Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfühlsamer Film über ein Tabuthema, 2. März 2009
Der Film beschäftigt sich mit der Thematik von Zweigeschlechtlichkeit und der sexuellen Orientierung. Der oder die junge Alex lebt mit Ihren Eltern in einer abgelegenen Küstenregion in Uruguay. Während der Pubertät merkt Alex, daß sie anders ist als die anderen,... hat aber damit weniger Probleme als ihr gesamtes Umfeld. Die Schauspielerische Leistung der Alex ist hervorragend. Der Film gibt Anlass zum Nachdenken über die Bestimmung der Geschlechtlichkeit.Ein unbedingt sehenswerter Film.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
XXY - Das dritte Geschlecht, 21. Juli 2009
Junge oder Mädchen? Mit dieser Frage werden werdende und neue Eltern andauernd konfrontiert. Manche Eltern kann diese Frage mächtig in Verlegenheit bringen, wenn ihr Baby intersexuell ist, wenn es also genetische Merkmale und Organe beider Geschlechter aufweist und somit nicht eindeutig als weiblich oder männlich einzuordnen ist.
Der argentinische Film XXY thematisiert eine solche Situation. Die Mutter befürwortet eine Operation. Der Vater dagegen sieht Alex bei der Geburt als perfekt an und überzeugt seine Frau, vorerst von einer Operation abzusehen. Dafür zieht die Familie in ein abgelegenes Haus am Meer. Der Vater arbeitet als Meeresbiologe und rettet Riesenschildkröten.
Alex wächst als Mädchen auf, ist jetzt 15 Jahre alt und unterbricht die Hormonbehandlung. Die Tabletten, die die Weiblichkeit fördern und die Männlichkeit unterdrücken sollen, fliegen Tag für Tag, wie ein Ritual, aus dem Fenster. Alex ist ein intelligenter junger Mensch, doch durch die Unterdrückung dieser Andersartigkeit verstört. Der Druck kommt von der Gesellschaft, die eine Festlegung auf weiblich oder männlich einfordert sie kennt nichts anderes. Dieser Druck wird unvermeidlich von den Eltern an ihr Kind weitergegeben.
Als der Wunsch nach sexuellen Erfahrungen erwacht, kann und will Alex diese Neugier und diesen Drang nicht zurückhalten. Der beste Freund wird eingeweiht. Daraus resultiert eine Schlägerei.
Die Mutter leidet unter dem gesellschaftlichen Druck und will, dass ihr Kind operiert wird. Daraufhin lädt sie eine Freundin aus früheren Zeiten mit Sohn und Mann einem Schönheitschirurgen ein. Der Aufenthalt dieser Familie treibt die Weiterentwicklung schnell voran. So lieb sie es auch meinen, vertreten sie die üblichen Ansichten, wovor die Eltern von Alex viele Jahre zuvor geflohen sind. Durch verschiedene Konflikte, ein dramatisches Ereignis und eine überraschende Liebesgeschichte kommt das früher klein gehaltene Thema unübersehbar an die Oberfläche. Die Beteiligten können einer tiefen und offenen Auseinandersetzung mit dem Thema nicht mehr ausweichen.
Die Regisseurin Lucía Puenzo hat den Mut, das totgeschwiegene Thema Intersexualität aufzugreifen. Auf einfühlsame, bewegende und ästhetisch gut gelungene Art und Weise macht sie auf die gesellschaftlichen Zwänge aufmerksam, in denen die Menschen verstrickt sind, sowie generell auf die Probleme, die bei Andersartigkeit entstehen. Sie verzichtet dabei auf voyeuristische Mittel. Durch den langsamen Bilderwechsel und die vielen Portraits kommt der Film mit wenigen und kurzen Gesprächen aus. Die karge Küstenlandschaft ist dazu passend gewählt. Der Film wurde von der Gemeinschaft der Intersexuellen dankbar aufgenommen, wenn auch nicht alles wissenschaftlich korrekt dargestellt wurde. Alex kann nämlich eindeutig nicht die Diagnose XXY haben, wie der Filmtitel suggeriert, da die Menschen bei dieser Variante von Intersexualität bei Geburt eindeutig männliche Geschlechtsorgane aufweisen.
Die Problematik lässt sich gedanklich wunderbar auf andere Bereiche übertragen, denn Abweichungen von der Norm gibt es überall. Gerade in der Erziehung und der Beschulung, um den Schwerpunkt des unerzogen Magazins aufzugreifen, wird klassischerweise nach bestimmten Schemen gehandelt und gedacht, die nur bedingt Individualität zulassen. Dies kann zu großen Schäden führen. Dem Zuschauer wird dieses Schubladendenken deutlich vor Augen geführt und er kann entdecken, dass es weit mehr als die üblichen Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten gibt.
XXY wurde zum Teil in Uruguay gedreht und entstand mit Unterstützung verschiedener Kultur- und Umweltschutzinstitutionen, weshalb die Rettung von Riesenschildkröten nicht nur am Rande erwähnt wird, sondern so herausgearbeitet ist, dass der Zuschauer einen guten Einblick in diese Tätigkeit erhält. Der Film wurde 2007 uraufgeführt und ist in Deutschland seit Ende Juni 2008 im Kino zu sehen. (Eva Formaggio)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mann oder Frau oder beides zugleich, 4. September 2009
Alex ist sowohl Junge als auch Mädchen, oder irgendetwas dazwischen. Nun möchte sie/er ihre/seine ersten sexuellen Erfahrungen mit 15 Jahren machen. Sie/er und ihre/seine Eltern erhalten Besuch von einer langjährigen Freundin der Mutter. Deren Mann ist Chirurg. Was soll da vorbereitet werden?! Alexs Interesse richtet sich aber vorrangig auf Alvaro den 16jährigen Sohn dieses Paares. Ihn wählt sie/er aus. Doch das erste Stelldichein ist für Alvaro mit Überraschungen verbunden, denen er gar nicht abgeneigt erscheint....
Dieser Film hat mich rundherum überzeugt. Ein packende Geschichte über ein menschliches Schicksal, wie es gerne totgeschwiegen wird. Inés Efron in der Rolle der/des Alex liefert eine Meisterleistung ab. Alex setzt sich gegenüber aller Schwierigkeiten und Widerstände durch und geht einen ganz eigenen Weg, welche ihren/seine sexuelle Identität nicht verleugnet.
Absolut sehenswert!
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