Tja, es ist schon merkwürdig wenn diese trunkene, zugedröhnte Popdiva namens Amy Winehouse mit dem Produzenten Mark Ronson im Nacken aus einem mehr oder minder unbekannten Song wie "Valerie" einen Hit macht und kein Schw**n weiß, dass dieser Song im Original von der Liverpooler Formation The Zutons stammt. Eigentlich hat die Band eh ein wenig Pech, erst startet man seine musikalische Karriere zur gleichen Zeit wie Franz Ferdinand oder die Kaiser Chiefs und verschwindet in deren Schatten, so dass das Debüt Album "Who Killed the Zutons?" in unseren Breiten fast unbeachtet bleibt. Und dann werden sie von der giftigen britischen Musikpresse als die schlechteren The Coral bezeichnet. Okay, Okay, beide Bands bedienen sich aus den unterschiedlichsten musikalischen Genres, so finden sich Spurenelemente aus Country-, Surf-, Rock-, Glam- aber auch Funk- und Soul-Anleihen in ihrer Musik wieder.
Für ihren dritten Streich verliessen The Zutons die Insel und begaben sich nach Los Angeles, um einen neuen Vibe einzufangen. Dort entstand dann auch, nach viel Schweiß und Arbeit das neue Album "You Can Do Anything" produziert von George Drakoulias (Johnny Cash, The Black Crowes). Mein erster Eindruck war nicht besonders gut. Ich hatte kaum etwas darüber gehört das die Zutons ein neues Album einspielen. Als erstes hörte ich "Always Right Behind You" und das ist definitiv einer der schwächeren Songs auf dem Album. Als ich mir dann das Album in Gänze anhörte fand ich es beim ersten hören ziemlich mittelmäßig, ein Hit wie "Valerie" fehlte völlig. Lasst euch aber nicht vom ersten Eindruck der CD ins Boxhorn jagen und gebt ihm eine Chance. Im Ergebnis ist das neue Album kraftvoll, abwechslungsreich, und äußerst dicht und aller Wahrscheinlichkeit nach wird das mein neuer Soundtrack für die kommenden Monate.
Outstanding trax sind: Harder and Harder, Dirty Rat, What's Your Problem, You Could Make The Four Walls Cry, Family Of Leeches & Freak.