"Der Yeti hat Plattfüße" schreibt Messner. Das scheint aber auch das einzig Gesicherte zu sein, was man über den Yeti weiß. Ansonsten bietet das Buch eine Aneinanderreihung von Spekulationen und Banalitäten, die nur für wirkliche Yeti-Yunkies interessant sein mögen. Für die Laien sei so viel verraten: der Yeti ist entweder eine Spukgestalt oder ganz einfach ein Hochgebirgsbär, der bisweilen auf seinen Hinterpfoten durch die Gegend läuft, wodurch der Mythos von einem riesenhaften zweibeinigen Wesen entstand. Aber geschenkt! Denn das Buch ist sein Geld trotzdem wert: allein die authentischen Beschreibungen Tibets, seiner Städte, Menschen und Berge lohnt die Lektüre. Besonders gut ist das Buch auf den ersten 70 Seiten, auf denen der Autor in seiner unnachahmlichen Art ein Portrait des gegenwärtigen Tibet liefert - lakonisch, treffend und in der lauteren Art, die Messern Leser an diesem Autor schätzen.