Hinweis: Die folgende Rezension bezieht sich auf das Notebook Asus X93SV-YZ225V:
Ausstattung:
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Beinahe perfekt ausgestattetes Notebook mit folgenden Einschränkungen, welche jeder für sich selbst bewerten muss:
- Geringe Auflösung der eingebauten Webcam (0,3 MegaPixel)
- Full-HD-Display, jedoch ohne BluRay-Player. Diese Kombination kann lästig sein, sofern man das Notebook auch für Video-Wiedergabe nutzen möchte. Hinweis: Ein solches Asus-Notebook inkl. BluRay-Player gibt es bereits für ein "wenig mehr" im Internet zu kaufen und heißt dann Asus X93SV-YZ235V. Wer möchte, kann Google konsultieren ... Auf Amazon habe ich es (noch) nicht gefunden.
- Bluetooth nur in einigen der Geräte aus der X93SV-Serie vorhanden. Sofern mit dem Handy via Bluetooth synchronisiert werden soll ist dies ggf. eine Einschränkung bzw. es muss ein USB-Kabel oder ein zusätzlicher Bluetooth-USB-Dongle verwendet werden
- Info: Mittlerweile gibt es eine Notebook-Serie mit der Bezeichnung Asus X93SM anstelle X93SV mit einer etwas aktuelleren Grafikkarte nVidia GeForce 630M. Sie ist in Bezug auf die Leistung ebenso im unteren Mittelklassebereich angesiedelt und praktisch baugleich mit der GeForce GT 540M aus der vorherigen Generation.
Pro:
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1. Display:
Das Display hat eine - für diese Preisliga - gute und ansprechende Qualität und Größe. Der Kontrast und die Helligkeit sind meines Erachtens als "gut" einzustufen, eine gewisse Blickwinkelabhängigkeit ist vorhanden, aber als einzelne Person vor dem Laptop nicht störend.
2. Maximaler Speicherausbau:
Bis 16GB RAM in 4 Slots (Achtung: Nur bei Notebooks mit i7 QuadCore möglich, siehe Spezifikation Asus K93SV!). Zwei der Slots sind jedoch direkt unter der Tastatur. Bei Interesse einfach den folgeden Link eingeben: "lars.werner.no/?p=782". Mittlerweile habe ich im Internet sogar Angebote des X93SV angetroffen, welche mit 32GB RAM ausgestattet sind. Ggf. ist also noch mehr möglich als Asus selbst angibt (ohne Gewähr!). Dies kann für Personen interessant sein, welche gerne mit mehreren virtuellen Systemen a la VMWare oder VirtualBox, etc. "spielen".
3. Preis/Leistung:
Die Leistung des Systems ist - bezogen auf den sehr niedrigen Preis von 779.- Euro - schon fast phänomenal.
Neutral:
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1. Die Qualität des Gehäuses:
Die Scharniere des Bildschirms erscheinen trotz der gigantischen Display-Größe als haltbar und stabil.
Der Body des Notebooks incl. Handballenauflage und Touchpad sind aus einem nicht sehr dickem Kunststoff gefertigt und klingen daher etwas "hohl". Das ist an sich nicht tragisch, jedoch werden Geräusche aus der zweiten (2,5"-) Festplatten-Bay dadurch recht laut und resonierend nach außen gegeben. Die primäre Festplattenhalterung (kombinierte 3,5"/2,5"-Halterung mit eingebauter 2,5"-Platte von Western Digital Scorpio Blue WD7500BPVT beim 1. Gerät bzw. Seagate Momentus 5400.7 ST9750423AS beim 2. Gerät) ist hingegen deutlich besser gelagert und gedämpft, so dass hier nur sehr wenig Geräusche und Vibrationen abgegeben werden.
Hinweis: Beim identischen Notebook meines Bekannten aus einem großen Elektronik-Fachmarkt mit der Bezeichnung A93SV-YZ225V ist an der Innenseite der Abdeckung der sekundären Festplatte noch Schaumstoff angebracht, um die Festplatte besser zu fixieren und gleichzeitig vom Gehäuse zu entkoppeln. Dies fehlte interessanterweise "meinen" beiden X93SV-Geräten! Die sekundäre Festplatte ist hierdurch nur unzureichend im Gehäuse fixiert. Ich habe den Versuch gemacht und wurde bestätigt: Schüttelt man das Notebook leicht(!) (NUR IM AUSGESCHALTETEN ZUSTAND BITTE! :-), so klappert die 2. Festplatte in der sekundären SATA-Bay. Für mich ein absolutes No-Go. Hier sollte man sich also selbst Schaumstoff reinlegen (jedoch nicht zuviel wegen Abwärme der HDD über die Lüftungsschlitze!)
Die Handballenauflage wird nie in irgendeiner Art und Weise zu warm. Daher ist das Notebook gut für längeres Arbeiten mit der original-Tastatur geeignet, welche ich persönlich als "gut" bezeichnen würde. Die Haptik und das Ansprechen einer solch flachen Tastatur ist vielleicht nicht jedermanns Sache und eine Frage der Gewöhnung. Ich konnte aber recht gut damit schreiben, wenn nicht das Touchpad bei (ungewollter, zufälliger) Berührung immer den Cursor durch die Weltgeschichte geschickt hätte (siehe Contra).
