1983 gründeten sich die Flaming Lips (der Name ist eine obskure Referenz an einen Pornofilm), nachdem sie ihr Equipment, ich traue es mich kaum zu sagen, aus einer Kirche geklaut hatten. Nach mehreren Umbesetzungen während der 80er Jahre veröffentlichte das Trio mit Yoshimi Battles The Pink Robots ihr inzwischen elftes Studioalbum. Und ihr bestes dazu. Hinter dem seltsamen Titel und einem bemerkenswerten Cover steckt ein ganzes Sammelsurium von elektronisches Soundeffekten. Es blubbert und sprudelt und wubbert und wabert zwischen endlosen Loops. Nebenbei wird die skurrile Geschichte des japanischen Mädchens Yoshimi erzählt, das den Kampf gegen die fiesen rosafarbenen Roboter aufgenommen hat - um die Welt zu retten: "She's gotta be strong to fight them, so she's taking lots of vitamins". Klar, dass dies nicht mit muskelbepacktem Bombast gelingen kann. Angesagt sind vielmehr zuckersüße Melodien und ausgebuffte Arrangements. Die Songs sind so griffig, dass man glaubt, sie schon sein ganzes Leben zu kennen. Melodien für Millionen, entfährt es einem. Doch ein Begriff sind die Lips nur einer kleinen, gleichwohl stetig wachsenden Fangemeinde. So ist ihnen bislang auch nur ein einziger US Top-40-Hit namens She Don't Use Jelly gelungen. Und doch ist es mit den Flaming Lips wie mit Gummibärchen: Wenn man einmal damit angefangen hat, kann man nicht mehr davon lassen. Einfach schön.