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Yang Chengfu: Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Taijiquan
 
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Yang Chengfu: Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Taijiquan [Illustriert] [Broschiert]

Matthias Wagner , Chéngfu Yàng
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: Zehnthaus Steinbach; Auflage: 1. (September 2011)
  • Sprache: Deutsch, Mandarin
  • ISBN-10: 3000356991
  • ISBN-13: 978-3000356995
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 266.357 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Einer der wichtigsten Klassiker des Taijiquan (Tai Chi) erstmals in deutscher Sprache. Matthias Wagner hat das Original neu gesetzt, übersetzt und mit brillanten Bleistiftzeichnungen neu illustriert. Das Buch enthält im Original und in deutscher Übersetzung die legendären Anweisungen des berühmtesten Taijiquan-Meisters des 20. Jahrhunderts zur traditionellen Langform in der Ausführung und Anwendung im Kampf. Mit über 190 Seiten, durchgehend mit fotorealistischen Bleistiftzeichnungen illustriert, ist es nicht nur inhaltlich ein Vergnügen für jeden, der sich intensiv mit Taijiquan befasst, es ist auch eine Freude für das Auge.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

„Den Flugreifen drehen“ wurde eine der ersten Qìgōngübungen genannt, die ich lernte. In den folgenden Jahren kam ein Zyklus von Übungen nach dem anderen hinzu, die nicht nur von Lehrer zu Lehrer und von Autor zu Autor verschieden aussahen, sondern auch verschiedene Namen trugen; oft blumige Chinoiserien, die in deutscher Sprache wenig Sinn hatten und zum Verständnis der eigentlichen Übung nichts beitrugen. Im Tàijíquán erwies sich die Situation als wenig besser: Die einzelnen Teile der Form wurden nach Gutdünken benannt, meist in vager deutscher Übersetzung nach der angelsächsischen Literatur. Die Lösung schien mir, ausreichend Chinesisch zu lernen, um den Sinn der originalen Bezeichnungen zu verstehen. Und siehe da: „Flugreifen“ ist die wörtliche – und damit untaugliche – Übersetzung des chinesischen Begriffs für „Schwungrad“. Der Name der Übung aber lautet 環 轉 飛 輪 (huán zhuàn fēilún)*, „Den Kranz des Schwungrades drehen“, was nicht nur einen verständlichen deutschen Satz, sondern auch eine taugliche Übungsanweisung darstellt. Als Ergebnis entstand nach einer Reihe mit Übungsmaterial zu verschiedenen Qìgōngzyklen die vorliegende Übersetzung der ältesten illustrierten Anweisung zum Yángstil-Tàijíquán, dem „Vollständigen Buch von Form und Anwendung des Tàijíquán, Erster Band“, verfasst 1934 vom Enkel des Stilbegründers Yáng Lùchán (1799-1872), Yáng Chéngfǔ (1883-1936). Grundlage ist die – im Buch enthaltene – von Yáng Chéngfǔs ältestem Sohn Yáng Shǒuzhōng besorgte Neuauflage von 1948 mit den erhaltenen Kupferdruckplatten der originalen Fotografien. Ich habe das Original neu gesetzt, Seitengestaltung und Umbruch jedoch penibel übernommen, um einen Eindruck von dem ursprünglichen Buch zu ermöglichen. Daher ist zu beachten, dass neben der Schrift auch die Bilder von oben nach unten und von rechts nach links angeordnet sind. Enthalten sind auch die einleitenden Kalligrafien und Portraits, sowie das Vorwort von Yáng Chéngfǔs vielleicht wichtigstem Schüler Zhèng Mànqīng (1901-1975) und die eigenartig anmutende Legende von der Erfindung des Tàijíquán durch den Mönch Zhāng Sānfēng. Die qualitativ sehr unterschiedlichen, zum Teil fast unkenntlichen Fotografien habe ich exakt nach den Originalen neu gezeichnet, um ihnen Tiefe und Klarheit zu geben. Den Abschluss bildet der originale Anhang mit den fünf „klassischen Texten“. Bis zu den Tagen Yáng Chéngfǔs war das Tàijíquán vornehmlich den Mitgliedern der Familie und dem kaiserlichen Personal vorbehalten, das von Yáng Lùchán und später seinem ältesten Sohn Yáng Bānhóu (1837-1892) unterrichtet wurde. Yáng Chéngfǔ war Schüler seines Vaters, Yáng Jiànhóu (1839-1917), und vor allem seines älteren Bruders Dr. Yáng Shàohóu (1862-1930). Seine überragende Bedeutung in der Geschichte des Tàijíquán im 20. Jahrhundert liegt wohl in der Systematisierung und Vereinfachung der Form begründet und in der Tatsache, dass es sein Schüler Zhèng Mànqīng sein sollte, der das Tàijíquán in den 1970er Jahren nach Amerika brachte, von wo aus es seine Verbreitung in der gesamten westlichen Welt erfuhr. Die Übersetzung chinesischer Schriften ins Deutsche ist nie unproblematisch. Dem asiatischen Kulturkreis ist der Wille zur unausweichlichen Präzision des Ausdrucks fremd, wie ihn alle westlichen Sprachen kennen. Wie die Tupfer einer gekonnten Kalligraphie werden die wesentlichen Begriffe hingeworfen und vorausgesetzt, dass die Gestaltungskraft und Bildung des Lesers ein sinnvolles Bild daraus formen. Dabei entsteht ein Sprachduktus, der im Deutschen nicht wirken kann, aber auch eine Ausdrucksvielfalt, die oft ein Vielfaches an deutschem Text verlangen würde, da in jedem einzelnen Zeichen ein breiter Akkord an Nebenbedeutungen und historischen Obertönen mitschwingt. Der Sinologe Joachim Schickel schrieb: Der Übersetzer „... bewahrt China und verliert die Poesie seiner eigenen Sprache, oder ihm glückt das Deutsche und geht China verloren“**. Alle Fehler und Unklarheiten sind also meiner begrenzten Kenntnis des Chinesischen anzulasten, und ich freue mich über jeden Vorschlag zur Korrektur! Dank an Bernhard Maier, meinen Lehrer, ohne den ich von der unerschöpflichen Kunst des Tàijíquán nichts wüsste, Dank an Louis Swaim für einige zentrale Hinweise und Dank an meine Frau, der dieses Buch gewidmet ist, dafür, dass wir auch diesen Weg gemeinsam gehen können. Baden-Baden, im Oktober 2010 Matthias Wagner _____________________________________________________________________________________ *nach Sifu Wing Ho Cheung, Hongkong, Toronto **Ekkehard Faude in: Fritz Mühlenweg, „Tausendjähriger Bambus“ Libelle Verlag, Konstanz

