Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kulturschock und Ehrenkodex..., 6. Juni 2009
Yakuza ist eine etwa um 1600 entstandene kriminelle Organisation, die in verschiedene rivalisierende "Kumi" (Banden) eingeteilt und gemeinhin als die japanische Mafia bezeichnet wird.
Die Begriff Yakuza stammt eigentlich aus einem aus China stammenden Kartenspiel "Hanafuda", die Zahlenkombination 8-9-3 (dialektale Aussprache YA-KU-ZA) gilt als völlig wertlos. Und genauso sahen sich auch die Yakuza mit einem gewissen Stolz als die Wertlosen der Gesellschaft
Gejagt wurden sie von den Gesetzeshütern, vertreten durch die Samurai. Trotzdem folgen die Yakuza ebenso einer strengen Hierarchie und unterschiedlichen Koizes.
Oft wurden sie als Möchtegern-Samurai bezeichnet.
Sidney Pollack, der in den 80ern mit den Blockbustern "Out of Africa" oder "Tootsie" sich zu einem der erfolgreichsten Regisseure etablierte, drehte auch schon Jahre vorher in den progressiven 70ern einige bleibende Meisterwerke. Vielleicht sind seine Arbeiten aus dieser Dekade wie "Jeremiah Johnson", "3 Tage des Condor" oder "Yakuza" auch seine Besten. Der Film aus dem Jahre 1975 zelebriert ein fast körperlich spürbares Ringen um verständnis zwischen beiden Gesellschaften und Kulturen.
yakuza lässt zwei Gangstermilieus und zwei schicksalhafte Liebesgeschichten aufeinandertreffen. Dies alles passiert langsam, behutsam, beinahe schon meditativ.
die Hauptprotagonisten, der Ex-Soldat und Schnüffler Harry Kilmer (Robert Mitchum) und der Ex-Yakuza Ken Tanaka (Ken Takakura) sind durch ihre Kriegsvergangenheit und durch Kens Schwester Eiko (Keiko Kishi) heillos miteinander verbunden.
Kilmer wird von seinem Kriegskumpan George Tanner (Brian Keith) gebeten, ihm zu helfen. Er ist in dubiose Geschäfte mit den Japanern verstrickt und seine Tochter wurde von den Gangs entführt. Kilmer soll durch seine Connections eine Art Mittler bei diesem Problem spielen. So reist er, lediglich begleitet von den jungen Dusty, der Bodygard sein soll, nach über 20 Jahren nach Japan.
Doch die verwirrung könnte nicht grösser sein: Gangsterbosse sind Feinde und Partner zugleich, Freundschaft verwandelt sich in Feindschaft, ja sogar sicher geglaubte Identitäten stehen plötzlich auf ganz dünnem Eis. Und ein überlebensgrosser Ehrenkodex wird immer mächtiger...Kein Wunder, dass die Situation alsbald eskaliert und eine wüste Dynamik in Gang gesetzt wird....
"Yakuza" war der Drehbuch-Erstling von Regisseur Paul Schrader, der kurze Zeit Später auch mit den Drehbüchern zu de Palmas "Schwarzer Engel" oder Scorseses "Taxi Driver" brillierte und 1985 mit der eigenen Regiearbeit "Mishima" noch einmal zum Thema Japan zurück.
Hauptdarsteller Mitchum liefert als der abgehalfterte, mit seelischen Abgründen ausgestattete Fünfzigjährige Held eine beeindruckende Performance ab, die einen Charakter zeigt, dessen Identität schwankt und immer mehr in einer fremden verschwimmt und auch Selbstverstümmelungen auf sich nimmt.
Ein ruhig erzählter, sehr interessanter und beeindruckender Thriller, der zur Kategorie "besonderer Film" gezählt werden darf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Viel zu lange..., 29. Mai 2008
...mussten wir darauf warten, dass dieser grossartige Film endlich auf die DVD kommt. Sydney Pollack, der nun leider auch zu frueh verstorben ist, inszeniert hier gekonnt, mit Ruecksicht auf japanische Traditionen und einem leichten Touch Hollywood, einen grossartigen Film mit fantastischen Schauspielern. Eindrucksvoll bleibt fuer mich immer Takakura Ken, der damals zu den begehrtesten japanischen Schauspielern gehoerte, und zurecht wieder einen Auftritt in Black Rain hatte.
Witzigerweise hatten die Japaner schon damals einen Flair fuer Karaoke, was im Film ganz deutlich wird.
Das Ende ist auch wie bei Taxi Driver intensiv, selbst fuer heutige Ansprueche, jedoch meisterlich in Szene gesetzt. Fuer mich ein Muss!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich auf DVD - zeitloser Klassiker von Sydney Pollack!, 22. Juli 2007
Da war es jetzt aber wirklich Zeit! Endlich gibt es dieses Meisterwerk aus dem Jahre 1975 auf DVD.
Robert Mitchum (in einer seiner besten Rollen) reist aus Gefälligkeit für einen alten Freund (Brian Keith) nach Japan. Seine Aktivitäten dort kollidieren sehr schnell mit den Interessen der örtlichen Mafia, den Yakuzas.
Selten wurde der Zusammenprall zweier Kulturen so überzeugend dargeboten, wie in diesem bis in die letzte Kleinigkeit durchkomponierten Thriller. Den passenden Soundtrack liefert Dave Grusin. Auf japanischer Seite ist Ken Takakura zu sehen, vielen auch noch bekannt aus Ridley Scotts "Black Rain" von 1989.
Hoffentlich wird es eine ansprechende DVD-Veröffentlichung im Hinblick auf Ton, Bild und Schnittfassung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|