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Ylem
 
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Ylem

Dark Fortress Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (22. Januar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Century Me (EMI)
  • ASIN: B002YY04S8
  • Weitere Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 131.699 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Ylem
2. As the world keels over
3. Osiris
4. Silence
5. Evenfall
6. Redivider
7. Satan bled
8. Hirudineans
9. Nemesis
10. The valley
11. Wraith
12. Sycamore trees

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Urschlamm kriecht durch Zeit und Raum, 18. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Ylem (Audio CD)
Beim Versuch, 'Ylem' zu erfassen, wird die immanente, mitunter sinister aus den Boxen kriechende Dunkelheit bewusst. Dark Fortress haben hoch gepokert, spätestens der melodische, gesungene Refrain von 'Evenfall' lässt beim Erstkontakt überrascht aufhorchen. Dieser Song schafft es nächtliche Schönheit hervorragend widerzuspiegeln, ohne auch nur ansatzweise in niederen Gotenkitsch abzusinken. Der reguläre Abschlusstrack 'Wraith', der textlich außerhalb des Albumkonzepts über den 'Urschlamm' (Ylem) angesiedelt ist, stellt Gastsänger Mortal ins Rampenlicht, einen Freund von Sänger und Texter Morean, der den kompletten Gesang auf diesem Track übernahm, wobei die Betonung hier wirklich auf Gesang liegt, Black Metal Dogmatiker werden die hässlichen Häupter erheben und gar finstere Flüche Richtung Süddeutschland sabbeln.

Die einzelnen Track detailliert vorzustellen, klemme ich mir, es zählt die Selbsterfahrung des Hörers, außerdem uferte diese Kritik dann noch aus.

Alle Tempi sind vertreten, wobei der Geschwindigkeitsrausch in der Tat gegenüber dem Vorgänger zurückgefahren wurde. Wen das stört, kann sich ja als erstes mit den Tracks 'Silence' und 'Nemesis', sowie dem unfassbar rasanten und erhabenen Opener und Titeltrack befassen.

Hier und bei den anderen Songs, vor allem auch bei 'Redivider' brilliert Drummer Seraph mit technischen Kabinettstückchen, gerne auch mal metalfremder Rhythmik genauso wie mit punktgenauem Groovedrumming.

'Ylem' kennt alle Facetten der Nacht. Man beginnt, das Album zu hören und vermisst eventuell eingängiges. Man hört wieder und wieder und erkennt mehr und mehr das Genie dieses Werkes, sei es V. Santura`s oft entrückte Leadgitarren, das geniale, weil hintergründig seine Wirkung entfaltende Keyboardspiel von Paymon, das stets intensive, enorm vielfältige vokale Spektrum Morean's und eben die Songs an sich. Jeder ist anders, jeder atmet Geist, Dunkelheit und Klasse. Man nehme sich Zeit und werde reich belohnt.

Eine weitere Facette, die erfasst werden kann, aber nicht muss, ist das textliche Konzept, das Betrachtungen von Menschheit und Universum liefert, intelligent reflektiert und satanisch eingefärbte Philosophie bietet, die von devoter Götzenanbetung und infantiler Teufelsbeschwörung nicht weiter entfernt sein könnte.

In der deutschen Black Metal Szene gibt es trotz so unterschiedlicher Klassebands wie Darkened Nocturn Slaughtercult, The Ruins of Beverast und Helrunar, um nur einige zu nennen, nichts vergleichbares. Zutiefst beeindruckend!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dark Fortress - Ylem, 6. Februar 2010
Von 
A. Sommer (St. Wendel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ylem (Audio CD)
Mit "Ylem" liefern uns die deutschen Black-Metaller Dark Fortress wie gewohnt schwere Kost, so schwer verdaulich wie auf dem neuen Album waren sie jedoch bislang noch nie, sodass hiermit gleich alle Freunde des stumpfen Black Metals gewarnt sind: Ihr werdet mit diesen 74 Minuten (inkl. Bonustrack) nicht glücklich werden. Alle anderen, insbesondere Freunde des anspruchsvollen Extrem Metals sollten hier ein Ohr riskieren und der Platte eine Chance geben. Sie wird nicht nach einem Durchlauf zünden, bleibt man jedoch konsequent dran eröffnen sich wunderbare Songs, mal rasend schnell, mal langsamer und drückend.

