Das dritte Album der Band aus Südengland fängt unscheinbar an. Ein dumpfes Klopfen eröffnet "All In It", das sich nach wenigen Sekunden als andächtige Intro-Hymne entpuppt, die zwischendurch ausfadet und um so bombastischer zurückkehrt. In der Folge wird man von den Songs "Lights Out For Darker Skies" (welches mit einem irrsinnig eingängigen Gitarrenthema aufwartet), "No Lucifer" und meinem persönlichen Favoriten "Waving Flags" überrollt. Erst mit dem fünften Song, "Canvey Island" nehmen sie ein wenig Fahrt aus den Segeln ihrer Flotte.
Der rauhe Gesang, eine durchaus rockige Gitarre und die Chorgesänge sind der Schlüssel zu dem ganz ganz großen Pop der British Sea Power. Der Intensität der Musik von British Sea Power kann man sich, durch den wall of sound, nur schwer entziehen.
Die Spannungen aufrecht zu erhalten, fällt den Stücken zunehmend schwerer, doch spätestens mit dem Song "Atom" ,welches anfänglich stark an David Bowie erinnert, kommen sie zurück in die Spur. Der Song wandelt sich nach einer Minute in eine flotte Poprocknummer und - schwupps - ist die Spannung wieder da. Am Ende wird Der Hörer sanft gebettet mit "Open The Door", welches am Ende noch mit einer Gänsehaut-Hookline überrascht. Wer die CD nun im Autoradio hört und mit Song 1 "All in It" wieder beginnt wird feststellen, dass der erste und der letzte Song des Albums stark miteinander verknüpft sind.
Mit ihrem dritten Album dürften British Sea Power ihren Platz in der (UK- Indieszene festbetoniert haben.
"Do You Like Rock Music?" gehört in jedes CD-Regal.