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You Are Not A Gadget: A Manifesto [Englisch] [Taschenbuch]

Jaron Lanier
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Penguin (3. Februar 2011)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0141049111
  • ISBN-13: 978-0141049113
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.504 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

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Jaron Lanier
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Fabulous - I couldn't put it down and shouted out Yes! Yes! on many pages . . . This is a landmark book that will have people talking and arguing for years into the future. (Lee Smolin )

Lucid, powerful and persuasive . . . Necessary reading for anyone interested in how the Web and the software we use every day are reshaping culture and the marketplace (Michiko Kakutani, New York Times )

There is hardly a page that does not contain some fascinating provocation (Guardian )

Mind-bending, exuberant, brilliant (Washington Post )

A pioneer in the development of virtual reality and a Silicon Valley veteran, Mr. Lanier is a digital-world insider concerned with the effect that online collectivism and the current enshrinement of "the wisdom of the crowd" is having on artists, intellectual property rights and the larger social and cultural landscape. In taking on such issues, he's written an illuminating book that is as provocative as it is impassioned. (Michiko Kakutani's Top 10 Books Of The Year 2010 New York Times )

In the world of technologists, Jaron Lanier is that rare combination: a pioneer and a skeptic. A legendary computer scientist, he did crucial early work in the field of virtual reality (the phrase is his). But he now recoils at the way Web 2.0 and social media sell us short as human beings, both in our relationships and in our sense of who we are. In purposeful, reasoned steps, always informed by a profound understanding of how software really works, he lays out his vision of where it all went wrong and champions the power of the human brain in an age of ever smarter machines. (Lev Grossman Time Magazine Top 10 Non-Fiction Books of 2010 )

Kurzbeschreibung

Something went wrong around the start of the twenty-first century. The crowd was wise. Social networks replaced individual creativity. There were more places to express ourselves than ever before ... yet no one really had anything to say. Does this have to be our future? In You are not a Gadget digital guru and virtual reality pioneer Jaron Lanier reveals how recent developments in our culture are deadening personal interaction, stifling genuine inventiveness and even changing us as people. Showing us the way to a future where individuals mean more than machines, this is a searing manifesto against mass mediocrity, a creative call to arms - and an impassioned defence of the human.

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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ja, Facebook oder Twitter sind meistenteils zu flach, youtube klaut den Musikern den Profit, in Foren tummelt sich manchmal eine miese Meute, höhnisch die Anonymität ausnutzend. Aber das Web 2.0 hat auch seine guten Seiten. Das weiß auch sein Mitbegründer Jaron Lanier. Zunächst hat es uns aus der Passivität des Fernseh-Konsums befreit. Mit Wikipedia ist ein sehr brauchbares Gemeinschaftswerk entstanden: Allerdings zeigt so ein digitaler Lexikon-Klotz nicht gerade die persönliche Handschrift eines Literaten oder Philosophen. So betont Lanier, dass es charakteristisch für kreative Menschen ist, sich einmal eine Weile zurückzuziehen, um in der gewonnenen Konzentration neue Projekte zu ersinnen. Sie können sich also nicht hetzen lassen von Quantitäts-Anforderungen oder von der ständig geforderten Präsenz, die den Platzerhalt sichert auf den vorderen Seiten von google oder ähnlichen Suchmaschinen. Da hat er mal wieder recht. Die zur Zeit bestehende Technologie ermöglicht anonyme Lynchjustiz in Foren (andere aber haben mittlerweile Moderatoren eingebaut, die das begrenzen). Das Prinzip, dass der jeweils neueste Eintrag zählt, verführt zur verflachenden Überproduktion. Es gibt aber auch Webseiten-Programmierungen, die den Vorrang der Chronologie aushebeln und nach anderen Kriterien sortieren. Es geht also darum, die Würde des schöpferischen, individuellen Menschen nicht unter die Räder der geschaffenen Betriebsamkeit kommen zu lassen. Was als epochale Chance begann, soll die Gesellschaften nicht in die Verdummung zerren. Ich denke, das kriegen wir schon hin, es sind genügend im Web 2.0 unterwegs, die mit Nachdenklichkeit zu Werke gehen - und sich zum Beispiel dieses Buch zu Herzen nehmen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Jaron Lanier - dieser Name dürfte für den einen / anderen vor allem jüngeren Onliner nur einer unter vielen Namen sein, die man schon mal wo gehört hat. Als jemand, der sich schon recht früh mit Neuen Medien / Online beschäftigt hat, ist Jaron Lanier einer DER Gurus, der sich schon Ende der Achtziger / Anfang der Neunziger mit dem Virtual Reality beschäftigt hat und als einer der idealistischen Vordenker der Neuen Medien etabliert hatte. Man muss noch anmerken: Lanier versteht sich auch als Musiker / Künstler, seine Vorträge pflegt er mit einer Beigabe aus der Ude (einem mittelalterlichen Musikinstrument) zu garnieren. Zuerst habe ich von ihm in Stewart Brands "Media Lab" gelesen, das eines der drei Bücher ist, die mein Leben am nachhaltigsten beeinflusst haben.

