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Liebesgeschichte zwischen einer verheirateten amerikanischen Wissenschaftlerin und einem libanesischen Koch.
Blickpunkt: Film
Bei ihrem in Versform erzählten Drama 'Yes' verzichtet Sally Potter erneut auf gängige filmische Konventionen und belegt gleichzeitig, dass sich Kunst und Kino durchaus intelligent-unterhaltsam in Einklang bringen lassen.
Die einzige Konstante im Oeuvre der britischen Filmemacherin ist die, dass es keine gibt und sie in keine Schublade passt. Als schwülstiges Schaustück verfilmte Potter Virginia Woolfs 'Orlando', nur um dann eine formal streng durchkomponierte 'Tango Lesson' zu geben. Ihrem opulenten Historien-Epos 'The Man Who Cried' folgt nun die (nur) auf den ersten Blick klassische Liebesgeschichte 'Yes'. Sie erzählt von einer wohlsituierten Politikergattin, ihres Zeichens kühl kalkulierende Wissenschaftlerin, die auf einem Bankett einen neuen Mann kennen lernt. Einen wortgewandten, hoch emotionalen Koch, der eigentlich Arzt ist und den es aus seiner Heimatstadt Beirut nach London verschlagen hat. Das Feuer der ersten Liebe weicht der Ernüchterung ob ihrer kulturellen und politischen Differenzen, ihren verschiedenen Wurzeln und ihrem unterschiedlichen Blick auf die Welt.
Der 'Aha-Effekt', das 'Kenn' ich schon' will, kann sich erst gar nicht einstellen, kommunizieren die Figuren doch primär mittels jambischer Blankverse. Eine Distanz wird geschaffen. Etabliert schon bei der ersten Annäherung des Paares, von der man wie ein Voyeur mittels Bilder einer Überwachungskamera erfährt. Brecht lässt grüßen, während der Blick von Außen auf die Allgemeingültigkeit der Story verweist. Ein poetisch-philosophisches Lehrstück im Zeichen von 9/11, eine griechische Tragödie. Am Individuellen macht Potter das Allgemeingültige fest. Das Private ist politisch, das Politische privat. In einer globalisierten Welt gibt es keine Rückzugsmöglichkeiten mehr. Jeder trägt Verantwortung, muss sich stellen, Stellung beziehen. Das machen die groß aufspielenden Schauspieler, allen voran Joan Allen, sichtbar, ja geradezu spürbar. Und: Es gibt durchaus noch Hoffnung, treffen sich die Liebenden nach ihren Irrfahrten doch in Havanna, auf Kuba wieder. Wo sich zum Nachdenken das Träumen gesellt... geh.
Die einzige Konstante im Oeuvre der britischen Filmemacherin ist die, dass es keine gibt und sie in keine Schublade passt. Als schwülstiges Schaustück verfilmte Potter Virginia Woolfs 'Orlando', nur um dann eine formal streng durchkomponierte 'Tango Lesson' zu geben. Ihrem opulenten Historien-Epos 'The Man Who Cried' folgt nun die (nur) auf den ersten Blick klassische Liebesgeschichte 'Yes'. Sie erzählt von einer wohlsituierten Politikergattin, ihres Zeichens kühl kalkulierende Wissenschaftlerin, die auf einem Bankett einen neuen Mann kennen lernt. Einen wortgewandten, hoch emotionalen Koch, der eigentlich Arzt ist und den es aus seiner Heimatstadt Beirut nach London verschlagen hat. Das Feuer der ersten Liebe weicht der Ernüchterung ob ihrer kulturellen und politischen Differenzen, ihren verschiedenen Wurzeln und ihrem unterschiedlichen Blick auf die Welt.
Der 'Aha-Effekt', das 'Kenn' ich schon' will, kann sich erst gar nicht einstellen, kommunizieren die Figuren doch primär mittels jambischer Blankverse. Eine Distanz wird geschaffen. Etabliert schon bei der ersten Annäherung des Paares, von der man wie ein Voyeur mittels Bilder einer Überwachungskamera erfährt. Brecht lässt grüßen, während der Blick von Außen auf die Allgemeingültigkeit der Story verweist. Ein poetisch-philosophisches Lehrstück im Zeichen von 9/11, eine griechische Tragödie. Am Individuellen macht Potter das Allgemeingültige fest. Das Private ist politisch, das Politische privat. In einer globalisierten Welt gibt es keine Rückzugsmöglichkeiten mehr. Jeder trägt Verantwortung, muss sich stellen, Stellung beziehen. Das machen die groß aufspielenden Schauspieler, allen voran Joan Allen, sichtbar, ja geradezu spürbar. Und: Es gibt durchaus noch Hoffnung, treffen sich die Liebenden nach ihren Irrfahrten doch in Havanna, auf Kuba wieder. Wo sich zum Nachdenken das Träumen gesellt... geh.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Liebesgeschichte zwischen einer verheirateten amerikanischen Wissenschaftlerin und einem libanesischen Koch.
Kurzbeschreibung
„Yes“ erzählt die leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen einer irisch-amerikanischen Wissenschaftlerin und einem libanesischen Chirurgen, der im Exil in London lebt. Sam Neill spielt den betrogenen Ehemann, einen Politiker, der auch seinerseits seine Ehefrau betrügt. Shirley Henderson mimt die Putzfrau, die sehr philosophisch alles verfolgt, was das Paar hinterlässt, Staub, Schmutz, Spuren. „Yes“ nimmt den Zuschauer mit auf eine überaus poetische Reise durch verschiedene Weltanschauungen, Kulturen und Länder, die von London und Belfast über Beirut und schließlich nach Havanna führt.
Produktbeschreibungen
"Yes" erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer irisch-amerikanischen Wissenschaftlerin (Joan Allen) und einem libanesischen Chirurgen (Simon Abkarian), der im Exil in London lebt. Sam Neill spielt den betrogenen Ehemann, einen Politiker, der auch seinerseits seine Ehefrau betrügt. Shirley Henderson mimt die Putzfrau, die sehr philosophisch alles verfolgt, was das Paar hinterlässt, Staub, Schmutz, Spuren.
"Yes" nimmt den Zuschauer mit auf eine überaus poetische Reise durch verschiedene Weltanschauungen, Kulturen und Länder, die von London und Belfast über Beirut und schließlich nach
"Yes" nimmt den Zuschauer mit auf eine überaus poetische Reise durch verschiedene Weltanschauungen, Kulturen und Länder, die von London und Belfast über Beirut und schließlich nach