Bis Anfang der 90er waren Wilco noch UNCLE TUPELO, die Erfinder des Alt.Country (Acoustic country meets Punk). 1995 gab's dann das erste eigene Album ("A.M."), das vor fröhlichen Country-Rock-Songs fast überlief - ein wahres Sommeralbum. Ein Jahr später kam "BEING THERE", ein Doppelalbum, das den Alt.Country nach allen Seiten sprengte und sofort als Meisterwerk galt. 1998 und 2000 kollaborierten Wilco mit Billy "politically correct" Bragg, und zauberten aus alten Woody Guthrie-Texten zwei grammynominierte Platten mit starken Pop- & Folk-Songs. 1999 machten Wilco auf ihrer Abenteuerreise durch die Gefilden des Pop schließlich Halt bei Beach Boys und Co. und kreierten mit "SUMMERTEETH" ein Jahrhundertalbum, einen Meilenstein des großen Pops, mit ihrer so speziellen Mischung aus sondersamen Klangwelten und wunderschönsten Ohrwürmern - sahnegehäubt mit Texten für die Ewigkeit. Titel wie "How to fight loneliness" oder "Via Chicago" sind Songs, die die Welt in ein seltsames, unwirkliches Licht tauchen und vor Melancholie und Herzenswärme fast zerbersten.
Und jetzt ist "YANKEE HOTEL FOXTROTT" da, und Wilco ist noch tiefer eingedrungen in das Herz der Musik. Lieder wie "Jesus, etc." oder "Poor places" retten jeden noch so miesen Tag! Und wenn man als unbedarfter Hörer zum ersten Mal Wilco hört, traut man seinen Ohren nicht, weil an manchen Stellen Klanggewitter erklingen, die fast unerträglich sind. Aber danach... danach ist alles noch viel schöner, man könnte die Welt umarmen.
Wenn Pop Leben retten kann, dann können Wilco-Platten Tote zum Leben erwecken! Und weil das Leben es gut mit uns meint, kann man sich Mitte Mai in Köln, Hamburg oder auf den beiden Rock im/am ... -Festivals davon überzeugen, daß Wilco Musikgötter sind. Amen.