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Yossel, 19. April 1943: Eine Geschichte des Aufstands im Warschauer Getto
 
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Yossel, 19. April 1943: Eine Geschichte des Aufstands im Warschauer Getto [Gebundene Ausgabe]

Joe Kubert , Horus
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 127 Seiten
  • Verlag: Ehapa Comic Collection - Egmont Manga & Anime (Mai 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770429478
  • ISBN-13: 978-3770429479
  • Originaltitel: Yossel April 19, 1943 A Story of the Warsaw Ghetto Uprising
  • Größe und/oder Gewicht: 26,6 x 17,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 966.354 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joe Kubert
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es ist die Geschichte eines Triumphes - wie Menschen, denen man alles geraubt hat, sich über den Schrecken und die Erniedrigung ihrer Existenz in einem letzten Akt des Widerstandes und der Menschlichkeit aufbäumen, sich gegen ihre Unterdrücker auflehnen und so den Aufstand im Warschauer Ghetto im Jahre 1943 einleiten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Von breedstorm TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Joe Kubert ist ein Legende unter den Comiczeichnern (z.B. Enemy Ace, Sgt. Rock, Fax aus Sarajevo). Neben seinen graphischen Leistungen hat er auch noch seine Zeichnerschule "JOE KUBERT SCHOOL OF CARTOON AND GRAPHIC ART, INC." ins Leben gerufen, und seine Begabung an seine Söhne Adam und Andy weiter vererbt.
Außerdem ist er ein Glückskind, konnte er doch samt Familie schon lange vor dem Aufstand im Warschauer Ghetto in die USA auswandern, wo seine jüdische Herkunft nicht zur Verfolgung führte.
Dies hier ist also sein persönliches "What if ?". Was wäre, wenn der junge Kubert nicht ausgewandert wäre, sondern im Ghetto hätte überleben müssen?
Kubert stellt sich vor, sein Talent auch dort sinnvoll einsetzen zu können. Den Wehrmachtsoldaten gefallen seine von Tarzan und Flash Gordon inspirierten Figuren, und sie lassen sich gerne dafür von dem kleinen Judenjungen als Supermensch zeichnen. Dafür bekommt Yossel Essensreste zugesteckt. Als ein Flüchtling aus Auschwitz seine Erlebnisse (und den Tod von Yossels Eltern) schildert, ist die Zeit für den Widerstand gekommen...
Stilistisch auffällig besteht der Band aus ungeinkten Bleistiftzeichnungen, was aber hervorragend zur Stimmung und zur Story des jungen Zeichners paßt. Dazu sieht die HC-Ausgabe mit Schutzumschlag auch noch fein aus.
Zwar hat der Band nicht die Authentizität eines Zeitzeugenberichts wie z.B. Spiegelmanns Maus, jedoch hat Kubert laut seinem Vorwort mit vielen Zeitzeugen, auch aus seiner Verwandtschaft, gesprochen und sorgfältig recherchiert. Deswegen kann ich mich meinem Vorredner nicht anschließen.
Nicht nur Überlebende des Holocaust haben das Recht, über das Grauen zu berichten. So ging es Kubert nicht um einen Zeitzeugenbericht, sondern er wollte die Erinnerung wachhalten.
Alles in allem in interessanter Band, den ich nicht missen möchte.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leid ist nicht übertragbar 4. September 2006
Von Polygraph
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem Art Spiegelman seine Comic-Fabel über den Holocaust, Maus, veröffentlichte, musste er sich schwere Kritik gefallen lassen. Das Comic-Format werteten viele als eine Trivialisierung des Leides.

Doch Spiegelman gewann den Pulitzerpreis und weltweite Anerkennung durch sein Werk, und heute wissen die Comiczeichner, dass man mit Holocaust-Comics grantiert gutes Geld verdienen kann. Und mittlerweile gibt es kaum mehr einen Bereich der Shoah, der noch nicht abgegrast wurde.

Aus eben diesem Grund missfällt mir Yossel entschieden: Der Zeichner Joe Kubert wurde zwar 1926 in Polen geboren, und ist damit Zeitzeuge, jedoch hatte er das Glück, vor dem Ausbruch des Weltkriegs mit seiner Familie nach Amerika zu emigrieren.

Im Vorwort des Buches erklärt er, er würde mit diesem Werk die Wirklichkeit skizzieren, wie sie geschehen wäre, wenn seine Familie in Polen geblieben wäre.

Kubert ist kein Holocaust-Überlebender und wird auch durch diese Quasi-Aufarbeitung keiner sein: Was qualifiziert ihn dann, einen fiktiven Comic über sich und seine Familie zu schreiben, und damit Ereignisse zu skizzieren, dieer nicht mit eigenen Augen gesehen hat, und die niemals so stattgefunden haben?

Wenn nun jedermann fiktive Werke über den Holocaust abliefern kann, nur weil seine Vorfahren unter Umständen, und hätte sie dort gelebt, und wäre sie nicht emigriert dabeigewesen waren, können wir das seriöse Gedenken sofort einstellen.

Denn dadurch, dass der Zeichner keiner autiobiographischen Wahrheit verpflichtet ist, kann er sich auch in einem besonders schmeichelhaften Licht darstellen: Sein Alter Ego Yossel ist der talentierteste Zeichner im Judenviertel, nach der Besatzung werden seine Comics auch von hohen Nazi-Offizieren bewundert, und er skizziert sämtliche Aspekte des Holocausts- von denen er jedoch nur durch Hörensagen weiss.

Selbst wenn man das zweifelhafte persönliche Motiv des Autors zurückstellt, bleibt der Inhalt des Buches wenig ergiebig. Es wird die gewohnte Familiengeschichte erzählt, die man in jeder Dokumentation hören kann: Der Machtantritt der Nazis, erste Pogrome, die Erwägung Auszuwandern, überhastete Flucht und schliesslich KZ und Ghetto werden nacheinander abgehandelt, ohne die kleinste persönliche Note.

Einzig Beachtung an dem Buch verdient der Zeichenstil. Kubert zeichnet auf eine Art, die nur das nötige liefert. Vereinzelte Bildausschnitte, schattenhafte Figuren mit verwaschenen Umrissen und weitschweifige Schraffuren. Diese Technik ist sehr gelungen und schafft es tatsächlich eine dreckige und düstere Stimmung zu erschaffen.

Der Stil ist der einzige Grund für den zweiten Stern. Ich halte eine Nachlieferung eines Erlebnisses, das man nicht selbst erlebt hat für obszön und verlogen. Kubert hat keine Erinnerungen, unter denen er leiden könnte, also dürfte er auch keinen Grund haben, einen Comic über den Holocaust zu zeichnen.

Dürfte ein Nachgeborener ein Buch über den Holocaust schreiben? Ich sage nein. Darf also ein Mensch, der die Zeit des Holocausts in einem anderen Land verbrachte, ein solches Buch zeichnen? Auch nicht.
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