Filmtitel: Yakuza. Produktionsland: USA, Japan. Premiere: 1975
Mit: Robert Mitchum, Takakura Ken, Brian Keith, Keiko Kishi, Richard Jordan, Eiji Okada, James Shigeta, Christina Kokubo u. A. Regie: Sidney Pollack
Genre: Kriminalfilm > Actionfilm > Gangsterfilm > Yakuzafilm > Gangsterthriller > Actionthriller
Einer der besten Actionfilme der Filmgeschichte. Sehr intensive Atmosphäre mit mysteriösen Regeln und Haltungen des unbekannten Japan. Robert Mitchum spielt einen Detektiv, der sich mit diesen Regeln gut auskennt, doch ohne Zusammenarbeit mit einem japanischen Ex-Yakuza und Schwertkampflehrer (gespielt von Takakura Ken) nicht vorankommen würde. Die beiden Helden müssen ein entführtes Mädchen befreien aus der brutalen Hand japanischer Yakuza. Als sie es befreit haben, werden sie von dem Vater des Mädchens an die Yakuza verraten. Nicht nur sie sind zum Freiwild geworden, sondern auch die Familie Kens. Es kommt zu einer Tragödie, nach welcher die beiden unterschiedlichen Charaktere zum entscheidenden Duell mit der Bande antreten. Ken mit dem Schwert in der Hand, Mitchum mit Schußwaffen.
Ein Thriller, der sich sehr viel Zeit lässt mit dem dialogischen Austausch der Kulturen, um plötzlich in eruptionsartiger Action zu explodieren.
Ohne die Figur, welche von Takakura Ken verkörpert wird, wäre der Film (mit Mitchum allein) nie das, was er geworden ist. Mitchum hat ja darin eher eine Figur als cooler Philip Marlowe-Typ. Ken jedoch zieht ihn mitsamt seiner lautlosen Schwertkunst in ein Furiosum an faszinierenden Duellen hinein, die Mitchum als zähen und starken Kämpfer mitbrillieren lassen.
Man muß es hervorheben, dass sämtliche Dialoge - vor Allem zwischen dem melancholischen Mitchum und seiner japanischen Freundin - äußerst ästhetisch und stimmungsvoll gemacht sind, so dass der Film insgesamt als eine Synthese der Führung feiner Zunge, wie Klinge einen cineastischen Genuß verschafft.
Ein konsequenter, dramatischer und großartiger Film.