Aufnahmen aus drei Jahrzehnten (70er, 80er, 90er). Neils Vater, Crazy Horse und der Meister selbst kommen ausführlich zu Wort. Neun Songs werden komplett ausgespielt. Besonders stark ist der Eindruck von „Like a hurricane", das erst den Neil Young von 1996 zeigt und dann überblendet zum Neil Young der 70er.
Mag sein, daß Regisseur Jim Jarmusch statt der verwackelten, bewußt billig aussehenden Bilder (die Neil Young ausdrücklich wollte), lieber mehr Geld und bessere Kameras hätte bekommen sollen. Und auch eine Auswahl anderer Songs wäre nicht schlecht gewesen. Aber es ist gut so wie es ist. Touralltag Backstage (mit einem vor Wut ausflippenden Neil, weil die Band einen Auftritt vermasselt hat), witzige Gespräche im Tourbus über „Gott und die Welt" und Philosophieren über Neil Young und Crazy Horse.
„Year of the horse" ist ein Dokumentarfilm und Live-Mitschnitt für Fans. Von einem Fan. Kein kritischer investigativer Journalismus, sondern 107 Minuten Heldenverehrung.
Songs:
F*!#in' up
Slip away
Barstool blues
Stupid girl
Big time
Tonight's the night
Sedan delivery
Like a hurricane
Music arcade
Wer Neil Young erstmal kennenlernen will, dem sei die preiswerte Best-of Doppel-CD der frühen Jahre „Decade" empfohlen. Das Live-Erlebnis Neil Young präsentiert am komplettesten „Live rust" und am rockigsten „Weld". Der Film „Year of the horse" ist eher Neil Young für Fortgeschrittene. Guter Dolby Digital 5.1 Sound. Peace!