Ein brauchbares Blitzgerät für eine DSLR zu finden, das nicht gleich ein paar Hunderter kostet, ist nicht gerade einfach. In der unteren Preisklasse bis €100 ist die Auswahl schon sehr überschaubar; bekannt sind hier z.B. die Modelle 466 und 622 von Nissin. Allerdings hatte ich schon den YN-460 von Yongnuo (ein Slaveblitz), weswegen ich mich zunächst nach einem etwas besseren Modell dieser Firma umsah.
Dabei stiess ich auf den YN-465, der als Canon-Variante erst seit kurzem auf dem Markt ist und mir für €70 angeboten wurde. Ich kaufte ihn und muss sagen, meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Die wichtigsten Merkmale in Kürze:
+ Volle ETTL-Unterstützung (AF-LED, 2. Vorhang, FEB...)
+ M-Modus per Mittenkontaktauslösung möglich
+ Bestückung mit 4 Standard-Mignonzellen (Batterie oder Hochleistungsakku)
+ Separater Ständer mit Stativgewinde im Lieferumfang
+ Leistung in sieben Stufen einstellbar (1/64, 1/32, 1/16, 1/8, 1/4, 1/2, 1/1)
+ Einfache Streuscheibe (18mm) und Reflektor eingebaut
+ Kopf dreh- (0-270 Grad) und schwenkbar (-7 bis 90 Grad)
+ im Gegensatz zum YN-460 funktionierten auch NiMH-Standardakkus
+ Überhitzungsschutz und Energiesparfunktion
+- Leitzahl 33 (bei 35mm/ISO100) nicht überragend, aber für die meisten Anwendungen ausreichend
- Gerät ist nicht als Slave einsetzbar
- Kein Zoom im Blitzkopf
- etwas klapprige Batteriefachabdeckung
Fazit: dieses Gerät hat mich voll überzeugt. Den Slavemodus brauche ich nicht (dafür habe ich ja schon den
YN460); allerdings hätte ich ihn wohl vermisst, wenn der 465 mein einziger Zusatzblitz wäre. Die Leistung war für mich auch ohne Zoom ausreichend, im Automatikmodus schaffte der Blitz bis zu 5 Metern ohne Probleme ' bei ISO 100 und mit Streuscheibe! Diese Schwächen sind für mich aber nicht so interessant und daher kein Grund, das Gerät abzuwerten, daher: volle Punktzahl von mir.