Latexüberzug, Wollhülle oder aufblasbare Objekte gefällig? Dann nur hereinspaziert in die bizarren Einrichtungswelten der radikalsten zeitgenössischen Designer.
Xtreme Interiors erlaubt einen Einblick in 40 anregende und aufregende Raum-Modelle, in denen man wohnen, essen, schlafen oder baden kann. Wie schon beim erfolgreichen Vorgänger
Xtreme Houses geht es auch in diesem Werk um Vorausdenken, Aufrütteln, in Frage stellen.
Was ist es, das Inneneinrichtungen heutzutage so anders, so extrem macht? Farbe? Form? Wandbekleidung? Es ist die Summe vieler Dinge, die die von Courtenay Smith und Annette Ferrara nach persönlichen Vorlieben ausgesuchten Beispiele von anderen Einrichtungen unterscheidet. Durch das ansprechende Lay-out werden die durchweg farbigen Fotos dieses flexiblen Bildbandes (Format ca. 24 x 29cm) und die dazugehörigen Textpassagen so inszeniert, dass sich eine harmonische Einheit bildet. Der aufschlussreiche englischsprachige Text nähert sich den einzelnen Kunstwerken an, ohne dem Betrachter eine bestimmte Sichtweise aufzudrängen.
In vier Kapiteln werden Innenräume aus aller Welt vorgestellt. Monica Förster bläst eine weiße Nylonkonstruktion zur gemütlichen Wohnwolke auf. Die Koreanerin Seoungwon Won lässt mithilfe ihres Computers einen reißenden Bergbach durchs Schlafzimmer rauschen. Gregor Schneider setzt ständig etwas kleinere Wände, Türen und Fenster vor die Originale. Sein "Totes Haus Ur" befindet sich in stetem Wandel, den er mittels Videokamera festhält. Die notdürftig mit Werbeprospekten verkleideten Wohnräume eines Hauses im Armenviertel Südafrikas kontrastieren mit dem Big Brother House und der zum Hochsicherheitstrakt ausgebauten Villa eines amerikanischen Sicherheitsexperten.
Durch die außerordentlich spannende Auswahl, die die beiden Autorinnen getroffen haben, erhält der Betrachter sowohl Einblicke in schillernde Designerwelten als auch in die dunkleren Kehrseiten der modernen Gesellschaft. --Anne Hauschild
Aus der Amazon.de-Redaktion:
Für den praktisch begabten Heimwerker, der gerne selbst Hand anlegt, gibt es im Englischen eine einfache Abkürzung: Ein DIYer bezeichnet einen Menschen, der sich dem "Do it yourself" verschrieben hat und seine Träume selbst zusammenbastelt. Wie Xtreme Interiors nun zeigt, kann dabei fast alles verwendet werden, von der Glasflasche über Werbeprospekte, PVC und Wollstrickware bis zum kunstvoll geformten Beton.
Ganz im Stil seines Vorgängers Xtreme Houses stellt dieser reich bebilderte Band Innenräume von Behausungen aller Art vor. In vier Kapiteln findet sich unter verschiedenen Oberthemen allerhand Skurriles, Utopisches, Mobiles, Künstlerisches und Zweckmäßiges. Wie wäre es in einer Nasa-Raumkapsel schwerelos zu leben, sich im eigenen Wohnzimmer in einem aufblasbaren, weichen Nylonballon zu entspannen oder in einem himmelsgleichen, ganz in glänzendem Weiß gehaltenen Appartement in Paris zu wohnen?
Die Kuratorin und Lektorin Courtenay Smith und die Herausgeberin und Gründerin des Kunst-, Architektur- und Fashion-Magazins Ten by Ten Annette Ferrara stellen in diesem englischsprachigen Band insgesamt 40 Innenraumentwürfe von Individualisten, Designern, Architekten, Künstlern und Kollektiven vor, die die Grenzen des Bewohnbaren zu erweitern versuchen. Neben gebauten Räumen finden sich Entwürfe, Prototypen, Kunstobjekte und temporäre Lebensräume, wie etwa das erste Big Brother-Haus im niederländischen Hilversum von 1999.
Das Motto für jedes der vier Kapitel fungiert dabei als lose Klammer für die präsentierte bunte Vielfalt. So findet sich unter "Zusammenbau erforderlich" auch eine von Ikeas "Mach mehr aus deinem kleinen Wohnraum"Lösungen für die selbst gestellte Frage: "Wohnst du noch oder lebst du schon?" Xtreme Interiors zeigt, wie es auch anders geht! --Britta Müller