weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos Learn More madamet Samsung AddWash Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen58
3,8 von 5 Sternen
Plattform: PC|Ändern
Preis:8,21 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. November 2008
X3 Terran Conflict hat mich in seinen Bann gezogen wie lange kein Spiel mehr. Rückblickend habe ich sicher 10 Tage lang nichts anderes gespielt, teilweise sogar wegen 10 Minuten eingeschalten nur um meine Wirtschaftskreisäufe noch ein wenig zu tweaken. Stehts trieb es mich an das Maximum aus diesem phaszinierenden Spiel rauszuholen, neue Schiffe zu kaufen, auszustatten und auszuprobieren. Mit ihnen in die Schlacht zu ziehen die von mal zu mal gigantischere Ausmasse annahm.
Das Universum ist gigantisch, Gelegenheiten für Aufmerksame Weltraumpiloten sind nahezu unendlich. Komplexe aus hunderten von Stationen können errichtet werden, die sich gut geplant praktisch selbst versorgen und Geld abwerfen als seien es Bonbons. Alles in allem ist X3: TC ein Unikat in der Spielewelt. Ein Universum so frei, so erweiterbar, so komplex wie eben nur ein X Titel sein kann!

X3 Terran Conflict hat mich gefrustet wie lange kein Spiel mehr. Rückblickend habe ich sicherlich hunderte grauer Haare seit der Installation hinzubekommen. X folgt Murphy's Gesetz wie kein anderes Spiel. Treu dem dem Motto folgend: "Alles was schief gehen kann, geht auch schief!" passiert sicher alle 5 Minuten etwas das einem dazu zwingt einen schon etwas älteren Speicherstand rauszuholen und irgendwann ist es dann soweit und man macht einen Fehler und kommt trotz 3 unterschiedlicher Speicherstände auf keinen grünen Zweig mehr, weil man in allen dreien ruiniert ist.
Die Masse an spieltrübenden Fehlern ist so gigantisch wie das X Universum an sich. Egal ob es die unverzichtbare Feuerkraft der Wingman ist, die mal wieder den Freund, statt den Feind getroffen hat, oder seien es die eigenen KI gesteuerten Geschütztürme die zur Beseitigung eines Gegners mal wieder 50 Polizei und Zivilschiffe mit in den Tod gerissen haben, das Ergebnis bleibt das selbe, die Spielerflotte wird von der örtlichen Polizei erbarmungslos ausradiert.
Auch ein Klassiker ist der Autopilot, der zielsicher mit dem Spieler an Bord in den nächsten Asteroiden fliegt. Besonders schön ist auch, dass sobald man sich ein etwas grösserers Schiff zulegt, man seinen Ruf bei allen Völkern gleichzeitig in die Tonne tretten kann, denn dieser hübsche Riese wird fortan bei jedem Sprung in einen anderen Sektor mindestens 3 freundliche Schiffe die halt im Weg waren platt machen und auf dem Weg zum nächsten Sektor mindestens nocheinmal so viele.

Zugegeben eigentlich könnten das zwei unterschiedliche Bewertungen sein, doch nichts bringt diesen Zwiespalt in dem X3 TC dahinsaust besser zum Ausdruck.
X3 ist ein Unikat, das steht ausser Zweifel, beinahme mehr Forschungsobjekt als Spiel. Der KI kommt bei gängigen Spielen nämlich immer am wenigsten Aufmerksamkeit zu und ist aufgrund der horrenden Anforderungen an CPU für die Optik allein praktisch überall komplett unterentwickelt. Im X Universum jedoch ist sie Dreh und Angelpunkt für alles. Hunderte Sektoren, tausende Schiffe, Stationen, Waren und Ereignisse werden mit jedem Tick berechnet, keine andere KI kann sich mit der von X3 messen.
Und doch ist sie auch die größte Schwachstelle des Spiels, denn anders als in jedem anderen Spiel "schummelt" die X KI nicht. Während den Gegnern in C&C auch ohne Sammler nie das Geld ausgeht, fliegt halt auch der Spieler in X3 beinhart in die Luft, wenn er in einen anderen Sektor springt und dort aber vorher schon etwas war. Das Etwas wird nicht mal schnell weggeschummelt und auch Kollisionen mit Asteroiden, obwohl vom Autopiloten verursacht werden dem Spieler zulasten gelegt.
Die KI von X3 ist hart, hart aber gerecht, daran besteht beim 100sten Laden kein Zweifel mehr. Und genau das beschert X3 einen Reiz den viele andere Spiele einfach verloren haben. Die Spieleindustrie produziert heute sehr Marktorientiert, für den Durchschnitt eben um möglichst viel Absatz zu erzielen. X3 hingegen hat einen Biss und einen Tiefgang der seinesgleichen sucht.
Schwerer waren auch alte C64 Spiele ohne Speichermöglichkeit nicht, das muss man anerkennen, wenn die KI nachdem sie ein paar Missionen lang gemolken wurde den Schwierigkeitsgrad für Missionen mal wieder anpasst und man sich plötzlich einer Flotte von 20 M2 Zerstörern mit sovielen hundert Begleitschiffen gegenübersieht, dass die Berechnungsintervalle für die KI gegen Null sinkt.