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein Kunstwerk 16. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch ist für Tai Chi Chuan Betreibende wirklich etwas schönes.

Nicht so sehr für das Selbststudium, sondern einfach nur zum ansehen, genießen und verstehen.

Viele wunderbare Bilder des alten Meisters und ein Meisterstück von Matthias Wagner.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kunstwerk 9. April 2012
Von stemo
Ich bin seit kurzem stolzer Besitzer dieses Buches. Eigentlich sollte ich es nicht 'Buch' nennen, denn es ist eher ein Kunstwerk. Es stellt nicht nur die erste deutsche Ausgabe des Klassikers von 1934 dar, sondern den Text auch direkt dem chinesischen Original gegenüber, das gedruckt heute selbst in China kaum noch zu bekommen ist. Und in dieser gestalterisch sehr gelungenen Gegenüberstellung liegt der Reiz dieses auch optisch sehr schönen Buches. Die - auch aus dem Internet - hinreichend bekannten Fotos wurden durch fotorealistische Zeichnungen ersetzt, die jedes Detail wieder sichtbar machen. Im Text schildert Großmeister Yang Bewegung für Bewegung den Ablauf der Yang-Stil-Langform und ihre Anwendung im Kampf. Außerdem sind alle Kalligraphien und Familienportraits, sowie die Vorwörter von Yang Chengfu, Zheng Manqing und Yang Shouzhong übernommen worden. Im Anhang findet man auch noch die berühmten fünf klassischen Texte" zum Taijiquan.
Natürlich ist das Buch inhaltlich, wie der Großmeister in seinem eigenen Vorwort schrieb, nur für erfahrene Taiji-Jünger gedacht, es ist aber mit seinem großzügigen Layout, seinen Illustrationen und der schwarz-roten Ausstattung in Ganzleinen auch eine seltene Schönheit unter den Kampfkunstbüchern. Jetzt bleibt für mich nur noch üben, üben, üben, um das Potential dieses Buches auszuschöpfen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr schönes Buch 14. Dezember 2011
auch ich habe diese Buch erworben, und muß sagen, wirklich ein Kunstwerk. Ich gebe selber Kurse in Tai Chi nach Yang Zhenduo, also einem Sohn von Yang Chengfu. Das Buch ist eine Bereicherung, auch visuell. Danke dafür.
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