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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Perfekte Kälte,
Rezension bezieht sich auf: Yella (DVD)
Christian Petzolds Filme sind eiskalt. Vollständig durchkomponiert, kein Blatt, kein Wort, keine Farbe mehr als nötig. Dafür seelenlose Blicke von seelenlosen Menschen. Keine Emotionen, nur Verstörungen. Diese Filme haben etwas gewaltsames - nicht körperlich, aber seelisch. Petzolds Figuren sind Schattenmenschen.Yella (Nina Hoss) ist eine dieser Schattenmenschen. Yella ist tot. Sie lebt das Leben, das sie vor sich gehabt hätte, in einem Bruchteil der Sekunde ihres Todes. Zusammen setzt sich dieses Leben aus den letzten Stunden vor ihrem Tod. Diese Stunden dauern 12 Minuten im Film. Aus den Versatzstücken dieser 12 Minuten baut Petzold also den restlichen Film. Die rote Bluse, die Zugfahrt samt Kleidungswechsel im 1. Klasse Abteil, das rote Auto, das Geldscheinbündel ihres Vaters, das weiße Hemd und das Aussehen ihres Mannes, die Anschaffungs- und Abschreibungskosten von Hardware, das Schälen einer Orange und nicht zu vergessen: Wasser als Element des Todes. Ein ebenso genialer, wie effektiver Kunstgriff. Eine Faszination geht von dieser makellosen Kälte aus. Diese fast sterilen Orte (Hotels, Konferenzräume), die kalten Blicke, kalten Farben, die Beobachtungssituation einer objektiven Kamera (zugespitzt in den Überwachungs-Video-Bildern, die Petzold in jedem seiner Filme einsetzt), verhindern jede Empathie. Wenn der Film beendet ist, ist man wie nach jedem Petzold-Film erschlagen. Man fühlt sich vollständig leer. Man muss sich zurückholen. Es ist vorbei! Es war nur ein Film und das eigene Leben ist verglichen mit Petzolds Filmen so lebendig. Man muss nur versuchen zurück zu kommen in dieses eigene Leben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überragend inszenierte ...,
Rezension bezieht sich auf: Yella (DVD)
... Geschichte um Business, Liebe, Tod, Ost-West-Konflikt ...Zum Inhalt: Yella ist erfolgreich in ihrem Job und liiert mit ihrem nicht minder erfolgreichen Chef Phillip. Sie führt ein schönes Leben. Doch das war nicht immer so. Vor langer Zeit, bevor sie in den Westen aufbrach, lebte Yella im Osten, in einer zerrütteten Ehe und musste mit ansehen, wie die Firma ihres Mannes in Konkurs ging. Zum Glück ist jetzt alles anders. Doch Stimmen der Vergangenheit holen Yella immer wieder ein. Zum Film: Meisterregisseur Petzold hat intensiver denn je seine Handschrift hinterlassen: fast schwerelos scheint der Film dahinzufließen. Dabei wird man immer wieder sanft auf falsche Gleise geschickt. Wo ist die Realität, wo beginnt der Traum, wo wird beides vermischt? Vgl. hierzu das absolut fantastische Ende (und den genialen Kniff: was sich wie ein Flüstern der Bäume anhört, entpuppt sich als.... => wird nicht verraten!) Großartigst bis in alle Nebenrollen besetzt (Berkel, Klaußner, Auer und Petzold jr.in) meistert vor allem Nina Hoss ihre schwierige Rolle mit Bravour. Auch Devid Stresow kann seinen Rollenkonflikt meisterlich darstellen. Und wo Klaußner (in einer seiner Nebenrollen) draufsteht, ist garantiert bester deutscher Film drin. Fazit: Anschauen lohnt sich, regt sehr zum Nachdenken an! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Alle Stärken des Autorenfilms ...,
Von damals (blogger.de) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Yella (DVD)
... hat dieser Film: Er ist klug, originell, teilweise sogar raffiniert. Nirgends mainstream, keine Minute langweilig. Und die Darsteller sind sogar meisterhaft (einer der vielen Höhepunkte des Films: Burkhart Klausner als Wasserleiche).Dennoch nur vier von fünf Punkten, da auch einige typische Autorenfilm-Mängel zu verzeichnen sind: die Bilder zu simpel, mitunter bringen linke Ideologismen den Dialog zum Holpern und die symbolisch eingesetzten Soundeffekte wirken auch manchmal ein bisschen künstlich. Aber sonst ist alles gut: Der Film stellt die richtigen Fragen, er ist differenziert und genau und ein hervorragendes Portrait ostdeutscher Erfahrungen mit der westlichen Finanzwelt nach 1989. Das Frühlingsgrün zwischen leeren Straßen und Häusern in Wittenberge, das Wasser der Elbe, die Melancholie und seelenlose Perfektion ostdeutscher Aufsteiger (man denke an Kai Pflaume oder Angela Merkel) werden klug und stimmig ins Bild gesetzt. Dass im Vergleich dazu der westdeutsche Finanzgauner (dargestellt von Devid Striesow) eher blass bleibt, mag man bedauern - wie es hier schon einige Kommentatoren getan haben - wirklich schlimm ist es nicht. Schließlich geht es um Yella (Nina Hoss). Und die ist wirklich großartig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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