Faszit: X3: TC hat Ecken und Kanten und das nicht zu knapp. Es kann seinen Spieler genauso glücklich wie depressiv machen, manchmal sogar beides gleichzeitig. Doch das X Universum ist und bleibt einzigartig und verlangt dem Spieler so unendlich viel mehr ab als die Konkurenz, dass es diesen Status wohl auch noch lange beibehalten wird.
55 Kommentare|122 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Oktober 2008
So, als erstes stell ich mal klar, dass das hier keine Lobeshymne ohne Begründung wie bei 1-2 Vorgängern wird. Ich versuche meine Ansichten mit Argumenten zu untermauern. Als erstes bin ich im Besitz von X3 TC und spiele es schon seit ca 4 Ingametagen.

Graphik:
Zur Graphik ist egentlich nicht viel zu sagen. Die Grafikengine ist eine aufgebohrte Version der Engine aus X3 Reunion und dementsrpechend gut sieht sie halt aus. Selbst wenn man aa, atf sowie die Shader aus macht, die Texturdetails auf ein Minimum zurück setzt und obendrein die kleinste Auflösnung einstellt sieht das Spiel immernoch sehr gut aus. Dass das Außsehen der Stationen und Raumschiffoberflächen auf Nahansicht darunter leidet sollte klar sein. Die meiste Zeit jedoch sollte man eh im offenen Raum verbringen, dass dies nicht weiter ins Gewicht fällt.

Spielspaß:
Jemand der was mit Wirtschaftskreisläufen anfangen kann und sich immer freut, wenn der eigene Händler noch größeren Profit erwirtschaftet und man stolz auf seine erste eigene Raumstation ist, ist hier auf jedenfall sehr gut aufgehoben. Obwohl Egosoft die ehemaligen Schwarzenbrettaufträge ordentich aufgebohrt und erweitert sowie den Teil mit den Weltraumschlachten mehr Bedeutung beigemessen hat, sind diese Teile eigentlich nur Zweitrangig. Das geht auch aus dem Unter/Übertext (?!?!) aus X3:TC hervor: Trade Fight Build Think.
Dennoch, das Spiel macht sehr viel Spaß, wenn der eigene Wirtschaftskreislauf bzw Handelskreislauf in Schwung kommt und man nicht mehr so auf jeden einzelnen Credit achten muss.
Was jedoch nicht wirklich spaß macht und für viel Frust am Anfang sorgt sind die teilweise bock schweren oder übertriebenen Auftragsmissionen. Es kann durchaus passieren, dass wenn du eine Station verteidigen musst, sie nicht nur vor Jägern schützen darfst(welche extra für diesen Auftrag in das System generiert werden), sondern es auch noch vor einer feindlichen Fregatte verteidigen musst. Und warum? Weil diese Fregatte zufällig im System war und deshalb zu deinem Auftrag hinzugezogen wird. Und dir wird auch nicht die Sektorvertreidigung helfen. jedenfalls nicht gegen die Fregatte. Da wird der Auftrag vom Schwierigkeitsgrad durchschittlich mal eben auf sehr schwer angehoben. Wohlgemerkt, man selber hat nur einen einfachen Jäger.
Selbst die Transportmissionen, wo man Personen und dergleichen von A nach B bringen muss sind zum Haareraufen, weil a) nicht angegeben wird wieviel Personen man Transporttieren soll, das reicht von 1 bis mehr als 50 und b) vorher nicht erwähnt wird, dass man ein Schiff mit XL Containerfähigkeit braucht. Das erfährt man nämlich alles erst nachdem man den Job akzeptiert hat.
Man kann zwar jeden angenommenen Auftrag wieder abbrechen, aber unter Umständen verliert man das teuer erworbene Ansehen an die jeweilige Fraktion.
Dass es teilweise sehr viel Zeit braucht regelmäßig an Geld zu kommen, sei es durch die eigene Fabrik oder den Händler sollte klar sein. Das kann auch mal ein paar Ingametage dauern, je nach glück bei den Missionen oder beim Handel. Zwar hat X3 TC wie seine Vorgänger einen SINZA, einen Zeitbeschleuniger, der das geschehen auf max 1000% des eigentlichen Zeitverlaufes beschleunigt, trotzdem muss man teilweise mit langer Wartezeit verbringen. Diese kann man auch so nutzen indem man zB das Universum erkundet, was teilweise sehr schwer werden kann.

