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Xanthippe und Sokrates: Ein Beitrag zu höherem historischem Klatsch
 
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Xanthippe und Sokrates: Ein Beitrag zu höherem historischem Klatsch [Taschenbuch]

Michael Weithmann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Michael W. Weithmann
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Kurzbeschreibung

»Xanthippe war ein böses Weib, haut Sokrates zum Zeitvertreib« –Mythos und Wahrheit über eine weithin bekannte Gestalt.

Der Vers aus einem Studentenlied der letzten Jahrhundertwende zeigt, wie dauerhaft Klatsch sein kann. Noch heute gilt die Frau des großen Philosophen als zänkisches Weib par excellence. Die einzige zeitgenössische Quelle für diese Diffarmierung geht auf den griechischen Geschichtsschreiber Xenophon zurück, demzufolge ein Diskussionsgegner des Sokrates Xanthippe die »Unverträgliche« genannt haben soll.

Doch schon in der antiken Literatur wurde eifrig am Xanthippe-Mythos gesponnen, und jede Epoche der Kulturgeschichte trug das Ihre bei – mit unterschiedlichem Tenor, wie Michael Weithmann nachweist. Seine historiographische Annäherung an die reale Xanthippe entwirft ein Bild der weiblichen Welt in der männerdominierten Gesellschaft der athenischen Demokratie sowie eine Vorstellung davon, wie das zwölfjährige Eheleben von Xanthippe und Sokrates ausgesehen haben kann.

Über den Autor

Michael Weithmann studierte Alte Geschichte, Geschichte Ost- und Südosteuropas, Byzantinistik und Politikwissenschaft. Seit 1982 ist er als Wissenschaftlicher Bibliothekar und Publizist tätig.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wer waren und wie lebten Sokrates und Xanthippe? Dies - und nicht etwa Klatsch über Xanthippe - ist die Ausgangsfrage von Michael Weithmanns bildendem und unterhaltendem Taschenbuch. Eingebettet in ein ausführliches Panorama des Lebens im sokratischen Athen, getrennt in männliche und weibliche Lebenssphären, rekonstruiert Weithmann die Biographien von Sokrates und Xanthippe. Anschließend wird das literarische Schicksal Xanthippes von der Antike bis in die Gegenwart skizziert. Das Besondere des Buches ist die Verbindung von klassischer Gelehrsamkeit und modernen gender studies. Dank der flüssigen Sprache, die jeden Jargon vermeidet, eignet sich das Buch für alle an Geschichte und/oder Geschlechterrollen Interessierten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unterhaltsam mit Brüchen 6. September 2005
Format:Taschenbuch
Die Griechische Antike ist nicht unbedingt eine leichte Kost, ganz abgesehen von philosophischen Texten. Doch dem Autor gelingt es hier gut, für den Leser einen Bezug zu diesen fernen Zeiten herzustellen und es gelingt ihm auch gut, die Eigenheiten der Griechischen Kultur herauszuarbeiten. Der Leser erhält einen guten Einblick in damaliges Denken und Leben, Politik und Alltag, und auch am Rande in Sokrates Philosophie und warum es zu seiner Verurteilung gekommen ist. Für jeden Interessierten trotz der "nur" vier Sterne zu empfehlen. Im Großen und Ganzen wird hier amüsanter Klatsch berichtet, wie vom Autor versprochen, der den eigenen Horizont angenehm erweitert. Einzige Wermutstropfen aus meiner Sicht: Der Aufbau des Buches ist teilweise verwirrend, da der Autor nicht das Leben Sokrates chronologisch entlanggeht, sondern jeweils verschiedene Aspekte des alt-griechischen Lebens beleuchtet und mit Sokrates Leben verknüpft. So gibt es z.B. ein Kapitel über die Politik, eines über die Sexualität etc. Durch diesen Aufbau kommt es immer wieder zu weiten Rückgriffen, Sokrates Leben wird vielfach durchlaufen, und gelegentlich ging mir dadurch der Überblick und der Zusammenhang zwischen den Kapiteln verloren. Das zweite, was ich schade fand, war der Umgang mit den historischen Quellen. Der Umfang der angegebenen Quellen im Anhang ist phänomenal. Und der Autor belegt alles, was er schreibt, sehr gut. Mein Kritikpunkt: Ganz zu recht weist der Autor mehrfach darauf hin, dass die Aussagen der Quellen immer nur eingeschränkt zur Unterstützung bestimmter Thesen verwendet werden können und man bei den Interpretationen sehr vorsichtig sein muss. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, genau das, was er vorher für nicht wissenschaftlich korrekt erklärt hat, zu tun: er benutzt Quellen als Beleg für seine Thesen, wo diese Quellen ebenso ganz anders interpretiert werden könnten und lässt den Leser mit seinen Fragen und Zweifeln diesbezüglich alleine.
Sieht man darüber hinweg, ist das Buch ein amüsanter Zeitvertreib, doch für einen Schein im Philosophie- oder Geschichtsseminar müssen einige Kapitel und Argumentationen des Autors sehr kritisch gelesen werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Selten, dass historische Fakten, Hintergründe des damaligen täglichen und intimen Lebens auf so eine amüsante und gut leserliche Weise aufbereitet werden. Jeder, der sich ein bischen für das Leben im alten Griechenland interessiert, sollte sich dieses Buch als angenehme Abendlektüre zu Gemüte führen.
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