Ich habe Joe Bonamassa nur jetzt erst für mich entdeckt. Dann habe ich alle seine Platten, incl. die neue,"Sloe Gin", gekauft und mir angehört. Das ist auch interessant so. Ich habe einen wunderbaren Eindruck bekommen, wie dieser Mann angefangen hat (schon vom Anfang, als ein sehr virtuoser Blues-Gitarrist, welcher in der Zeit aufgewachsen ist, wo es einfach unmöglich war, auf die ganze Einflüsse von der modernen Musikscene - und hauptsächlich - von der Rockmusik, verzichten). Manche Gitarristen versuchen es aber machen, leider in der Regel kommt dann oft vor, dass die Wurzeln vom Blues paradoxerweise auch abtrocknen.
Das ist aber nicht der Fall bei Bonamassa. Er implementiert die Rock (und Pop, und noch Folklore, und alles das, was uns umkreist)-Elemente ins Blues so organisch, dass das etwas, was von seinen Fingern zum Klang erweckt wird, klingt tief "bluesich", mit voller Kraft und Leidenshaft und ist dabei volkommen modern. Diese Platte, "You And Me", für meine Sicht, ist bis jetzt die allebeste seine Platte. Nur die 2 Titel, nämlich "So Many Roads" und "Tea For One" würden dafür reichen, um diese Note in meinen Augen zu verdienen. Schade, dass das breite Publikum diese Musik nicht hören kann, weil nur sehr wenige Sender, welche Blues überhaupt noch abspielen, seine Titel sehr selten in Studio mitnehmen...