Ich habe dieses Buch meinem Star-Wars begeisterten Sohn (10 Jahre) geschenkt, in der Hoffnung, er würde sich endlich fürs Lesen begeistern. Leider bekam ich das Buch noch am selben Tag zurück: "Das kannst du zurückschicken, das ist doof!", war der Kommentar dazu.
"Warum?", fragte ich.
"Das ist total blöd geschrieben und irgendeiner hat drin rumgekritzelt und die Zeichnungen sind auch doof!"
Dazu muss ich erklären, dass mein Sohn weder auf Graffiti noch auf sonstige Wilde-Kerle-Sachen steht. Er ist mehr für den Edelmut der Jedis.
Also habe ich mich mit dem Buch abends vor sein Bett gesetzt und ihm gesagt, dass wir nun das Buch mal beide genauer unter die Lupe nehmen. Ich habe ihm also vorgelesen - jeden Tag 2-3 Kapitel.
Bald schon hat er gemerkt, wieviel Alltagsproblemchen darin vorkommen, so wie an jeder Schule, und wieviel Wahres sich hinter manchen lustigen Begebenheiten verbirgt. Oft hat er lauthals gelacht.
Es dauerte nicht lange, und er las von sich aus weiter. Bis zu der Stelle, an der Dwight den Papieryoda zerknüllte. Das war dann wieder doof. Und Mama musste wieder mal weiterhelfen, indem sie wieder vorlas.
Der Schluss war super und mein Sohn strahlte und lachte über das ganze Gesicht. Jetzt möchte er, dass ich ihm Darth Paper "unbedingt sofort" bestelle.
Warum erzähle ich das hier so genau? Ich finde, das beschreibt damit gut die Höhen und Tiefen, die man auch mit diesem Buch mitmacht. Ich fand die Kritzeleien zu Anfang auch gewöhnungsbedürftig. Aber man darf sich dadurch wirklich nicht abschrecken lassen. Sie passen wunderbar zur Geschichte und machen - wenn man sich einmal eingelesen hat - richtig Spaß!
Schön finde ich auch, dass hier ein Sonderling bei genauerer Betrachtung gar nicht so sonderbar ist und dass Sonderlinge in der Geschichte ernst genommen und als Bereicherung für alle dargestellt werden. Wirklich ein gutes, sehr lustiges Buch, das Mut macht, anders zu sein als die anderen.