Contra:
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1. Qualitätskontrolle Asus:
Bei Anlieferung des ersten Gerätes fiel mir aus der Notebook-Verpackung erst einmal ein Mini-Kunstoff-clip entgegen. Wie sich später herausstellte, gehörte dieser zu der unteren Gehäuseabdeckung für die primäre Festplatte und wurde daher wohl bereits beim Zusammenbauen abgebrochen. Auch war die glänzende Tastaturumrahmung nicht in den Body des Notebooks eingerastet, sondern musste direkt nach dem Auspacken erst einmal mit einem hörbar einrastenden Geräusch in den Body hineingedrückt werden. Das fördert natürlich nicht gerade die "Liebe auf den ersten Blick" und lässt Rückschlüsse auf eine ungenügende Qualitätskontrolle bei Asus zu. Dies kann auch kein "Transportschaden" gewesen sein, da das Display die Tastatur beim Transport zwangsläufig abdeckt und somit schützt.
Beim zweiten (Austausch-)Gerät hatte der SATA-Anschluss der sekundären Festplatte einen Wackelkontakt, d.h. die Festplatten am zweiten SATA-Anschluss (mehrere ausprobiert) wurden nur sporadisch vom System (BIOS) erkannt bzw. verloren im laufenden Betrieb den Kontakt und schalteten sich ab. Durch Andrücken der Festplatte von oben in Richtung der SATA-Kontaktflächen wurde die Platte plötzlich erkannt. Für einen dauerhaften und sicheren Betrieb ohne Datenverlust ist dies natürlich heikel. Gut, dass ich dies sofort ausprobiert habe, sonst hätte ich dieses Problem für eine Rücksendung zu spät erkannt! Somit musste ich auch dieses - an sich gut funktionierende - Gerät leider zurücksenden. Beim ersten Gerät hatte ich dieses Kontakt-Problem bei der sekundären Festplatte übrigens nicht ... auch hier hatte ich den sekundären Anschluß geprüft und erfolgreich mit einer weiteren Festplatte in Betrieb.
2. Touchpad:
Das auf der Oberseite des Notebooks mit einem Aufkleber beworbene Feature vom Touchpad "Automatische Handballenerkennung für akkurates Tippen", welches zufällige, ungewollte Berührungen mit der Hand erkennt und dann (hoffentlich) nicht darauf reagiert, war - zumindest bei mir - absolut unwirksam. Das flüssige Tippen mit der Tastatur gestaltete sich für mich sehr schwierig bis unmöglich, da die Handballen aufgrund der Größe des Touchpad's immer wieder mit diesem im Berührung kommen. Das Resultat: Während der Eingabe springt der Cursor immer wieder im Text herum und ein kontinuierliches Schreiben mit 10-Fingern (so wie es mir bisher bei jedem anderen Notebook gelingt) ist mit diesem Notebook für mich unmöglich. Abhilfe: Es besteht die Option im Treiber, das eingebaute Touchpad beim Anschließen einer externen Maus automatisch zu deaktivieren, so dass nur noch auf die Bewegungen der externen Maus reagiert wird. Dies hat sowohl der oben erwähnte Bekannte aktiviert, als auch ich. Für Menschen (mit viel Platz auf dem Schoß ;-), welche gerne nur mit dem Trackpad arbeiten ist dieses Gerät daher nur sehr eingeschränkt empfehlenswert.
3. Eingebaute Festplatte von Westen Digital:
Die bei mir verbaute Festplatte von Western Digital (Scorpio Blue WD7500BPVT, aktuell auf Platz 1 in der Chip Bestenliste der 2,5"-Festplatten!) hatte das sog. "Spin-Down-Problem", welches ich gestern an den Support von WD adressiert habe: "Die WD-Platte (AHCI-Mode, Intel Rapid Storage Manager 10.8.0.1003 installiert) fährt innerhalb von Sekunden nach einem Zugriff wieder herunter und schaltet sich dann ab. Dies erzeugt ständig Latenzen beim erneuten Zugriff und wirkt sich entsprechend nachteilig auf die Lebensdauer der Festplatte aus. Die Windows Energiesparoptionen sind auf Hohe Performance eingestellt und die Festplatteneinstellungen so gesetzt, dass diese sich nie ausschalten sollte. In den WD Support Foren bin ich dann auf die folgenden 2 Threads gestoßen, welche das Problem recht gut beschreiben: [...] In einem anderen (non-WD-) Thread bin ich auf exakt das gleiche Problem gestoßen:
Die WD Blue [...] haben das Firmware-Problem, dass sie permanent einen spindown machen, sobald nur kurz nicht auf die Platte zugegriffen wird. Dadurch fahren sie in kürzester Zeit zig- und hunderttausendemale runter und wieder rauf. Das ist ist ein auf breiter Basis erkanntes Problem - die Foren sind ziemlich voll damit. Zusätzlich zur weit überdurchschnittlichen Belastung, die das erzeugt, macht es auch mit der Zeit zunehmend Lärm - dauerndes Kopfparken & spindown /-up. [...]"
Dies war für mich dann leider das Kriterium für die Rücksendung des ersten Notebooks mit Bitte um Austausch durch Amazon. Die Festplattenpreise sind aktuell ja scheinbar an die Benzinpreise gekoppelt, daher wollte ich mir nicht noch eine zusätzliche 2,5" Platte für über 100 Euro kaufen...
Aktualisierung vom 09.02.2012: Vom WD-Support wurden mir Tools zum Firmware-Update genannt, welche ich ausführen kann, um das Problem zu beheben.
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