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3.0 von 5 Sternen
XBOX - TAITO LEGENDS 2 : METAL BLACK (Einzeltest),
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Taito Legends 2 (Videospiel)
Taito veröffentlicht mit TAITO LEGENDS 2 die bislang umfangreichste, qualitativ beste und abwechslungsreichste Retrosammlung, die derzeit auf dem deutschen Markt erhältlich ist. Dabei beschränkt sich die aus 39 (!) vollwertigen Spielen bestehende Kollektion nicht nur auf die Frühzeit der Videospiele, sondern umfasst ein genreübergreifendes Spektrum, welches im Jahre 1979 beginnt und bis ins Jahr 1998 hineinreicht.METAL BLACK Ein besonders gelungenes ShootemUp in der Kollektion (neben den DARIUS-Teilen und RAYSTORM; siehe PlayStation2-Rezensionen) ist der Nachfolger von GUN FRONTIER. Sein Name: METAL BLACK. Der Horizontalscroller stammt aus dem Jahre 1991 und erinnert nicht von ungefähr an DARIUS. Während Taitos hauseigene Erfolgsserie außerirdische Meeresbewohner zum Feind hat, gegen welche sich die Bewohner des Planeten Darius tapfer zur Wehr setzen, spielt METAL BLACK nicht nur in unserem Universum, sondern schickt einen einsamen Piloten in den Kampf gegen gigantische Alien-Insekten. Allerdings gibt es auch ein paar schuppige Gastauftritte... STAGE 1: DOWN TO EARTH Nach dem gelungenen Vorspann, der eine äußerst umfangreiche Vorgeschichte präsentiert, überrascht das erste Level mit ein paar eigenwilligen Stilmitteln. Ein postapokalyptisches Schlachtfeld auf der Erde, melancholische Musik, begleitet von episodenhaften Einblendungen der Stage- und Musiktitel, dazu ein einmaliges PowerUp-System. Letzteres wird durch das Einsammeln diverser Partikel gespeist, die ihrerseits eine Energieleiste aufladen. Je nach Ladezustand verändert sich die Waffenstärke. Auf Knopfdruck kann die gesamte Energie in einem mehrfach wirksamen Superschuss entlanden werden. Ein taktisch ausgeklügeltes System! Interessant ist auch, dass der Energiestand selbst nach dem Ableben erhalten bleibt - zumindest bis zum Gebrauch eines Continues (nach jeweils 4 verbrauchten Leben). Der erste Endgegner macht im Übrigen ebenfalls von den Energiepartikeln gebrauch und präsentiert seinerseits mehrere Superschüsse. STAGE 2: CRY FOR THE MOON Nachdem das Raumschiff den Erdorbit verlassen hat erscheint der Mond am Horizont. Allerdings entpuppt sich dieser am Ende als gigantisches Riesenei, aus welchem über dem echten Mond der zweite Endgegner schlüpft. Auch dieser imitiert den Superangriff des eigenen Raumers. STAGE 3 - 5 Ab Level 3 zieht der Schwierigkeitsgrad merklich an. Ein Grund warum METAL BLACK seinerzeit wohl nicht mit Genregrößen wie GRADIUS oder R-TYPE mithalten konnte sind die zahlreichen, äußerst unfairen Gegnerformationen und Angriffstaktiken. Auch die bockschweren Endgegner dürften den einen oder anderen Automatenzocker in den Wahnsinn getrieben und das Spiel bestenfalls in ein unfreiwilliges Münzengrab verwandelt haben. METAL BLACK leidet zudem des öfteren unter heftigen Slowdowns, die das Spielgeschehen bereits beim Auftauchen weniger Gegner drastisch verlangsamen. Außerdem bereitet die an sich schicke 2D-Optik nicht selten Übersichtsprobleme, da passierbare Objekte (z.B. Tentakeln von Endgegnern, deren Berührung vergleichbaren Spielen grundsätzlich tödlich ist) von unpassierbaren (z.B. dekorativer Weltraumschrott) nicht zu unterscheiden sind. Als Programmierer müsst man sich da eigentlich schon fragen, ob der Spieler die letzten Stages, die in der Regel besonders opulent ausfallen und aufwändig erstellt wurden, nicht zu Gesicht bekommen soll? Die Pixelkünstler von Irem (R-TYPE-Serie, ab 1987) haben es zum Beispiel verstanden ein schweres, jedoch stets faires und vor allem übersichtliches Levelkonzept auf die Beine zu stellen. Eine Hommage an die Konkurrenten gibt es übrigens auch: Der Endgegner von Level 4 -Crystalize- entpuppt sich als gigantisches Raumschiff (R-TYPE lässt grüßen!), in welchem sich ein Riesengehirn verbirgt (Hallo GRADIUS!), dass verhältnismäßig leicht zu besiegen ist. DAS ENDE: A MIRROR OF MIND Wie anno dazumal üblich endeten Shoot´em Ups nach fünf, oder wie im Fall von METAL BLACK nach sechs Abschnitten. Der Kampf gegen den Obermotz der Endbosse (Ist es ein Fisch oder ein Insekt?) entpuppt sich -wie zu erwarten war- als langwierig und schwer. Optisch imposant in Szene gesetzt tauchen zudem nach und nach verschiedene Hintergrundbilder auf, die zu heftigen Spekulationen in Bezug auf deren Aussage einladen. Es werden Urmenschen auf der Jagd gezeigt, aber auch Soldaten auf dem Schlachtfeld eines irdischen Krieges. Das Finale zeigt den Piloten des Raumschiffes in Embryonalstellung und lässt die Sonne über einem Ozean aufgehen. War alles nur ein Traum? Ist das die Geburtsstunden neuen Lebens? Ähnlich wie die Schlussszene von Stanley Kubricks Kino-Meisterwerk 2001 - ODYSSEE IM WELTRAUM (1969) überlässt METAL BLACK den Spieler einfach seiner Fantasie und schließt so den Kreis. FAZIT METAL BLACK bietet viele innovative Ideen und ist es auch Wert gespielt zu werden. Die Emulation ist gelungen, die Geschwindigkeitseinbrücke zumindest authentisch. Als Retro-Klassiker der zweiten TAITO-Kollektion kann METAL BLACK zwar nicht mit den ganz großen Genrekollegen mithalten, als unterhaltsamer Pausenfüller taugt das Spiel jedoch allemal. Der enorme Schwierigkeitsgrad kann wie bei allen Spielen der TAITO LEGENDS 2 separat reguliert werden. Auch der Vorrat an Continues lässt sich immer wieder per virtuellem Münzenwurf erweitern, sodass auch Anfänger und Ungeduldige in den Genuss des Abspanns kommen können. Alternativ empfehlen sich die Shooter DARIUS G und DARIUS GAIDEN, die sich ebenfalls auf der Scheibe befinden. Auch GUN FRONTIER 1 ist mit dabei! Liebhaber harter Ballerkost können zusätzlich nach R-TYPES (PlayStation 1, 1999) oder GRADIUS III bis V (PlayStation 2, 2000 / 2005) Ausschau halten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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