Auf Albumlänge haben mich KEN bislang nie gepackt, bislang. Ein paar gute Songs gab es immer, aber dieses Mal haben sich Abay und Konsorten selbst übertroffen. Das Album überzeugt, fast jeder Track ist eingängig, ein bisschen schräg und schön rockig. Zwei absolute Popknaller sind drauf ("Get A Life" und "Polecats") und hinter einigen wirklich seltsamen oder überlangen Titeln verbergen sich teils geniale Nummern. Die Electro-Parts sind perfekt eingesetzt und schaffen eine wunderbare Atmosphäre ("Dead As A Dodo" und "Women Who Love Men Who Take Drugs To Make Music To Take Drugs To"), auch gerne mal sieben Minuten lang. Die Vocal-Effekte sind sehr grandios eingesetzt ("21-21=21" und vor allem "Quitting Smoking Is Much Easier Than Quitting Talking"), ebenso wie die Screamo-Parts in "Y.K.I.W.G.T.T.End.O.T.W.W.Y." und wieder "21-21=21". Dazwischen geht es auch auch etwas fluffiger und poppiger zu ("Reminder D" und "I'll Sleep When You're Dead"), wie ich es eigentlich auf dem kompletten Album erwartet hatte. Die Überraschung ist also groß und die Freude darüber ebenso.
Auf diesem Weg weiter und es wird schon! Lässt BLACKMAIL fast schon vergessen.
Die Remixe und Extras sind sicher eine nette Dreingabe, habe aber lediglich reinhören können und den Eindruck gewonnen, dass es sehr Elektro-lastig geworden ist.