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XOXO
 
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XOXO

Casper Audio CD
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Abbildung von Casper

Biografie

Geboren wird Casper 1982 als Benjamin Griffey in der nordrhein-westfälischen Einöde. Genaugenommen in Bösingfeld. Ein Fleckchen in Ostwestfalen — zu groß für ein Dorf, zu klein für eine Stadt. Weil es dort außer stillgelegten Firmen nicht viel gibt, zieht die Familie bald nach Georgia in den USA. Das Geld ist knapp, reicht gerade mal für eine Bleibe im Trailerpark. Und kaum dort angekommen,… Lesen Sie mehr im Casper-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (8. Juli 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Four Music (Sony Music)
  • ASIN: B005A55P7I
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (128 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 143 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Der Druck Steigt (Die Vergessenen Pt. 1)
2. Blut sehen (Die Vergessenen Pt. 2)
3. Auf und davon
4. XOXO (feat. Thees Uhlmann)
5. Michael X
6. Alaska
7. Das Grizzly Lied
8. So perfekt (feat. Marteria)
9. Die letzte Gang der Stadt
10. 230409
11. Lilablau
12. Arlen Griffey (Prelude)
13. Kontrolle/Schlaf

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Casper weiß: nichts setzt so viel Kraft frei, wie zielsicher einen Nerv zu treffen. Es gelingt ihm auf XOXO scheinbar mühelos, unmittelbar Privates in großes Storytelling zu übersetzen und dabei gleichzeitig eine spür-, aber kaum greifbare kollektive Gemütslage einzufangen. Dieses Album ist beides, das Selbstportrait eines Künstlers, der tatsächlich etwas zu sagen hat und das Manifest einer Generation, die irgendwo zwischen Reizüberflutung, Scheinfreiheit und Selbstverwirklichungsdruck nach Halt sucht. Man muss froh sein, wenn unter den gegenwärtigen deutschen Künstlern jemand eine dieser beiden Übungen meistert. Casper muss man zu seiner sich selbst und seine Lebensrealität spiegelnden Sprache einfach nur gratulieren.
Es ist eine Sprache, die keine Angst vor den großen Themen hat, die Sinnsuche anspricht, Liebe, wie sich Liebe ins Gegenteil verkehrt, das Erwachsenwerden, Leben. Es ist auch eine Sprache, die für die großen Themen die passenden Bilder findet. Die nicht abgegriffenen und vor allem diejenigen, die den Platz zwischen den Zeilen so effektiv ausfüllen, dass die Wirkung des Gesagten enorm ist, die des Nichtgesagten aber geradezu explosiv. Es gibt derzeit keinen feinfühliger, leidenschaftlicher, keinen brillanter schreibenden und performenden Rapper in Deutschland.
Und es gibt kein anderes Album, das seine Sprache so kongenial im Sound weiter führt. Das, was sich hier abspielt, sind schon lange keine Beats mehr, es sind Kompositionen, mitunter sogar orchestrale Arrangements und fein gezeichnete Soundfresken. Es steckt hörbar viel Studioarbeit in diesen Aufnahmen. Man könnte wetten, dass es möglich sein wird, auch nach dem hundertsten Hören noch neue Details aus diesen Texturen herauszuhören. Hier materialisiert sich auf spektakuläre Weise, was Casper eigentlich immer ausgemacht hat: die Genre-Überschreitung, die stilistische Ausdehnung. Und auch der Bandbetrieb, der in den letzten Monaten bereits auf der Bühne zum Laufen kam. Hier wird durch Postrock hindurch gecuttet, hier wird an einer Stelle Zeitgeist gesamplet und an der nächsten neuer Zeitgeist definiert, hier wird in Harmonien geschwelgt und in Piano-Arrangements ein junges, brennendes und niemals peinlich berührendes Pathos eingerahmt.

"Echowand, Coldplay-Piano und Kings-Of-Leon-Gitarre: Was auf einer Indierock-Platte hundertfach zu Viel des Guten wäre, schenkt diesem Rap-Album eine geradezu berückende Menschlichkeit."
Rolling Stone

"Sein musikalisches Wandern zwischen Depression und Hoffnung ist ein schonungsloses Selbstporträt, das aufrichtig daherkommt und durch eine Perfektion berührt, die sich weit entfernt von konstruierter Trendforscher-Emotionalität und Leonardo-Gläser-Ästhetik bewegt."
Intro

"XOXO unternimmt den waghalsigen Versuch, all seine Einflüsse von Chung bis Hamburger Schule unter einen Hut zu bringen - und meistert diesen Genre-Eiertanz über weite Strecken bravourös."
Spex

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258 von 273 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ich liege lachend in den Trümmern und fühle mich frei., 12. Juli 2011
Seltsam. Nun sitze ich da, dienstagmorgens und schreibe eine Rezension über ein Album, das den deutschen Hip Hop verändern soll. Dabei höre ich gar keinen Hip Hop und habe keine Ahnung, inwiefern es den Hip Hop in diesem Land verändern soll. Aber irgendwie komme ich nicht drum herum.

