Nach der vielversprechenden Mini CD „Steal the Light" und dem ersten Longplayer „Spirits an August Light" begeben sich die Finnen nun zum dritten Mal auf Seelen- sprich auf Käuferfang.Vielleicht waren Druck und Erwartungen zu hoch „Years in Waste" hält nicht ganz was die Vorgänger versprachen.Das neue Album präsentiert sich viel weniger differenziert und viel vordergründiger als „Spirits and August Light".Die so sicher und geschmackvoll angewendeten Stilmittel der ersten Alben geraten auf dem neuen Silberling etwas durcheinander.Davon abgesehen,dass „Years in Waste" einige Durchläufe braucht,können nur wenige Tracks durchgehend überzeugen.Dies sind nach dem druckvollen Opener mit „Black Seas Cry" und den beiden Schlussgranaten „More Withering" und „Auguries Gone" ausgerechnet die langsamsten Nummern.Die Finnen brauchen zu lange um auf den Punkt zu kommen und liefern zu wenig Melodien, die,wenn sie denn gefunden wurden,nicht oder nicht oft genug wiederholt werden.Die Produktion kracht unterm Strich erheblich besser durch die Boxen aber das ist halt nicht alles.Zielgruppenmäßig hip und für manchen schade,hat man die progressiven Parts deutlich zurückgefahren und schielt mehr Richtung Deathcore,wie von den Schweden „Carnal Forge" stumpf aber äußerst wirkungsvoll zelebriert.Alles in Allem ist das leider zu wenig.Für das nächste Langeisen braucht es eine deutliche Steigerung um nicht wieder in der Bedeutungslosigkeit der finnischen Pampa zu verschwinden.