Dieses Buch lohnt sich vor allem, wenn man gerne Manga liest oder Animes oder japanische Filme sieht. Nicht deswegen, weil das Buch nun ganz speziell auf diese Leser zugeschnitten wäre, sondern weil man auf vieles hingewiesen wird, dass man so selbst in den Medien beobachten kann. Aber auch so ist das Buch sehr gut, der Stil sympathisch und es werden viele aktuelle Themen angesprochen, die man in den Medien gerne mal aufschnappt, ohne sie zu verstehen.
Sicher, das Buch hat nur knapp 150 Seiten und dazu noch viele Bilder - hier wird Japan nicht bis ins kleinste Detail analysiert. Aber gerade wenn man sich für die japanische (Pop)Kultur interessiert, bekommt man hier einen guten Einblick, der seine Themen oft genug mit einem Augenzwinkern präsentiert. Und das sich so ein Buch nicht mit Standartwerken messen kann, dürfte klar sein - aber das ist auch nicht die Vorgabe von "Xcentric culture". Hier soll kurz, knapp und verständlich die japanische Kultur erklärt werden.
Dass dabei auch sehr viel auf den Alltag der Japaner eingegangen wird und viele Dinge erklärt werden, die man in eher fachlichen Büchern nicht erklärt bekommt, entschädigt dafür, dass komplexe Sachverhalte, zum Beispiel die gesellschaftlichen Hierarchien, eben nur gestreift werden können. Es reicht aber, um als Leser ein gewissen Gespür für die Verhältnisse zu entwickeln und auf Themen aufmerksam gemacht zu werden die man (so) noch nicht kannte.
Wer meint, schon alles über Japan zu wissen, der wird dieses Buch sicher nicht brauchen. Wer aber gerne etwas durch die japanische Kultur blättern möchte, der sollte sich "Xcentric Culture" zulegen. Es ist ein bunter, unterhaltsamer Trip durch die japanische (Pop)Kultur und ein kleines Bonbon für alle, die an Japan interessiert sind.