Casper mit XoXo - ein Album, das im Vorhinein dermaßen gehypt wurde, dass man gar nicht drum herum konnte, es sich anzuhören. Man wurde so neugierig gemacht und angefixt, dass man keine Chance hatte, dem ganzen keine Chance zu geben. Egal, welche Musik man vorher gehört hat.

Ich höre im Normalfall keinen Hip Hop. Ganz im Gegenteil, ich komme eigentlich aus dem Punk und orientiere mich eher in Richtung Hardcore. Trotz allem war die Medienpräsenz des Caspers in letzer Zeit dermaßen groß, dass ich, vor allem als Fan von deutscher Lyrik und guten, intelligenten deutschen Texten in der Musik es mir nicht verkneifen konnte, "XoXo" eine Chance zu geben. Auch wenn ich im Vorhinein von "Der Druck steigt/Blut sehen" nur mäßig angetan war, ist in der vergangenen Woche mit "So Perfekt" der Knoten bei mir geplatzt. Diese "Explosions in the sky" Beats über die er da rappt. Thees Uhlmann bezeichnet "Michael X" als das beste Lied das je geschrieben wurde und widmet dem Titeltrack vielleicht den besten Refrain, der je in einem Hip Hop Lied benutzt wurde, falls ich als Laie soweit gehen darf. Die VISIONS bezeichnet den guten Mann im Vorhinein schon als Rettung des deutschen Hip Hop. Mensch, da kann man doch nicht anders. Casper. Casper. Casper. Ich bin Fan.

Deutscher Hip Hop ist ja für den Unwissenden so ein Genre, das von vielen Vorurteilen geprägt und belastet ist. Da denkt man erst an prollige Sido und Bushido Verschnitte, die über Hurensöhne und Motherfucker, Mercedes und die Straße und Drogen und Gangbang rappen. Und dann kommt dieser Casper daher, mit einer Reibeisenstimme, die so manchen gestandenen Hardcore Sänger in die Knie zwingen dürfte und befreit einen von all den Klischees und lädt ein in die leicht deprimierende aber irgendwie aufbauende Welt von "XoXo".

XoXo ist eine persönliche Platte. Sie ist verletzlich und aggressiv. Sie provoziert und regt zum Nachdenken an. Sie lässt den Druck steigen. Und sie überzeugt - Hype hin oder her. Benjamin Griffey, "der Casper der rappt" mit Hardcore Background, holt auf XoXo aus zum Schlag auf Herz und Hirn. Dabei könnte XoXo ohne Weiteres peinlich wirken, wenn über die eigene Vergangenheit mit dem Vater, über den Selbstmord eines Freundes oder eine missglückte Affäre geschrieben wird. Das tut es aber nicht, da die Texte dermaßen clever und ansprechend verpackt werden, dass man sie sich alle auf den Rücken tätowieren und sie fortan mit erhobenem Haupt durch die Welt tragen sollte. Dazu diese Stimme, die nichts peinlich wirken lässt. Nach mehrfachen Durchhören kann ich dazu sagen, dass es auf XoXo keinen Track gibt, den man wirklich skippen möchte. Auch wenn ich von "Der Druckt steigt/Blut sehen" erst nicht so angetan war, aber vielleicht liegt es einfach daran, dass ich nun mal nicht aus dem Hip Hop komme. Mittlerweile freue ich mich über jedes Lied und wundere mich jedes Mal, wie schnell die Platte wieder durchgelaufen ist.

Die Platte ist dieser eine Aufschrei der "Generation Gott ist tot", die in 48 Minuten einfach alles auf den Punkt bringt, was uns derzeit beschäftigt. Sie ist zutiefst ehrlich und nie aufgesetzt. Casper gelingt damit ein Kunststück, das so natürlich daher kommt, dass es schon beinahe weh tut. Vielleicht haben das schon viele vor ihm versucht. Falls ja, dann ist es mir nie aufgefallen. Ich weiß nichts von Hip Hop, aber ich weiß nun, dass ich Casper kenne. Und ich glaube das reicht mir.

Auf XoXo wird Casper von seiner alten Hardcore Band "Not Now Not Ever" begleitet, die die einzelnen Songs mit Beats und Melodien versorgt, die für mich die perfekte Brücke zwischen Rock, Hardcore und Rap bzw. Hip Hop schlagen. Ich fühle mich vollends wohl und aufgehoben in dieser Musik. Verstanden und respektiert. Als hätte diese Platte ein Stück Wahrheit in ihrem Kern gespeichert, nach dem wir alle suchen. Egal wie deprimierend vieles auf den ersten Hördurchgang wirkt: Scheiße nochmal, das hier spendet Hoffnung.