Beginnen tut "Ylem" mit dem gleichnamigen Titelsong, welcher noch leicht verdaulich und standardmäßig rüberkommt, Dark Fortress wie man sie kennt, klasse Opener. Es geht über progressivere Songs mit massig Tempowechsel und ruhigeren Zwischenparts (As The World Knees Over + Osiris) und einem kurzen Geschwindigkeitsausbruch (Silence) zu meinem persönlichen Albumhighlight, Evenfall, welches komplett im Midtempo ankommt und mit einem wunderbar melancholischen Refrain glänzen kann. Gleichzeitig beweisen Dark Fortress dabei auch noch, wie flexibel sie sind, Abwechslung wird hier in der Tat ganz groß geschrieben und so geht es auch entsprechend weiter, auch wenn vor allem Satan Bled leider nur Durchschnitt ist und Hirudineas erst ab der zweiten Songhälfte überzeugen kann. Mit Nemesis und The Valley bekommt man dann nochmal das volle DF-Spektrum, rasende Drums, mitreißende Midtempopassagen und morbide Melancholie auf allerhöchstem Niveau, bevor der letzte Song Wraith dann völlig Dark Fortress untypisch aus den Boxen dröhnt, hauptsächlich durch den klaren Gesang wird man hier überrascht. War gerade dies zunächst eine Enttäuschung, so wurde Wraith von Mal zu Mal besser und ist der logische Abschluss des Albums, welches zumindest mich trotz kurzem Durchhänger in der Mitte voll überzeugen konnte.

Ob das Album jetzt besser ist als Stab Wounds oder Seance muss jeder selbst beurteilen, Fakt ist: Dark Fortress liefern auch auf ihrem sechsten Album wieder hochklassiges Material ab, welches es verdient gehört zu werden.
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5.0 von 5 Sternen Schattenbrut für Kenner ..., 15. September 2010
Von 
T. Wind "DARKEN TOM" (Zwischen-Welt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ylem (Audio CD)
Einmal mehr möchte ich Euch bitten auf den dunklen Pfaden der Nacht mit mir zu wandeln, möchte Euch verführen - hinabzusteigen zu den Gestaden des schwarzen LICHTS.

Unbequem und fordernd, mag der Weg Euch zwar erscheinen, doch hält er für den durchhaltenden Geist nicht nur erstrebenswertes Ziel vor Augen.

Nein, eines dieser nicht alltäglichen musikalischen Erlebnisse erwartet Euch, auf das die helle Welt hiernach nicht mehr das sein kann, was sie schien ... WER HAT MUT ...

WISSENSWERTES

Stil

Black Metal

Tendenzen

Monumental, Avantgardistisch

Anspiel-Tipps

Osiris, Satan bled, Nemesis

Die Band

Morean - Vocals

V. Santura - Gitarre

Asvargr - Gitarre

Draug - Bass

Seraph - Drums

Paymon - Keyboards

EINDRUCK

Eher bösartig-bedrohlich im Midtempo, als rasend-aggressiv - das ist der angesetzte KOMPLEXE Black Metal der Band aus Landshut, die jetzt auch schon seit 1994 ihr Unwesen treibt und hier bereits ihr 6. Album zementiert.

Zunächst doch recht naiv, oder unglücklich agierend, löst man sich zuerst von der NSBM (Black Metal mit neonazistischem Hintergrund) - dem man ungeschuldet zugeordnet worden war, um immer stärker einen eigenen Kosmos der Dunkel-Musik zu entdecken. Frei dem Motto "... sich bloß nicht limitieren oder gar reglementieren lassen ...", wanderte man fortan auf eigen entdeckten dunklen Pfaden 'gen musikalischem Düster-Horizont.

So kommt es zum Zusammenschluss der verwandten Geister.

Zuerst als CELTIC FROST Tour-Gitarrist dabei, ist Mastermind V. SANTURA nun auch Mitkomponist und Gitarrist der Band TRIPTYKON, rund um den Godfather der Düsternis TOM G. WARRIOR.

Innovatives Denken fordernd, ist es zwangsläufig keine "genormte" Musik, welche DARK FORTRESS erschaffen.