Bugs:
Dass X3 TC auch nach dem jetzigen v1.2 Patch noch an Kinderkrankheiten leidet sollte klar sein. Das reicht von Kuriositäten wie, dass es von einer Raumstation nur noch die Andockklammern gibt, man kann andocken und handeln, der Rest ist aber einfach nicht da, oder aber gibt es Fehler welche wirklich schwer zu ertragen sind. ZB ist man gerade in einem Gefecht mit einem Feind und der ist zwar da, aber alle Schüsse der Geschütze gehen durch ihn durch, wobei er fleißig munter weiter ballert.

Bedienung:
Die Bedienung wurde im Gegensatz zum Vorgänger sehr vernünftig angepasst und erweitert, sodass auch nicht Xler damit klar kommen können. Zwar hätte ich persönlich mir eine Verknüpfung unter den ganzen Textfenstern gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Es ist zwar immernoch recht verwirrend unter den ganzen Textfenstern und Untertextfenstern das zu finden was man sucht, aber durch wenig Einarbeitungszeit sehr schnell zu lernen. Die Schiffssteuerung ist auch sehr komfortabel und unterstützt Gamepad sowie Joystick, zwar treten hier auch kleinere Bugs auf, aber mit der Maus lässt sich alles auch recht gut benienen.

Umfang:
Viel gibt es nicht zu sagen: Ein riesiges Universum, es gibt ca 11 Völker mit sehr sehr vielen Schiffstypen, es wird eine gute Story erzählt, aus verschiedenen Ansichten, kommt auf den Startpunkt an, die besser als in X3 Reunion ist und sonst gibt es noch sehr viel zu entdecken. Ich habe auch noch einiges zu erkunden.

Tipp: Das schöne Handbuch sollte von nicht Xlern und einigen Xlern gelsesen werden, das vereinfacht vieles.

Fazit:
Für Xler ist dieses Spiel fast schon ein muss für Neueinsteiger ist es das einstigerfreundlichste X was ich kenne. Wenn man weniger wert auf kämpfen legt und einem Komplexen Handelssimulator nicht abgeneigt ist kann hier meines Erachtens bedenkenlos zurgreifen. Ich jedenfalls habe den Kauf nicht bereut, trotz kleiner bugs, die in meinen Augen eher kurios und leicht störend sind, als dass sie etwas unmöglich oder unspielbar machen.
77 Kommentare|78 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wer X3-Reunion mag, ist hin und weg vom Nachfolger X3-Terran Conflict. Die Steuerung hat sich verändert. Aber da fuchst man sich schnell rein. Ansonsten ist das X3-Universum um etliche Sektoren angewachsen. Sie Missionen sind leichter zu bekommen. Ansonsten hat sich am Spielprinzip nichts verändert. Einfach immer noch der beste Weltraum-Simulator überhaupt.

Die meisten Leute, die schlechte Bewertungen für das Spiel abgeben, sind X3-Neulinge. Sie wissen nicht, dass das Spiel für Erwachsene ist, wo man wirklich sehr viel, für ein PC-Spiel, nachdenken, verknüpfen und strategisch vorgehen muss. In X3 kann man sooo viel machen, es steht einem sehr viel offen, was man machen kann...in X3 ist man so frei wie es die unendlichen Weiten des Alls zulassen...

X3 ist kein Spiel, was man mal eben anfängt zu spielen und gleich spaß hat. Man muss sich mit der Materie und dem ganzen X3-Universum auseinandersetzen, drauf einlassen, erst dann kommt der Spaß.

Wem X3 zu realitätsnah ist, kann mit der Konsole dem Spiel die Parameter geben, wie man will. Schiffe schneller machen, Credits, Stationen u.s.w.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. April 2012
Ich kann mich der hier weit verbreiteten Meinung voll und ganz anschließen, dass für X3 TC die Einschätzung "Hassliebe" wohl am ehesten zutrifft. Das Spiel habe ich mir vor einigen Monaten im X-Superbox-Angebot geholt, um seit langer Zeit mal wieder auf dieses Genre einzugehen. Man beginnt mit einem selbstgewählten Startplot, welcher sich dann auf ein Endlosspiel hin entwickelt. Der Startschwierigkeitsgrad variiert dabei. Der Einstieg fiel zunächst relativ schwer. Mit der Steuerung kommt man zwar schnell klar (mir fehlt der Vergleich zu anderen guten Spielen in diesem Bereich), jedoch ist es anfangs ein Glücksspiel, die Kampfmomente heil zu überstehen. Glücklicherweise gibt es einige sehr engagierte X-Fans im Netz, welche hier sehr hilfreiche Tips anzubieten haben.

