Lange Zeit ist Justin Nozuka ein absoluter Geheimtipp in Deutschland gewesen. Aber seit einem knappen Jahr läuft er beim Radiosender Einslive und konnte somit seinen Bekanntheitsgrad erstmals etwas ausbauen. So war es naheliegend, dass man hier seine neue Single "Heartless" zuerst hören konnte. Diese mediale Beachtung hat der junge Mann aus Kanada mehr als verdient. Dem tollen Debüt folgt ein großartiger Zweitling, der in jedem Moment vor Weiterentwicklung so strotzt.
Bei erstem Hinhören hat man das Gefühl "You I Wind Land and Sea" wäre ein weitaus ruhigeres Album geworden. Der Eindruck täuscht jedoch, auch wenn es sich natürlich weiterhin um maixmal "Up-Tempo"-Nummern handelt. "Carry You", "Woman put your weapon down", der Titeltrack oder auch "Three is the Magic Number" sind luftig leichte Gitarrenstücke, die fernab von zu ruhigen Momenten stehen. Insbesondere bei diesen Tracks fällt die Entwicklung besonders auf. Das Songwriting wirkt sicherer, selbstbewusster und die Instrumentalisierung ist um Längen besser, klingt sogar nach absoluter Weltspitze. Die beiden (in unterschiedlichen Ländern als erste Single released) Singles "Heartless" und "My heart is yours" sind nicht nur aufgrund der Herzenssache verwandt, auch der Sound spiegelt das ganze Album bestens wieder.
Die einzigen Songs, die nicht 100% überzeugen wollen, sind die besonders ruhigen Balladen (z.B. "How low", "Unwoken dream"). Selbstverständlich handelt es sich um gute Songs, die sehr intim nur auf der Gitarre eingespielt worden sind. Dennoch möchte der letzte Funke nicht überschlagen, sodass man sich an den herausragend eingespielten restlichen Songs erfreut.
Fazit: Ein tolles Album, welches den minimalen Hype absolut rechtfertigt!