In Japan gehört die Yakuza-Reihe zu den beliebtesten Spiele-Serien für die PS3. Trotz der guten Verkäufe, macht der Zombiespiel-Trent, auch vor der Yakuza-Serie nicht halt.
Story:
Wie immer spielt die Geschichte im fiktiven Tokyoer-Stadtteil Kamurocho. Wie bereits im 4. teil ist die Story auf 4 Hauptcharaktere unterteilt. Hier hätten wir zum einen den unkonventiellen Kredit Hai Akiyama, den Star der Serie Kazuma Kiryu und zum ersten mal spielbar den psychotischen aber liebenswerten Goro Majima und den seit neuestem mit einem Cyborg-Arm ausgestatteten Ryuji-Goda. Alle vier versuchen aus eigenen Gründen die seltsamen Geschehnisse und die Gründe für die plötzlich auftretende Zombie-Epidemie in Kamuro aufzudecken. Entgegen der Erwartungen wird die Story rund um die lebenden Toten im Yakuza-Mileu überraschend gut rübergebracht. Die Story ist spannend, und die Entscheidung die Action diesmal auf Kosten längerer Zwischensequenzen in den Vordergrund zu rücken, war die richitge Entscheidung. Allerdings wirkt das ganze im Hinblick auf die vorrangegangenen Teile alles etwas deplaziert, da es sich bei denen um unglaublich spannend inzenierte Gangster-Dramen handelt. Auch wird Neulingen zu wenig Charaktererklärung geboten, das Spiel zeigt zwar ab und zu einige Flashbacks allerdings setzt es sehr viel Charakter- und auch Storykenntniss der Vorgänger vorraus.
Grafik:
Die Yakuza-Reihe hat sich über die letzten Jahre grafisch kein Stück weiterentwickelt. Wer also auf absolute High-End Grafik wert legt wird hier enttäuscht sein. Die Stärken des Spiels leigen hier ganz klar in der Umsetzung der Spielwelt. Kamurocho ist auch nach mittlerweile 7 Jahren immer noch eine Augenweide. Die Entwickler haben jede Straße, jedes Geschäft und jedes noch so kleine unwichtige Detail mit soviel Liebe designed, dass man sich direkt in den japansichen Großstadtdschungel versetzt fühlt. Auch die Gesichtsanimationen der Charaktere wissen immer noch zu Überzeugen. Die Zombie-Quarantäne-Zone ist das einzige neue Gebiet in Yakuza Dead Souls. Das zerstörte und von Zombies verseuchte Areal, bildet einen krassen Gegensatz zum glamourösen Rest von Kamurocho.
Sound:
Mit dem zweiten Teil traf SEGA die Entscheidung die Yakuza-Reihe für den Rest der Welt nicht komplett zu lokalisieren. Das heisst das auch Yakuza Dead Souls, wie schon seine Vorgänger in der Original japanischen Synchro bei uns erscheint, die Synchronsprecher machen wie immer einen super Job, was unter anderem auch daran liegt das es sich um namhafte japanische Schauspieler handelt, unter anderem Chiaki Kuriyama, die den meisten durch ihre der Rolle als Gogo Yubari aus Kill Bill ein Begriff sein sollte. Das Fehlen einer Englischen oder Deutschen Synchro ist aber nicht weiter schlimm, und auch die richtige Entscheidung, denn nur im O-ton wird die atmosphäre authentisch rübergebracht. Was nicht ganz so schön ist, ist die Tatsache, dass das Spiel auch in Deutschland wieder einmal nur mit englischen Texten erhältlich sein wird. Auch der Soundtrack konnte mich diesmal nicht sonderlich überzeugen, zwar sind viele altbekannte Melodien aus den vorgängern vorhanden, doch das Kampfgeschehen wird in den meisten Fällen von extrem deplaziert wirkender Rockmusik untermalt die auf Dauer sehr nervtötend sein kann. Auch bei den Soundeffekten haben sich die Entwickler nicht übertroffen, vor allem die Zombies wirken durch ihre Geräusche wenig bedrohlich und auch den Waffen fehlt es irgendwie an akkustischer Durchschlagskraft.