Der erste Eindruck nach einigen Stunden war bei mir: wow, wo fange ich jetzt eigentlich am besten an?
Nachdem sich die erste Million erspielt wurde, ging es über zum Stationsbau und Handel. Hier gleich der erste Schock: Komplexe liefern zwar gutes Geld, verursachen leider aber auch zum Teil starke Performance-Schwankungen auch auf aktuellen starken Systemen. Hier fragt man sich: Haben die Programmierer hier keinen richtigen Test gemacht? Wenn ich mir überlege, dass mein für 2009 noch sehr gutes System das Darstellen der Komplexe in manchen Sektoren auf WinXP SP3 selbst mit optimaler Kernzuordnung nur schwer packt und das Spiel 2007/2008 entwickelt wurde, dann ist das einfach nicht nachzuvollziehen. Auch mit neuer sehr guter Grafikkarte lässt sich dieses Problem nicht beheben. Zum Glück bietet hier der Mod "Complex Cleaner" Abhilfe.
Das von einigen Nutzern hier geschilderte Problem, dass der Schwierigkeitsgrad der Missionen stark variieren kann, abhängig von der aktuellen Lage in den Sektoren, finde ich nicht allzu störend, da es das Spiel dynamischer macht. Man ist generell gut beraten, sich mehrere Savegames anzulegen. Störender ist es dann, wenn sich die Missionen dadurch nicht vollenden lassen bzw. man irgendwo vergessen hat, eine Person mit aufzusammeln und dann eine Mission nicht beenden kann. Auch hier gibt es zum Glück Scripts, welche Missionen zurücksetzen können. Wo ich gleich zum nächsten Punkt komme. Ich habe bei keinem Spiel bisher so oft einen Spielstand neuladen müssen wie bei X3. Nicht, weil Kämpfe zu schwer waren (das zwar auch nicht selten), sondern weil sich die eigenen Einheiten oft nicht so verhalten, wie man will. Notsprünge der Schiffe funktionieren nicht richtig oder viel zu spät, eigene Einheiten schießen sich trotz Staffelformation über den Haufen (hier hilft der Feuerleitsystem-Mod M.A.R.S) oder kollidieren nicht selten miteinander, friedlich gesinnte Schiffe werden oft versehentlich abgeschossen bzw. bewegen sich zivile Schiffe völlig unbewaffnet durch Schlachtgebiete und werden somit ebenfalls mit abgeschossen, was den eigenen Rang bei dem jeweiligen Volk senkt. Dies passiert oft auch bei größeren friedlich gesinnten Schlachtschiffen, welche dann prompt das Feuer eröffnen und man neuladen kann. Hier sollte sich Egosoft beim Nachfolger Rebirth noch gewaltig was einfallen lassen, denn so nützen in stärker bevölkerten Sektoren größere schlagkräftige Flotten fast nichts.
Was weiterhin bei Schlachten auffällt: finden diese in einem anderen Sektor als dem derzeitig vom Spieler besuchten statt, so nutzt die Spielengine Heuristiken und verringerte Kollisionsberechnung, was der Performance gut tut, nur leider teilweise noch völlig unausgereift ist. So kann es nicht selten passieren, dass sich bis an die Zähne bewaffnete Großkampfschiffe schon von 7-10 kleineren Jägern vernichten lassen. Zum Teil passiert das auch bei In-Sektor Kämpfen, wenn ein größeres Schiff sich immer im Kreis dreht um einen einzelnen Jäger zu treffen und kein Geschütz hat, ihn zu treffen. Einfach ärgerlich. Auch schießen viele Schiffe ohne den M.A.R.S-Mod unintelligent mit voller Bandbreite starker Waffen auf kleine Jäger ohne eine größere Chance, sie mit diesen zu treffen.

Positiv fällt das Handelssystem auf. Man kann Frachterpiloten zu Sektor- und Universumshändlern ausbilden, welche dann den Handel fast voll automatisch abwickeln. Auch hier gibt es kleinere ärgerliche Schwächen, welche aber nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Etwas mehr eigene Einflussmöglichkeiten wären hier noch gut.

Generell muss man bei diesem Spiel sehr viel experimentieren und um ein Gefühl für die verschiedenen Situationen und Möglichkeiten zu bekommen, was dem Spielspaß aber eher gut tut.
Weiterhin gilt bei dem Spiel: Cheaten zerstört den Spielspaß! Wenn es sich nicht anders machen lässt, weil zum Beispiel irgendein Bug aufgetreten ist (z.B. unzerstörbare Schiffe, Mission nicht zu beenden ...), sollte man weitestgehend auf diese verzichten.

Fazit:
Mit aktuellem Patch und diversen Mods und Scripts würde ich dem Spiel volle 5 Punkte trotz immer noch kleinerer Schwächen geben. Der Version 3.2 des Spiels ungemodded gebe ich 4 Sterne. Klar kann ich verstehen, dass eine Softwarefirma zetilich massiv unter Druck steht, und Egosoft hatte vor ihrer Steamphase auch meine volle Sympathie, weil Patches trotz neuer Arbeit am aktuellen Spiel noch geliefert wurden. Doch gibt es im Spiel und in der Engine einfach noch Dinge, welche sich aus meiner Sicht als Programmierer massivst verbessern ließen, auch ohne viel Zeitaufwand. Das ist nur mein subjektiver Eindruck und ich will auch nicht den Mund zu voll nehmen, aber die Community hat es mit einigen beliebten Mods und Scripts vorgemacht.
Dennoch fesselt mich das Spiel weiterhin und wenn man die nötige Geduld mitbringt und den schwierigen Einstieg geschafft hat, dann übersieht man die vielen kleinen und größeren Ärgernisse fast schon.