Als ich gerade Lust hatte auf etwas Tiefgang, kam mir auf einem Büchertisch dieses Buch von Jaron Lanier unter die Finger. Und da musste ich zugreifen. Ich war also gespannt, was der alte Meister zu sagen hatte. Die Kernthesen:

- Es gibt im Silicon Valley eine Ideologie der Fortschrittsgläubigkeit, die in der "Cloud", "Information wants to be free" und in der "Crowd-wisdom" (oder Wikinomics) das Non-plus-ultra in den Onlinemedien sieht. Die meisten Entscheidungsträger würden davon ausgehen, dass Roboter und die KI die physische Existenz der Menschheit irgendwann obsolet machen und wir als Rasse nur eine Zukunft haben, indem wir unsere geistige Existenz, unsere Erlebnisse, unsere Persönlichkeit in die Cloud hochladen, so dass sie dort weiterexistieren kann (insofern sind das mit Facebook die ersten, schwachen Anfänge, der Grundgedanke ist ja nicht neu, sondern wird ja schon seit Jahrzehnten von Leuten wie Hans Moravec oder Marvin Minsky vertreten).
- Die "Crowd(wisdom)gläubigkeit" und die Kostenloskultur führt dazu, dass individuelle Leistungen von Künstlern, Erfindern und Wissenschaftlern nicht mehr angemessen gewertschätzt und und entlohnt werden.
- Sein Punkt ist, dass die "Crowd" bisher noch nicht wirklich etwas Neues hervorgebracht hat. Selbst das Vorzeigeprojekt "Wikipedia" ist eben nichts Neues, sondern am Ende nichts als eine Enzyklopädie. Und ansonsten ist noch nicht ausgemacht, wo die "Crowd" wirklich etwas Neuartiges geschaffen hat, was am Ende mit den Werken und Ideen eines DaVinci, Bach oder Einstein mithalten könnte. Die "Crowd" gebärt Mittelmaß.
- Er plädiert daher an ein Umdenken und fordert Alternativen, damit individuelle künstlerische Leistungen sich wieder lohnen.

Kurzum: Die von Lanier kritisierte Ideologie negiert das Menschliche. Mensch sein heißt Individuum sein. Individuum ist das Gegenteil von der "Crowd".

Das Problem bei dem Buch ist, dass es zum Teil ziemlich krude geschrieben ist. Es ist schwer einen roten Faden zu erkennen, die Argumentation ist sprunghaft und häufig emotional (also wenig sachlich). An vielen Stellen wird eher auf Basis persönlicher Vorurteile basierend argumentiert, als dass versucht wird, den persönlichen Standpunkt intersubjektiv nachvollziehbar zu machen.

