dass ich beim ersten Hören einer neuen CD (die ich mir nur gekauft habe, weil ich sie mir zufällig bei "Jupiter" (Name geändert) in die Augen fiel und ich wußte, das "Late" von Ben Folds eine Art Abschiedslied an Elliot nach dessem tragischen Tod war) so beeindruckt war. Elliots Stimme(n) wehten mir in Windstärke 10 entgegen und warfen mich zurück, nur um von den bezaubernden Harmonien und außergewöhnlichen Melodieführungen wieder aufgefangen zu werden. Momente des Glücks.
Dazu kommen noch die im Vergleich zu dem Vorgängeralbum "Either/Or" deutlich professionellere Produktion und die ausgefeilten Arrangements mit Orgel- und Streicherunterstützung, doch trotz allen musikalischen Anspruchs wirkt hier nichts konstruiert und aufgesetzt. Natürlich drängen sich bei manchen Songs Vergleiche zu den Beatles und insbesondere George Harrison auf, aber plumpes Adeptentum kann man Mr Smith nun wahrlich nicht vorwerfen, sein Songwriting ist in Bezug auf Melodien und Harmonisierung eigenständig genug.
Und wen es trösten mag: Vielleicht sitzen im Himmel Geroge und Elliot zusammen und schreiben die schönsten Lieder im Jenseits. Im Diesseits hat Elliot das schon mit dieser Platte geschafft.