Als Erweiterung des Spiels kann ich bei allen abgeschlossenen Plots den XRM Mod empfehlen. Er balanciert das Spiel neu, bringt wesentlich mehr Völkerdynamik ins Spiel und integriert viele kleinere Mods, sodass auch ein Endlosspiel noch sehr belebter wird.

Positiv:
- auch 2012 noch grafisch auf hohem Niveau
- sehr viel Bewegungs- und Handlungsspielraum
- hohe Anzahl an Jägern, Stationen, Schlachtschiffen, Upgrades und Waffen
- schöne individuelle Schiffs-Designs
- interessante und riesige Völkerwelt mit Hintergrund, Geschichte und Innovationen
- interessante Mischung aus Handel, Simulation, Kampf und Strategie
- viele Missionen auf Version 3.2 (ab 2.0)
- hohes Modifikationspotential, viele interessante (und "lebenswichtige") Mods verfügbar
- sehr unterhaltsame und fordernde Schlachten
- viele Gewinnstrategien/ausbalancierte Schiffe (nicht ausnahmslos!)
- gute abwechslungsreiche Hintergrundmusik

Negativ:
- Engine nicht komplett ausgereift
- nicht selten hohe Performance-Schwankungen/sehr CPU-lastige Scripts
- oft schlechte Performance unter Dual-Core-Systemen auf Windows XP (wesentlich besser unter Win7)
- keine oder schlechte Dual-Core-Nutzung; für mich unbegreiflich, da es viele CPU-lastige globale Scripts im Spiel gibt, die sich sicher wunderbar auf andere Kerne auslagern lassen
- wenig Graphikkarten-Lastausgleich
- Friendly-Fire passiert zu oft; hier fehlen wichtige Schlachterkennungsscripts meiner Meinung nach
- Kollisionsbehandlung schwächelt manchmal sehr, nicht selten verliert man sehr teure Großkampfschiffe durch dümmliche CPU-Manöver
- viele Missionen sind zu linear
- ohne diverse Mods gibt es nach den Missionen nichts mehr zu tun --> zu statisches Universum nach längerer Zeit
- zu viel Einheiten Spawning, was den Spaß nimmt, es mit einem dynamisch regulierten Universum zu tun zu haben
- ohne Mods sind einige Schiffsklassen zu stark, andere kaum zu gebrauchen
- ohne Mods sind Komplexe schon ab geringer Ausbaustufe, aufgrund der schlechten Performance, nicht zu gebrauchen
- veraltete und mühsam handhabbare Galaxienkarte, globiges Interface und für große Einheitenzahl unoptimierte Einheitenverwaltung
- ohne Mods recht gleichförmige Rassen, die Strategien der Völker unterscheiden sich nicht allzu sehr (ausgenommen Ka'hak und Piraten)
- Schlachten sind zu schnell entschieden: Besonders bei größeren Schiffen stört dies, da kaum Zeit bleibt, wichtige taktische Entscheidungen zu treffen. Hier wäre eine Schild-Neubalancierung meiner Meinung nach nötig.
11 Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. März 2011
Als ich mir vor einem Jahr X3-Terran Conflict zugelegt habe, wollte ich eigentlich ein Weltraumspiel, mit viel Action und sehr guter Grafik. Ich hab auch einige Rezensionen gelesen, war aber wohl etwas zu blauäugig. Mich hat einfach die super Grafik angezogen. In dieser Hinsicht bin ich auch nicht entäuscht worden. Die Grafik ist ein Augenschmauß. Dann ging es ans Spielen. Die Einführung ist zunächst ganz gut und macht einen mit den grundlegenden Systemen vertraut. Man kann sich dann entscheiden der Hauptstoryline zu folgen, oder primär seine eigenen Ziele zu verfolgen. Nach einiger Einarbeitungszeit, die bei mir gefühlt weniger lang gedauert hat, die Ernüchterung:
Actiongeladen ist was anderes und man hat anfangs das Gefühl nie zu Geld zu kommen.
Also landete es erst mal in einer Ecke. Irgendwann hab ich es dann doch mal wieder hervorgeholt und auch nach dem Studieren des hervorragend gelungenen Handbuchs (Großes Lob an dieser Stelle) stellte sich X3TC langsam als besseres Spiel heraus, als ich dachte. Ich begann die Freiheiten und Komplexitäten des Spiels langsam zu verstehen. Da ich eher geradlinige Spiele gewohnt war, dauerte es eine Weile dies zu erkennen. Mitlerweile bin ich echt begeistert von der unglaublichen Komplexität des Spiels. Man hat tatsächlich das Gefühl in einem Universum zu sein. Mit der Zeit, sobald man einige nützliche Tools erworben hat wächst auch das Vermögen schneller. Letztens habe ich mir meinen ersten größeren Frachter gekauft und handle jetzt in noch eine Größenordnung höher, was Geld betrifft.
Was mir jedoch sehr abgeht sind ein fehlender Multiplayer-Modus und eine Art Soforteinsatz. Dies würde vermutlich einige Leute länger am Spiel halten.