Gameplay:
Anders als bei den Vorgängern wo ihr euren Feinden noch mit euren blanken Fäusten oder diversen zweckentfremdeten Gegenständen und Waffen in bester Beat em Up Manier gezeigt habt wer der Boss in Tokyos Unterwelt ist, handelt ist sich beim Zombieableger der Reihe um einen 3rd-Person-Shooter. Leider ist der Gameplaywechsel nicht ganz so reibungslos über die Bühne Gegangen wie man sich das gewünscht hätte. Alles fühlt sich sehr schwammig an. Die Kamera ist ein Alptraum und das manuelle Zielen geschieht genreuntypisch über den Linken Stick. Die Entwickler sahen das wohl ähnlich und haben das Spiel deshalb mit einem sehr humanen Autoaim ausgestattet, welches euch erlaubt per Knopfdruck den nächstgelegenen Zombiekopf anzuviseren. Ausserdem könnt ihr eure Waffe auch einfach im Laufen abfeuern, ihr müsst dabei nur in die richtung des Gegners rennen und die Schüsse finden dann auf magische Weise ihr Ziel. Diese Mechaniken Sorgen dafür, dass das Spiel, vor allem mit einer Shotgun, kaum noch eine Herausforerung darstellt. Hier hätte Sega deutlich mehr Zeit in die Anpassung des Gameplays stecken müssen. Die aus den Vorgängern bekannten Finishing Moves, sind natürlich auch in Dead Souls vorhanden. Anstatt die Gegner aber mit Brachialer Gewalt in Grund und Boden zu stampfen handelt es sich hierbei um das anvisieren diverser explosiver Gegenstände die sich in der Spielwelt befinden, je nachdem wie weit eure Heat-Leiste gefüllt ist könnt ihr unter anderem, Benzinfässer, Autotanks, Motorräder oder auch Hydranten dazu benutzen, um auf einen Schlag gleich mehrere Zombies ins Jenseits zu befördern. Leider sind diese Attacken nicht ansatzweise so cool in Szene gesetzt wie die Finisher in den vorrangegangenen Teilen. Neben den bereits erwähnten Zombies gibt es allerdings noch allerlei Mutationen die euch das viruelle Leben wenigstens ein bisschen schwerer machen, zu diesen gehören Kreischende Weiber-Zombies, welche durch ihre schrille Stimme solange Gegner anlocken bis ihr sie ausgeschaltet habt, ausserdem werdet ihr es mit herumspringenden kleinen Monkey-Boys zu tun bekommen die euch gehörig auf den Wecker gehen, zu den restlichen Mutanten zählen unter anderem auch stark gepanzerte Kolosse oder auch fliegende Zombies. Für Gegnerabwechslung ist auf jeden Fall gesorgt. Allerdings sind die Bosskämpfe fast durchweg enttäuschend, hier ist kaum Strategie gefragt sondern eher ein hoher Munitonsvorrat und Dauerfeuer. Wenn euch die vorhandene Feuerkraft noch nicht reicht habt ihr natürlich die Möglichkeit alle eure Waffen gegen Rohstoffe und ein kleines Endgeld beim ortsanssäsigen Waffenhändler zu verbessern. Die Rohstoffe sind überall in der Spielwelt verteilt oder als Loot von getöteten Gegnern zu bekommen. Nebem dem aufwerten der Waffen könnt ihr natürlich auch euren Charakter aufwerten. Für jeden getöteten Zombie, sowie für das abschliessen von Side- und Mainquests bekommt ihr Erfahrungspunkte. Für jeden Level den ihr aufsteigt erhaltet ihr Skillpunkte die ihr in allerlei Fahigkeiten wie z.B. Schnelleres Nachladen oder passive Boni wie das Tragen von mehreren Waffen investieren könnt. Alle Hauptcharaktere Teilen sich den Levelaufstieg und damit auch die von euch Freigeschalteten Fähigkeiten, dass bedeutet aber leider auch das sich die Protagonisten nicht sehr von einander Unterscheiden. Ausser einer speziellen Waffe pro Charakter, wie Ryujis Gatling Gun, oder Kazumas Sniper Rifle spielen sich alle genau gleich. Dead Souls wäre kein Yakuza Spiel wenn es nicht abseits der Hauptstory an Menge an Möglichkeiten gäbe euch die Zeit zu vertreiben. Natürlich sind alle gewohnten Aktivitäten wie, Baseball, Massasgesalon, Karaoke, Bowling, Tischtennis und vieles mehr dabei. Diese sind immer noch sehr gut umgesetzt und können einen sehr Lange unterhalten. Natürlich gibt es auch wieder eine Unmenge an Nebenquests welche erledigt werden wollen. Wenn ihr also auf Spielzeit Wert legt, könnt ihr hier nichts Falsch machen. Zwar ist die Hauptstory von Dead Souls mit knapp 10 Stunden Spielzeit die kürzeste der Reihe, dennoch könnt ihr gut und gerne 60 Stunden und mehr mit dem Spiel verbringen bevor ihr alles Gesehen habt.
Fazit:
Ich hatte meinen Spass mit dem Spiel, muss allerdings gestehen das ich mir das vermeindliche Ende der Yakuza Saga nicht so gewünscht habe, für mich passt die Zombie-Story einfach nicht in das Gesamtkonzept der Serie. Yakuza Dead Souls macht vieles richtig aber auch einiges falsch. Für Fans der Serie ist es zu sehr Shooter und eine zu große Veränderung im Storytelluing, für Shooter-Fans ist es zu schlampig programmiert. Dennoch bietet es für Zombiefans, die sich nicht am Japanischen Setting oder der Synchro stören, eine überraschend gute Story.
Wertung:
Story: 78%
Grafik: 70%
Sound: 61%
Gameplay: 54%
Gesamt: 66%