Auch die Lösungsansätze, die Lanier vorschlägt, sind sehr stark von Idealismus geprägt, um nicht zu sagen "realitätsfern": Zur Entlohnung von Künstlern schlägt er alternative Erlösquellen wie "Telegigging" (Bands treten auf Parties bezahlt als Hologramme auf) oder "Songles" (Dongles für Song, also eine Art physische DRM) vor. Ersteres mag lustig sein (ist aber noch ein paar Jahre entfernt), für Letzteres ist der Zug meiner Meinung nach abgefahren (Dongles sind schon im Softwarebereich Selbstmord für Anbieter, es sei denn, man ist Quasi-Monopolist wie Autodesk).

Trotzdem muss ich sagen, dass es mich angeregt hat, über Aspekte von Social Media nachzudenken, die ich ansonsten als gegeben hinnehme und dabei neue Perspektiven einzunehmen. Ich bin zwar in Bezug auf das Social Media-/Crowd-Thema nicht ganz kritiklos, aber trotzdem habe ich diese Fragen noch nicht beantworten können:
- Können wir uns vorstellen, dass Apple Erfolg gehabt hätte, wenn es auf Mehrheitsmeinungen oder auf Crowdsourcing gesetzt hätte?
- Hat die Crowd wirklich schon etwas Neues zu Stande gebracht, außer neue Henkel für Starbucks-Becher vorzuschlagen oder die Produktionsmethoden von Enzyklopädien über den Haufen zu werfen? Was ist eigentlich aus "OSCar" - dem Open Source-Car geworden?
- Gibt es schon DEN von der "Crowd" entworfenen Roman, DAS Musikstück, DAS Kunstwerk, das uns ähnlich in den Bann zieht und fesselt, wie das von einzelnen Autoren, Bands / Musikern kreierte?
- Glauben wir wirklich daran, dass sich das jemals ändern wird?
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ja, Facebook oder Twitter sind meistenteils zu flach, youtube klaut den Musikern den Profit, in Foren tummelt sich manchmal eine miese Meute, höhnisch die Anonymität ausnutzend. Aber das Web 2.0 hat auch seine guten Seiten. Das weiß auch sein Mitbegründer Jaron Lanier. Zunächst hat es uns aus der Passivität des Fernseh-Konsums befreit. Mit Wikipedia ist ein sehr brauchbares Gemeinschaftswerk entstanden: Allerdings zeigt so ein digitaler Lexikon-Klotz nicht gerade die persönliche Handschrift eines Literaten oder Philosophen. So betont Lanier, dass es charakteristisch für kreative Menschen ist, sich einmal eine Weile zurückzuziehen, um in der gewonnenen Konzentration neue Projekte zu ersinnen. Sie können sich also nicht hetzen lassen von Quantitäts-Anforderungen oder von der ständig geforderten Präsenz, die den Platzerhalt sichert auf den vorderen Seiten von google oder ähnlichen Suchmaschinen. Da hat er mal wieder recht. Die zur Zeit bestehende Technologie ermöglicht anonyme Lynchjustiz in Foren (andere aber haben mittlerweile Moderatoren eingebaut, die das begrenzen). Das Prinzip, dass der jeweils neueste Eintrag zählt, verführt zur verflachenden Überproduktion. Es gibt aber auch Webseiten-Programmierungen, die den Vorrang der Chronologie aushebeln und nach anderen Kriterien sortieren. Es geht also darum, die Würde des schöpferischen, individuellen Menschen nicht unter die Räder der geschaffenen Betriebsamkeit kommen zu lassen. Was als epochale Chance begann, soll die Gesellschaften nicht in die Verdummung zerren. Ich denke, das kriegen wir schon hin, es sind genügend im Web 2.0 unterwegs, die mit Nachdenklichkeit zu Werke gehen - und sich zum Beispiel dieses Buch zu Herzen nehmen.
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