Alles in allem kann ich dieses Spiel jedoch echt empfehlen. Es dauert vielleicht eine Weile, bis man sich darin zurechtgefunden hat, aber nicht entmutigen lassen. Man sollte sich einfach mal drauf einlassen und dann entpuppt sich X3 als wirklich gelungenes Game!
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2010
Als ich im Jahr 2000 das Spiel X-beyond the frontier zu lieben begann, wusste ich nicht, das die Serie noch so unfassbar genial werden sollte. Wieso dieser Gefühlsausbruch? Dieses Spiel schenkt mir eine Freiheit, wie ich sie noch nie vorher in einem Spiel hatte. Ich habe in X3/X3TC so viele unterschiedliche Leben gespielt und mich in jedem wohl gefühlt: Habe als Kopfgeldjäger hunderte von Schiffen gekapert und Millionen in die Kampfkraft meines Schiffes gesteckt, als Reeder eine gigantische autonome Handelsflotte aufgebaut, als Magnat mit Megafabriken die Wirtschaftskreisläufe ganzer Völker an mich gerissen, als Flottenkapitän Sektoren ausgelöscht, als Waffenlobbyist unterschiedlichste Raumschiffe und Waffen in Lizenz gefertigt und als Raumschiffsammler die M3, M4, M5 Schiffe aller Völker in meinem Träger ausgestellt. Und das schönste: Es war nicht leicht, es war nie anspruchslos, es hat mich 100te von Spielstunden gekostet, aber jede war wie ein Urlaubsauflug in eine andere Welt.
++
Für alle, die sich auch mal 3 Stunden für die Einarbeitung gönnen können, die vor dem Einschlafen darüber nachgrübeln wollen, welche Fabrik sie als nächstes kaufen werden, die sich Listen von Raumschiffen und Waffen ausdrucken, um die perfekte Kombination für sich zu finden, für alle die die Freiheit eines Spiels nicht als schwache Inszenierung wahrnehmen, sondern als Chance, ihr eigenes Drehbuch zu schreiben und für alle, die die Ästhetik von über hundert schönen Raumschiffen gepaart mit fabelhafter Grafik erleben wollen, ist X3/X3TC die EINZIGE offline-Option. Casualgamer greifen besser zu Freelancer, DarkStar und Co.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. November 2011
Die X-Reihe (egal welcher Teil) ist eigentlich nur was für Leute die auf Handelssimmulationen stehen. In dem Spiel geht es in erster Linie darum Geld zu verdienen und dieses in Stationen und Schiffe zu investieren um ein Wirtschaftsimperium aufzubauen. Zwar geht es in der X Story auch noch um Konflikte und Kriege doch die wirken eher wie eine Nebensächlichkeit. Man kann eh nur dann mitkämpfen wenn man durch den Handel genug Millionen auf dem Konto hat um sich große Schiffe leisten zu können - und das dauert! Als Pirat, Kopfgeldjäger oder Söldner hat man im Spiel finanziell keine wirkliche Chance und auch keine großen Möglichkeiten. Und die ganzen Sektoren durch die man fliegt wirken auch irgendwie nen bissel eintönig. Es gibt eben nur Raumstationen, Schiffe und hin und wieder
Asteroiden und Nebelwolken, aber nichts besonderes zu entdecken. Es ist eben alles auf Handel und Wirtschaft ausgelegt. Die technische Umsetzung des Games ist vom Benutzerinterface her recht gut, dafür in anderen Bereichen eher etwas schlecht. Verlasst euch niemals auf den Autopiloten! Der ist nen Sonntagsflieger und schrottet mehr Station und Schiffe als die Xenon oder Khaak. :-)
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Oktober 2008
X3-Terran Conflict könnte wieder ein schönes Spiel werden.
Könnte, ist es aber zur Zeit nicht.
Nach zweimaliger Verschiebung des Releases, erschien X3-TC am 17.10.2008. Am gleichen Tag erschien auch direkt der Patch 1.2, der wohl einige Fehler ausbügelte.
Aber:
Nach ca 60 Std. Spielzeit, was für X3 sehr wenig sind, bei all den Möglichkeiten, fing bei mir das Spiel mehr und mehr an zu ruckeln. Laut Fraps wurden z.B. in einem Sektor (Wolkenbasis SO) weniger als 10fps gemessen. Dabei ca 3/4 der Sektoren aufgedeckt, 5 Frachter, 2 Fabriken sind mein Besitz.
Zum Testen Spiel neu gestartet, ohne etwas zu bauen, nur in den gleichen Sektor geflogen. Ergebnis: Schaute ich Richtung NPC-Fabriken, hatte ich 15 fps, schaute ich nur Richtung Weltraum, waren es ca 65fps.
