So geht das schon mal los. Wenn Zed(Jack Black) in seiner Urwaldgruppe mal wieder das gejagte Wildschwein verfehlt und der Speer anschließend in einem Stammesmitglied steckt. Egal, was der trottelige Typ anstellt, irgendwie geht alles schief. Auch an die hübsche Maya kommt er nicht heran, denn die steht dem starken Gruppenchef Marlak zu. Zeds Kumpel Oh(Michael Cera) geht es nicht viel besser. Er ist zwar wesentlich intelligenter als Zed, aber viel zu ruhig, als das man ihn ernst nehmen würde. Als Zed dann noch die verbotenen Früchte vom Baum der Erkenntnis kostet, muss er mit Oh fliehen. Zunächst landet er im Dorf des gewalttätigen Kain, dann gibt es einen kurzen Zwischenstop bei dem Römern, ehe es weiter zu den Hebräern geht. Danach landen die beiden in Sodom und müssen feststellen, dass ihre früheren Stammesfreunde als Sklaven dort gelandet sind, Klar, dass Zed und Oh versuchen ihre Freunde zu befreien. Da sich Zed auch noch als Auserwählter Gottes fühlt, müsste das doch klappen. Aber da gibt es noch den fiesen König und seinen Hohepriester(Oliver Platt). Ob das gut geht?
Harold Ramis ist ja wirklich kein schlechter Regiseur. In puncto Comedy kann man sich mit Produktionen wie -Und täglich grüßt das Murmeltier- schon sehen lassen. Auch Filme wie -Teuflisch- oder -Ice Harvest- sind gut gelungen. Dazu jetzt noch Jack Black in der Hauptrolle. Kann das überhaupt schiefgehen? Ja, zumindest zum Teil.
Ramis lässt sein Protagonisten durch sämtliche bekannten Ereignisse des Alten Testaments stolpern und dabei ordentlich mitwirken. Das ist manchmal urkomisch, gleitet dann aber wieder(und das auch noch wörtlich) auf Furz-Niveau ab.
Was für mich aber viel negativer rüberkam war, dass Ramis sich beim Storybook keine großen Gedanken gemacht hat. Er hat die Anfangssequenzen komplett bei -Caveman- geklaut, sich in einigen Teilen an Mel Brooks -Verrückte Geschichte der Welt- gehalten und zwischendurch irgendwie versucht, das -Leben des Brian- neu zu arrangieren. Für einen Klasse-Mann hinter der Kamera ist das, jedenfalls meiner Ansicht nach, zu dürftig.
So ist -Year one- eine Klamotte mit Höhen und Tiefen, die aufgrund einer guten Besetzung und einiger gelungener Gags durchaus ansehenswert ist. Viel mehr aber auch nicht. Ganz sicher wird -Year one- keinen Kultstatus oder eine riesige Fangemeinde nach sich ziehen.
Mir persönlich hat vor allem Michael Cera in der Rolle des Oh gefallen. Der Rest der Produktion ist ein Auf und Ab von guten Gags und flachen Witzen. Harold Ramis kommt mit seinem Film dabei nicht ansatzweise an seine berühmten Vorgänger heran. Also: Anschauen, ein paar Mal lachen, abschalten und wieder vergessen. Kein Grund, sich großartig zu ägern, aber halt auch keine Komödie, die lange nachhallt und die man unbedingt weiter empfehlen müsste.