichen hinnimmt, der wird mit You kill me seine Freude haben. Übrigens: Ein kleines Manko hat der Film. Kingsley spielt seinen Kampf gegen den Alkohol so überzeugend, dass mir beim Zuschauen irgendwie das Bier nicht so richtig geschmeckt hat. Das nennt man, glaube ich, gutes Schauspiel!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
It isn't that I'm sorry I killed them; it's that I'm sorry I killed them badly, 7. Dezember 2008
Story:
Frank (Ben Kingsley) ist ein Killer, der für seinen Polnischen Family Clan in Buffalo Aufträge erledigt. Als er wegen seiner Alkoholsucht einen Auftrag verzockt, den Boss der Irischen Rivalen umzubringen, schickt ihn sein Clan nach San Francisco. Er soll dort zu den AA. Dort angekommen, nimmt er einen Job als Leichenbestatter an und lernt dabei Laurel kennen, in die er sich verliebt. Er versucht sein Leben zu ändern, weil er wieder ein guter Killer werden möchte. Dazu muss er aber mit dem Trinken aufhören. Mittlerweile wird aber sein Clan in Buffalo von den Iren fertiggemacht
Der Film ist für mich ein must see. Ben Kingsley ist enorm genial. Er sieht dort genauso aus, wie in SEXY BEAST. Überhaupt sind alle Rollen klasse besetzt (Tea Leoni, Luke Wilson, Bill Pullman). Der Film ist keine plumpe Comedy, dazu sind die Schauspieler zu gut. Der Humor ist eher unterschwellig und immer derbe. Es gibt eine Szene, wo sich Frank bei den AA vorstellt und erzählt, das sein Job Killer ist und er das wieder machen will. Eine Szene, die für mich zumindest Filmgeschichte bleiben wird. Ganz starker Film, der mit 93min eigentlich zu schnell vorbei war. Nicht vom Cover oder Trailer täuschen lassen; dort kommt der Film IMO billig rüber.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Killer, sein Mädchen und die anonymen Alkoholiker!, 21. September 2008
Was tun mit einem Profikiller, der einen wichtigen Mordauftrag sturzbetrunken verschläft? - "Selbst zur Zielscheibe machen!" ruft der erfahrene Action-Blockbuster-Konsument - mit Ausnahme eines eher unbekannten Regisseurs, der diese Mordsvergeudung nicht zulässt u seinen "Helden" stattdessen die Chance einer seelischen und körperlichen Katharsis gönnt:
Willkommen im Leben von Frank Falenczyk - einem alkoholkranken ausgebrannten alternden Assassinen, den allein sein mörderisches Handwerk am Leben erhält - bis zu dem schicksalhaften Tag, an dem er einen wichtigen Auftrag versiebt u von seiner Mafiafamilie nach San Francisco geschickt wird. Er bekommt einen neuen Job im Leichenschauhaus, lernt eine hübsche junge Frau kennen und stellt sich der ultimativen neuen Herausforderung in seinem Leben: den anonymen Alkoholikern.
Lange war im am Überlegen, wie ich diesen Film einordne: Schwarzer Humor, Tragik, eine kuriose Liebesgeschichte, surreale Momente und Drama - ich bin mir sicher, dass dieser Film äußerst differenziert gesehen werden kann. Der Film lebt von gnadenlos guten Dialogen, schwarzem Humor und staubtrockenem Wortwitz. Und doch triftet der Humor nie ins Lächerliche ab. Das liegt vor allem an den ernsten Themen, die von den vielschichtigen Darstellern verkörpert werden: die alles verzehrende Alkoholsucht, Einsamkeit, Verzweiflung, Liebe, Hoffnung. Empor getragen wird der Film von den beiden gigantischen Hauptdarstellern Ben Kingsley und Tea Leonie. Der alte Charaktermime Kingsley brilliert in der Rolle des zynischen desillusionierten Franks und lässt den Film schon ohne Worte rocken, wenn er nur seine Miene spielen lässt. Bei aller seiner Genialität spielt ihn dennoch die göttlichen Téa Leonie fast an die Wand - so schön wie eine weiße Rose, so kühl wie Marmor und so undurchsichtig wie eine Shinx. Zwei komplexe Charaktere, die sowohl optisch als auch altersmäßig völlig im Gegensatz zueinander stehen und doch auf eine stille Art und Weise perfekt harmonieren. Trotz der vielen amüsanten Szenen berührt der Film auf eine sehr eigene Art, wenn man dem Kampf der beiden Seelen gegen die Einsamkeit verfolgt, das (versuchte) Fallenlassen der Masken und das verzweifelte Festklammern an der Hoffnung beobachtet.
Zu der gelungenen Mischung aus Humor, Drama und Tragik mixen sich noch skurrile surreale Momente, wenn sich bspw. Frank seinen Leidensgenossen vorstellt: "I'm Frank and I am a alcoholic. I kill people for living.", eine Laudatio über seinen geliebten "Job" derart schwingt - als würde ein Klempner von einer ruhmreichen Toilettenreparatur erzählen - und dies von den Zuhörern weniger mit Entsetzen als vielmehr mit Neugier und Interesse honoriert wird ("Amen!").
Der Film ist dunklen stillen Szenen dargestellt, die durch ihre Einfachheit und Ruhe eine bestechende Wirkung entfalten. Keine aufgepeppte Glitzerwelt, sondern schlichte Örtlichkeiten zentrieren die Aufmerksamkeit voll auf die Darsteller. Der Film hat seinen eigenen humorvollen u doch in den Bann ziehenden Charme, der im Original voll zur Geltung kommt. Am Schluss schleichen sich einige Längen ein, wenn der Film zwischen der faszinierenden Beziehungsgeschichte der Hauptprotagonisten noch an die explosive Entwicklung in Frank's Heimatort anzuknüpfen sucht ...ob es ein Happyend wird oder nicht, bleibt bis zum Schluss ganz weit offen.
Fazit: Der Film ist trotz einiger Schwächen dank wahrhaft gigantischer Hauptdarsteller, eines brillanten Wortwitzes und einer kurios intelligenten Charakter- und Beziehungsentwicklung ein absolutes Highlight. 5 Sterne!
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