Im Forum wird, bis jetzt auf 19 Seiten, über Performanceprobleme diskutiert.
Das Spiel selber ist sehr schön gemacht, bei Schiffen und vor allem den Stationen kommt die Größe wirklich gut rüber.
Allgemein kann man sagen: Das Spiel sollte man sich erst kaufen, wenn ein neuer Patch die Performance verbessert hat. Ansonsten ist der Frust, bei einer Diashow zu zocken, zu groß.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. November 2010
Ich spiele die "X" Spiele nun seit Teil 1 und finde das mit jedem teil das ganze etwas Runder und durchdachter geworden ist.
Dies liegt nichtzuletzt daran, das Egosoft es gut versteht das Feedback der Community aufzunehmen und wen möglich umzusetzten.
Der Anschaffungspreis lohnt sich schon von daher, das es mittlerweile jede menge KOSTENLOSEN zusatz inhalt für das spiel gibt,
das man für Monate was zu spielen hat und immer was neues erlebt.
Egosoft hat das spiel mitlerweile auf die version 3.0 gepatcht, was aber nicht wie bei anderen spielen heißt, das erstmal 1000 Bugs behoben
wurden, sondern bei Egosoft sind Patches eher mit dem zu vergleichen, was bei anderen herstellern DLC ( Downloadcontend ) ist.
Also das erweitern des Hauptspiels durch downloadbaren zusatzinhlat. Wie schon erwähnt KOSTENLOS, andere firmen wollen lockern 40 bis 50 euro
für DLC haben, der dann meist nichtmal taugt.
Wer als neueinsteiger in dieses Game reinschaut, könnte erstmal abgeschreckt sein, von der komplexität der Menüs und des Wirtschafts systems.
Das ist auch oft der Knackpunkt, welcher leuten sauer aufstößt, die einer Weltraumballerei ala Freelancer erwarten.
Natürlich wird auch in X gekämpft, aber hier kann man ganze Flotten zusammenstellen, welche aber erstmal "Verdient" werden wollen.
Wenns dann aber Kracht, dann richtig und bei diesen Weltraumschlachten, können alle anderen Weltraumspiele einpacken.
Es dauert halt nur sehr lange bis man dahinkommt. Es handelt sich hier halt eher um eine spiel wie ELITE. Handeln Handeln Handeln, aufrüsten, Kämpfen u.s.w.
Leute mit wenig gedult und wenig interesse für wirtschaft, sollten die finger davon lassen da es einfach ein etwas Anspruchsvolleres Game ist.
Ein Lob auch für die sehr gut gelungene Anleitung. Dick, gut gegliedert und leicht verständlich.
Man sollte alerdings einen schnellen rechner haben um das game geniessen zu können.
Meine empfehlung: KAUFEN ---> JETZT
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2009
X3TC knüpft gut an die vorhergehenden X-Titel an. Die Info, das Spiel würde auf der X3-Engine basieren, führt aber bezüglich des Spiels zu falschen Vorstellungen - im positiven Sinne. Grafisch hat sich nicht viel geändert, das ist richtig, aber das Gameplay hat sich stark verändert. Das oft nervige Suchen nach passenden Missionen ist vorbei, da man nun Missionen per Funk "einsammeln" kann, ohne auf der jeweiligen Station zu landen. Dafür mag man allerdings die durchaus kurzweiligen Füll-Artikel im alten Blackboard vermissen, genauso wie die historischen Zitate des X2-Ladebildschirms leider nur noch demjenigen gezeigt werden, der den Vorspann ohne ESC-Taste durchsteht. Die inzwischen wirklich elend lang gewordenen Ladezeiten verbringt man durch anstarren irgendeines Screenshots - da war es ergiebiger, über ein historisches Zitat zu grübeln, oder auch zu schmunzeln, etwa das von Napoleon über dampfgetriebene Schiffe.
Bei X3 waren ja schon ein paar Spielstart alternativen gegeben. Dies ist bei X3TC konsequent ausgebaut worden. Man kann nun die Story als Terraner, Argone, Teladi, usw. beginnen und die zur Verfügung stehenden Plots ändern sich zum Teil. Im Spiel kann man nun mehrere Storylines, sprich "Missionsfolgen" beginnen und auch parallel durchspielen.
Leider fehlen die aus X2 gewohnten Cockpits. Bei X3 konnte man diese per Mod nachladen, bei X3TC gibt es mit den Mod-Versuchen Probleme (Absturz beim Andocken) und Egosoft scheint derzeit nicht bereit, den Moddern hier Hilfe zu leisten. Das vernichtet natürlich einiges der Atmosphäre, da man so beim Fliegen eines großen Schiffs genauso mit seinem nackten Fenster im Weltraum hängt, wie bei einem kleinen Jäger - nur dass der große Pott sich halt mehr als träge fliegt.