Beginnt das Album noch mit Raserei, wird schon im Eröffnungs- und Titelstück plötzlich Gas zurückgenommen, bedrohliche Atmosphäre aufgebaut und genauso Thrash-, Doom- und Power-Versatzstücke eingeflochten.

Wenn dann "As the world keels over" ertönt, angereichert mit breiten Synthie-Teppichen, geflüsterter Stimme, akustischen Passagen, ahnt man bereits etwas von der kommenden Größe des Albums.

Ein dunkles Manifest als Monument, so erscheint einem der schwere Happen, welcher hier vorgesetzt wird. Feine Lead-Gitarren-Harmonien umschweben den Hörer, aktzentuierendes Schlagzeug, eine variable Stimme, welche nicht nur keift oder flüstert, sondern auch mal Thrash-mässig shoutet.

"Osiris" ist kunstvoll, eingängig und treibend - ein ferner Keyboardfarbtupfer schafft Zugänglichkeit, die durch die ruhigen Passagen noch unterstrichen wird - ein düsterer Ohrwurm.

Die Gitarren formen manch frostig-kalte Melodienfolge dazu - ein Meisterwerk von einem Düster-Song.

Das Album selbst hat mit der Urknall-Theorie von GEORGE GAMOW zu tun, "Ylem" bezeichnet den Urschlamm oder die Urmaterie.

Mit "Silence" wird einer der wenigen Knüppel Songs ausgepackt, und doch wirkt hier alles kontrolliert, hat den berühmten roten Faden, ist facettenreich und doch zugleich stets nachvollziehbar.

Für dieses Album brauchst Du Zeit. Zum einen ist es über 70 min. lang, aber auch sonst will der gebotene Klangkosmos ruhig erkundet werden. Er vermag Dich in eine melancholische Düsterwelt zu treiben, einen Kosmos der hypnotisch wirkt, der bedrohlich und zugleich behütend wirkt.

Dies ist der doomig angehauchten, monumentalen Musik geschuldet.

"Evenfall" hat diesen eingängigen (melodisch gesungenen!) Chorus, komplexe Struktur, vor sich hin rollender Rhythmus, immer wieder kehrende Gitarrenleads.

"Redivider" zeigt eine andere Stärke der Band: SERAPH ist ein Genre-untypischer Drummer, der immer wieder komplexes Drumming einflicht, so die Songs sehr abwechslungsreich gestaltet.

"Satan bled" ist ein angetrashter Refrain Song, der mächtig bangkompatibel ist, einfacher daherkommt und nach alten Helden klingt.

So wechselt das Album zwischen grimmigen Momenten und fast schon schwebenden atmosphärischen Abschnitten hin und her, wirkt manchmal ausufernd, dann wieder straff gespannt. Die Drums und die Gitarren sind abwechslungsreich, der Gesang stimmungsvoll der jeweiligen "Situation" angepasst - eine extrem reife Leistung.

Mit "The valley" wird am Ende noch eine dahinsiechende Walze vorgestellt.

Über 8 Minuten andauernde Funeral-Stimmung.

Der Gesang von MOREAN erscheint neben den harschen, keifenden Momenten oft sehr dunkel und tief, schafft mühelos die nötige Tiefe für diese Kompositionen der Nacht.

Interessant auch der Gegensatz zur eigentlichen Abschlussnummer "Wraith", wo ein Freund der Band namens MORTAL den Gesangspart übernimmt und wirklich klar und melodisch singt.

Eher im Gothic Stil, mit Streichern unterlegt und feinen akustischen Spielereien.

Die Ltd. Edt. weist noch einen Bonus Song auf "Sycamore trees", welcher aus der TWIN PEAKS Reihe stammt und sehr spacig wirkt.

FAZIT

Eine geheimnisvolle Erzählung - ein intelligentes Statement

nicht einfach, aber dadurch auch langlebig - für KENNER

Dunkelheit mit Feeling - Atmosphäre mit unheilvoller Bedrohung

einer düsteren Ahnung gleich, welche lauern am Rande des Gesichtsfeld ausharrt,

von der Du aber weisst, dass sie jederzeit bereit ist - SCHATTENBRUT
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