Kurzbeschreibung
Tom Carlyon, Hugo Cran, und Conrad Standish gründeten Devastations 2002 im australischen Melbourne, verließen aber den Kontinent schon bald danach und siedeln mittlerweile in jeder europäischen Stadt, die sie aufnimmt. Meist ist das Berlin, gerade aber auch zum Teil London. Die Band veröffentlichte bereits zwei Alben, jedes mit gut ausbalancierten 10 Songs. Mit dem 2003er Werk gewannen sie viele neue Fans in Europa, wo sie dann 2005 den Nachfolger "Coal" aufnahmen. "Coal" erhielt rund um den Globus hervorragende Reviews: Uncut oder das Q Magazine ("cultdom seems assured; more may follow") lobten ebenso wie die deutschen Spex und Rolling Stone. Die Kritik freute sich über detailreiche und subtile Instrumentierung und Arrangements und die Band erwarb sich einen guten Ruf bei Liebhabern des melancholisch-balladesken Pop. Eigentlich ein Missverständnis: Die Songs sollten nie traurig stimmen, die dunklen Stimmungen waren kein Indikator für Depression, sie sollten vielmehr einen Hoffnungsschimmer vermitteln. Die Band, die uns nun begegnet, hat mit ihrer Geschichte abgeschlossen und macht sich auf den Weg in die Zukunft. Mit dem in Berlin aufgenommenen (mit Jeremy Glover) und in New York City von Chris Coady (Blonde Redhead, TV on the Radio) gemixten Werk beruft sich das Trio auf spirituelle Vorväter wie Serge Gainsbourg und Velvet Underground; Künstler, die das Leben in Metropolis in allen seinen glamourösen, dreckigen und sinnenfreudigen Details beschrieben. Der neue Sound ist sexy, aber nicht in einem körperlichen Sinne. Es ist Sex als Form des Daseins, als ein Zustand der Gnade. Die elektrifizierten Rhythmen schlagen nur einen Hauch langsamer als das menschliche Herz, wie um dich daran zu erinnern, dass du eins hast. Die Songs erscheinen schweißtreibend schwül. Das ganze Album ist wie eine schicke Diskothek verziert mit genügend zündenden Ideen, um die ganze Welt in Feuer zu setzen.
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