Als ein begeisterter "Blindkäufer" von Galileo-Büchern habe ich mich ohne lange zu zögern für dieses Buch zu Xen entschieden, da ich speziell über Xen mehr wissen wollte und mit Hilfe des Buchs einen Xen-Server aufsetzen wollte. Über Virtualisierung im Allgemeinen und die Umsetzung mit anderer Software wusste ich schon etwas Bescheid.
Dieses Buch beginnt mit viel Hintergrundwissen zur Funktionsweise von Virtualisierung, technischem (Hardware-nahem) Wissen und schreitet nach langem "Vorspiel" zur Verwendung von Xen vor. Eine Live-CD mit vorkonfigurierten Xen-Distris liegt dem Buch bei und wird in einem kurzen Kapitel besprochen.
So weit hört sich der Inhalt ganz gut an, allerdings gibt es bei genauerer Betrachtung ein paar entscheidende Minuspunkte:
Das Buch strotzt nur so vor Rechtschreibfehlern, vergessenen Buchstaben und Platzhaltern für Seitenangaben. Das ist völlig inakzeptabel für ein Buch eines solchen Verlages und zu so einem Preis. 1 Stern Abzug.
Der Autor wiederholt sich dermaßen oft in seinen Aussagen, dass ich mich manchmal gefragt habe, ob ich in der Seite "verrutscht" bin, zu einem Kapitel, das ich bereits gelesen habe. Beispielsweise schreibt der Autor unzählige Male die erforderlichen Prozessoren für Xen. Einmal reicht. 1/2 Stern Abzug.
Des Weiteren ist die gut gemeinte Einführung und Vermittlung des Hintergrundwissens eindeutig zu umfangreich. Vieles davon will man gar nicht wissen, anderes braucht man nicht zu wissen. Das zieht sich aber durch gut die Hälfte des Buches. 1 Stern Abzug.
Als es dann endlich um die Installation und Konfiguration von Xen geht, denkt man, der Autor hat bemerkt, dass er keine Zeit oder keine Seiten mehr übrig hat. Vieles kommt dabei zu kurz, zumindest für meinen Geschmack. 1/2 Stern Abzug.
Alles in allem hatte ich das Gefühl, ein Buch über Virtualisierung am Beispiel von Xen gekauft zu haben, was der Titel des Buches aber nicht aussagt. Wünschenswert wäre gewesen, wenn der Autor mehr auf Xen im Speziellen eingegangen wäre, eventuell noch Unterschiede zu anderen Virtualisierern gezeigt hätte und sich nicht so oft wiederholen würde. Fast schon "Thema verfehlt".