Der Film geht auf eine Problematik ein, die uns Deutschen wenig oder gar nicht bekannt ist. Während des zweiten Weltkriegs wurden nach und nach Millionen von GIs in England zusammengezogen, um die Invasion Kontinentaleuropas vorzubereiten und um sie wiederum auf die Invasion und den Krieg vorzubereiten.
Natürlich entstanden hierbei erhebliche Schwierigkeiten zwischen Engländern und Amerikanern. Dies wird sehr schön dargestellt, was man schon daraus ableiten kann, daß man den Film genauso gut in Deutsch wie in Englisch sehen kann. Die Übersetzung ist sehr gut.
Im Besonderen wird vor diesem Hintergrund die Liebesgeschichte einer Engländerin (Lisa Eichhorn) und eines US-Solaten (Richard Gere) erzählt. (Und ein wenig die ihrer jeweils besten Freunde)
Alle Darsteller, auch die Nebendarsteller, sind hervorragend (viele davon sind einem auch bekannt, wie z. Bsp. Vanessa Redgrave und (William?) Devine)und der Film hat eine wunderbare Grundstimmung, die allerdings ein wenig schwermütig ist. Dies ist exemplarisch auch an der Schlußszene festzumachen. Zwar gelingt es den beiden Engländerinnen, ihre amerikanischen Liebsten noch einmal kurz vor dem überraschenden Einrücken an die Front zu sehen, aber eben nur das. Sie müssen sie, eine selbst mit dem Kind unter dem Herzen, in das ungewisse Schicksal des Krieges ziehen lassen.
Der damalige Rassismus in den US-Streitkräften gegen die schwarzen Soldaten und die Problematik, daß eine Engländerin einen britischen Freund hat, der an der Front steht (und später fällt, was ihr dann ihre Angehörigen vorwerfen). Dies alles wird einfach sehr gekonnt, sehr feinsinnig und überzeugend gespielt und erzählt.
Der Film gehört zu meinen Lieblingsfilmen und ich kann mich dem anderen Rezensenten nur anschließen, daß man ihn mehrfach gucken kann. Aber er ist, wie gesagt, ein wenig schwermütig und melancholisch.