Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Man musste schon immer ein Freund minutenlang gegniedelter Soli, um bei Yes bedenkenlos mit dem Kopf nicken zu können. In der bandgeschichtlich vielleicht erfolgreichsten Besetzung machen Andersen, Wakeman, Squire, Howe und White trotz drohenden Rentenalters die Figur, die ihnen am besten steht: die der exakten musikalischen Handwerker.
Bild: Die vom langjährigen künstlerischen Wegbegleiter Roger Dean entworfene Bühnenkulisse strahlt in bunten und kräftigen Farben, vor der sich die Yes-Akteure in einem konstraststarken Gesamtbild bewegen, das schonungslos die Falten der mittlerweile doch stark angeknitterten Herren wiedergibt. Auch in dunkler ausgeleuteten Szenen (00:58:10) zeichnen sich Details noch gut sichtbar ab. Der Schnitt der Show ist recht lebendig, bei in Zooms und Schwenks gibt es jedoch an der Stabilität des Bildes nichts auszusetzen. Allerdings wirkt die Optik insgesamt leicht milchig, hervorgerufen durch etwas ungünstige Bühnenbeleuchtung.
Ton: Die Tonkulisse präsentiert sich sehr zahm und kompakt komprimiert, besonders auf der DTS-Spur. In DD 5.1 wirken Jon Andersens Vocals eine Nuance lauter, die Mischung erscheint generell leicht dynamischer auszufallen. Beide Surroundspuren sind ansprechend räumlich und bilden das Konzert atmosphärisch ab, auch wenn man sich ein wenig mehr "Spielereien" mit Vorder- und Hintergrund gewünscht hätte. So klingt alles doch hauptsächlich aus dem Center.
Extras: Die Extras sind nicht gerade ein Grund, zu dieser DVD Ja zu sagen: neben einem vierseitigen Booklet weist die Doppel-DVD als Bonus lediglich ein Interview mit Roger Dean auf, der langjährige Artwork-Künstler der Band und Bühnendesigner der Show. Zählt man Disc 2, die eigentlich den Löwenanteil der Show enthält, mit zum Bonusmaterial, ist "Songs From Tsongas" für Fans definitiv die Anschaffung wert, denn speziell der Unplugged-Mittelteil des Konzerts ist sehenswert. --movieman.de
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Die Songauswahl umfasst eine Mischung aus alten "Krachern" aus den 70ern wie "Starship Trooper" oder "Your Move/I've seen all good people" und neueren Werken wie z.B. "Rhythm of love" oder "Mind drive". Was mir schon bei den 96er Live-Alben "Keys to Ascension" 1 und 2 aufgefallen ist, bewahrheitet sich auch hier: Gerade die alten Songs klingen in keinster Weise verstaubt, sondern haben vielmehr durch Integration moderner Klangvorstellungen (man denke dabei z.B. an die Sounds von Rick Wakemans Synthesizer) noch an Charme gewonnen (mein diesbezüglicher Favorit: Yours is no disgrace !).
Herzerfrischend ist auch wieder die hohe Authentizität der Songs mit den jeweiligen Studio-Versionen. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die Gitarren-Passagen von Steve Howe und das Keyboard-Spiel von Rick Wakeman. Es ist somit eine Freude und eine künstlerische Wohltat, den Musikern beim Spiel zuzusehen.
Warum aber nur 4 Sterne ? Zu einer guten DVD gehört natürlich eine hohe bildliche Qualität. Leider sind hier einige Ungereimtheiten zu nennen: unmotivierte Kamerawechsel wechseln sich mit immer gleichen Aufnahmewinkeln und wilden Zoom-Experimenten ab. Hier hätte eine ausgeklügeltere Bildregie sicher einiges bewirken bzw. verhindern können. Positiv zu erwähnen ist aber das phantastische Bühnenbild von Roger Dean, welches die Musik umheimlich effektvoll unterstützt (das Interview mit Roger Dean unterstreicht dies zusätzlich).
Was bleibt ? Zwei tolle DVDs, die man auch nach 20 Jahren sicher immer wieder gern in den Recorder einlegen wird, ganz nach dem Motto "Starship Trooper, go sailing on by, catch my soul, catch the very night !"
zunächst mal zur
SONGAUSWAHL:
Glücklicherweise sind hier nicht (nur) die gleichen Stücke drauf wie bei den Vorgängern! Das ist für den Sammler schon mal positiv. Allerdings ist jedenfalls für meinen Geschmack die Songauswahl der Vorgänger, auch unter dem Abzug für Ladder Songs a la "Messenger" IMHO besser. Aber das ist wohl Geschmackssache. Was mich irgendwie schon stutzig gemacht hat war der Aufkleber vorne drauf. "includes Owner of a lonely heart and other great classics" . Geht es denn nicht ohne oder was???? Muss das Teil auf jede DVD??? Aber dann, Erlösung, es ist Teil des akkustischen Sets nud da ist es durchaus mal ein Ohr Wert...!
Dafür folgt dann, zur Ergänzung Rhythm of Love! Toll.....!! Jon läuft dabei durchs Publikum welches ihn frenetisch feiert. Ganz nett.
TON/BILD:
Der Sound ist qualitativ ebenso stark wie auf Symphonic. Insbesondere die DTS Spur ist nach meinem Geschmack klasse. Das Bild ist qualitativ ebenfalls gut, aber auch nicht wirklich bestechend brilliant, was allerdings einer der wesentlichen Minuspunkte der DVD ist, ist die
KAMERAFÜHRUNG:
Was sollte das ? Mal was ganz neues? Bekiffte Kameramänner?? Oder eben solche am "Schneidetisch"???
Das während des Gitarrensolos von Howe im Hintergrund die Aufbauten angepasst werden ist schon maßlos störend, aber die Kameraführung dabei ist der Oberhammer! Jungs, was will man denn bei dem Gitarrengott sehen, wenn er spielt?? Richtig! Den Gott selbst! Was passiert aber? Die Kamera schwenkt endlose Sekunden übers Publikum, zeigt Steve Howe von hinten (toll!), schaltet auf Kamera 2, Irgendwo 50 Meter von der Bühne entfernt und zoomt mal wackelig "so langsam ran"...Bis auf ungefähr die Distanz wo ich ekennen kann, "Ja das ist Howe", dann wieder ein verwackeltes Fretboard und dann wieder langsam ranzoomen. HEYYYY!!!!!
Die Krone setzt dann allerdings dem Ganzen der unscharfe Zoom auf das Yes Logo auf dem Schlagzeug von White auf.....! Da war ich irgendwie fertig..
Insgesamt sehe ich zu oft den piepsenden, grinsenden Anderson nud zu wenig die m usikalische Klasse der anderen Musiker. Dabei vermittelt halt die Kameraführung eher einen Konzertabend mit großartigen Schwenks und Zooms und "neuen Ideen", als sie die Techniken der Musiker einfängt! Schade!
FAZIT:
Für
"die-Hard-Fans": 5 Sterne (wer hat schon Mind Drive Live in dieser Qualität?)
Fans: 4 Sterne
Normalsterbliche: 3 Sterne und der Hinweis auf Symphonic und the House of Blues....
Ein Höchstgenuss für Auge und Ohr, daher sind 5 Sterne das Mindeste!
Einziges kleines Manko für mich ist die Wahl der Keyboardsounds bei den Klassikern Sweet Dreams und Every Little Thing, die die Band bestimmt schon 30 Jahre nicht mehr live dargeboten hat.
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