Aber nicht nur musikalisch wird hier eine Brücke geschlagen. Casper schafft es mühelos, Kurt Cobain, Bon Scott, TuPac und Ian Curtis rein lyrisch in einen Einklang zu bringen. Tomtes Thees Uhlmann darf den mitreißenden Refrain des Titeltracks singen. Und nebenbei zitiert er wie selbstverständlich Bands wie Jawbreaker oder sogar die deutschen Turbostaat. In diesem Moment blende ich jegliche Deutschrap Klischees von Riesengliedern und Endgegnern aus und verneige mich vor dem Künstler Casper.

XoXo ist eine Abschiedsfloskel und steht für "Hugs and Kisses". Ich kenne Caspers vorherige Discographie nur flüchtig, aber das Album klingt, als sei es ein Abgesang an frühere Zeiten, an die Unbeschwertheit der Jugend. Ein letzter Blick nach hinten, um in der Zeit dazwischen nach vorn zu schauen. "Wir liegen lachend in den Trümmern und fühlen uns frei". Diese eine Zeile klingt, als würde man seine ganze Vergangenheit mit all ihren Sorgen zerschlagen, um sich kurz frei zu fühlen und dann nach vorn zu blicken. In eine neue Zeit, in der alles "So Perfekt" sein kann, wenn man es endlich einmal zulässt.

Casper schafft mit diesem Album für mich den Soundtrack einer Generation, die in der heutigen Zeit die Orientierung verliert. Es geht ums Kämpfen, ums Aufstehen; darum, nicht Umzufallen. Es geht um Rebellion, es geht um Depression und Hoffnung. "Depression war nie tragbar aber steht uns so gut". Ich bin 19 und kenne dieses Gefühl und bin mir sicher, dass ich damit nicht allein bin. Und wenn man all den Mist der Welt in sich hereinfrisst, dann hält man trotzdem kurz inne. Atmet kurz ein und schaut sich um in all den Trümmern, die man um sich herum sieht. Und dann wird es einem klar, auch wenn die Welt heutzutage noch so kalt wirkt: "Alles wird perfekt." Egal wie "kuntergraudunkelbunt" alles wirkt: "Wir liegen lachend in den Trümmern und fühlen uns frei."

Ich dachte 2011 sei das Jahr des Hardcores und des Punks. Bei Veröffentlichungen von Bands wie "Defeater", "Touché Amoré" oder "Atlas Losing Grip" muss ich als eingefleischter Fan passen. Casper kommt mit XoXo daher und hinterlässt einen Klang im Ohr und einen Geschmack im Mund, der dich eines Besseren belehrt. Wie bereits erwähnt, XoXo schlägt eine Brücke.

2011 sind wir keine Punks und Hardcore Kids mehr.
Wir sind keine Rapper, Gangster oder Raver.

2011 sind wir alle Casper Fans - und irgendwie mag ich den Gedanken.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen So Perfekt..., 13. September 2011
Rezension bezieht sich auf: XOXO (Audio CD)
Das zweite Album von Casper. Zum Glück hat er das Versprechen vom ersten Album nicht wahr gemacht: "Erst wenn MTV wieder Musik spielt." So lange hätte ich auch nicht warten wollen.
Zum Album an sich: Intelligent, durchdacht, reflektiert. Eine Reise durch den Künstler Casper und den Menschen Benjamin. Durch seine Vergangenheit, seine Zukunft, durch die Höhen und Tiefen eines außergewöhnlichen Lebens. Technisch anspruchsvoll, ein Bass zum davonfliegen, musikalisch stimmig. Mit irre viel Gefühl in der Stimme auf "Michael X" und ebenso viel Hass und Frust auf "Blut sehen".
Ich freu mich aufs nächste Konzert, wenn ich diesen Ausnahmekünstler wieder auf der Bühne herumspringen sehen darf.

Spiel's nochmal, Cas.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Depression war nie tragbar, doch steht uns so gut..., 7. Januar 2012
Was soll man über einen Künstler sagen, der einem direkt aus der Seele spricht? Der das, was einen schon immer beschäftigt und was ein ganzes Menschenleben ausmachen kann, in Textform bringt, in Reime verpackt, in Poesie gewandet? Vielleicht, dass er eine sehr markante, eindringliche Stimme hat, die die Melancholie mit einer gewissen Portion Agression vermischt.
Dass er in der Rap-Szene als Emo-Rapper abgetan wird, ist ja generell kein Negativ-Kriterium. Ganz im Gegenteil. Wer hört denn diesen ganzen Black-Music Mist, der mal dem HipHop entsprang, natürlich vor Kommerz und Tanzflächen-Akquise? Das was Casper rappt, könnte man am ehesten in die Schublade Concious stecken; und würde ihm damit nicht gerecht werden.
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