Bevor Trent Reznor sich von Interscope lossagt, erscheint noch ein Remix-Album. Im Gegensatz zu anderen Künstlern schleicht sich hier aber nicht das Gefühl ein, Trent Reznor bringt "nur" ein solches Werk heraus, um alte Verräge zu erfüllen, denn das Album ist - wie erwartet - hervorragend geworden, wenn es meines Erachtens auch nicht ganz so stark geworden ist wie frühere NIN-Remix-Alben a la "Things falling apart" oder "Fixed".
Dieses Mal hatten zum großen Teil andere Bands und Projekte und Solo-Künstler die Ehre, einen Song vom letzten Album "Year Zero" zu bearbeiten. Die Bandbreite der Remixe ist dabei sehr groß geworden: Saul Williams, der Produzent von "Year Zero", ist gleich zwei mal dabei, dann gibt es einen relativ poppigen ""The Beginning of the End" J-Type Overdrive Mix von Ladytron, die das Werk fast schon zu einem eigenen Song machen, "Another Version of the Truth" vom Kronos Quartet sticht als relativ schräg und nicht einfach konsumbierbar heraus (das Kronos Quartet ist unter anderem und vor allem bekannt für die Musik von dem genialen Film "Requiem for a dream") The-Faint bringen einen relativ fluffigen Remix von "Meet your master" dann gibt es eine vierzehnminüte Minimal-Version von "Me I`m not", bei der das Original zum großen Teil nicht mehr zu erkennen ist und nur zwischendurch mal kurz hervor schimmert - somit ist jeder Song auf dieser Scheibe sehr gut gemacht und interessant. Eigentlich würde ich dem Projekt 5 Punkte geben, aber es gefällt mir nicht ganz so gut wie die anderen NIN-Remix-Werke, weil diese sehr eigenständige Meilensteine sind, während ich bei dieser Platte (zum Teil!) das Gefühl habe, die Songs sind der momentanen Zeit etwas angepasst und könnten Staub ansetzen in den kommenden Jahren - aber abwarten.......würde gern 4 1/2 Punkte vergeben, aber das geht leider nicht..... :o)