Eine ungeheure Vielfalt tut sich bei den Schiffen und Schiffsklassen auf, es gibt nun Schiffe, die in ihrer Leistung jeweils die Kluft zwischen den Klassen überbrücken, und das gilt auch für die verschiedenen Korvetten, die sich nun schon in vier Klassen gliedern. Zwar sollte hier für jeden Spieler etwas passendes dabei sein, aber alle selbst ausprobieren erscheint nicht ganz realistisch und durch die Vielzahl an Schiffen sind auch Schiffstabellen nicht mehr so übersichtlich wie früher. Schiffs-Sammler werden jedenfalls bis nahezu zum Sankt-Nimmerleinstag brauchen, um jeden Schiffstyp in die Sammlung zu bekommen, zumal viele Schiffe nicht käuflich sind. Die können nur als Missionsbeute erworben, gekapert oder - Neurerung - geentert werden. Großkampfschiffe können mit angeworbenen Marines geentert werden.
Bei der Wirtschaft hat sich im Prinzip nichts verändert, diese und jene Waren sind anders und die Waffenvielfalt ist auch größer und anders geworden. Es gibt nicht mehr drei Klassen Photonenimpulskanonen, sondern es gibt halt die eine Photonenimpulskanone und den einen Energieplasmawerfer. Dafür allerdings eine Reihe neuer Waffen mit interessanten Wirkweisen. Auch das will ausprobiert werden.
Gelegenheit dazu hat man bei diversen Missionstypen, die auch überarbeitet wurden. So gibt es verschiedene Missionsklassen, zum Beispiel Aufträge, ein Schiff bauen zu lassen und zu überführen oder eine Station aufzustellen, oder auch Bergungsmissionen, bei denen man ein Schiff übernehmen und zurückbringen soll. Genau da liegen aber auch einige Schwächen von X3TC, denn Beispielsweise das Einbringen eines gestrandeten Schiffs wird meist mit viel zu kurzer Missionszeit angeboten, so dass das gestrandete Schiff es nicht schaffen kann, rechtzeitig zurückzufliegen. Da man zum Zeitpunkt der Annahme der Mission nicht weiß, wohin es geht und um was für ein Schiff es sich handelt, kann man überhaupt nicht einschätzen, ob die Mission machbar ist. Soweit kein Problem, wenn man nicht beim Scheitern der Mission einen ordentlichen Ansehensverlust aufgebrummt bekäme! Man wird sogar beschuldigt, das Schiff gestohlen zu haben und es wird dann bei nächster Gelegenheit von den Polizeikräften abgeschossen. Besser man sitzt nicht drin...
Besser gelungen sind die reinen Kampfmissionen, bei denen man nun auch wirklich mal Gelegenheit hat, ohne große eigene Dummheit den Schriftzug "Game Over" zu betrachten. Da gilt es tatsächlich, sich eine Taktik zurechtzulegen, oder auch mal einzusehen, dass das Ding eine Nummer zu schwer war. Die Missionseinschätzung "leicht", "schwer", usw., die man bei Annahme der Mission sieht, taugt aber trotzdem genauso wenig, wie die Missionsbeschreibung bei den Bergungsmissionen. Da kann eine Mission als "sehr schwer" eingeschätzt sein, weil die Zeit zum Hinfliegen ohne Sprungantrieb zu knapp wäre, der Kampf selbst ist dann aber easy und andersherum kann eine Mission "leicht" genannt werden, nur weil man nicht weit fliegen muss und keine Zeitbeschränkung hat, dafür wird man vor Ort gnadenlos zusammengeschossen. Was man an Gegnern bekommt, scheint aber weitgehend am Kampfrang festgemacht zu sein, und das zwingt den Spieler immer wieder in eine höhere Schiffsklasse - oder führt dazu, dass man mittelfristig mit den Missionen ständig am Rande des Machbaren kämpft, wenn man sein Schiff behalten will und das Geld für andere Dinge ausgibt.
Ebenfalls ein Nachteil ist offenbar, dass man bei den Kampfmissionen praktisch immer gegen Piraten antritt und dem Vernehmen in der Community nach, senkt der Abschuss den (nicht angezeigten) Rang bei den Piraten. Man verbaut sich so den Zugang zu einigen netten Schiffserweiterungen, die man nur dort bekommen kann. Leider gibt es derzeit auch keinen Plot und innerhalb der Community auch keine wirkliche Idee, wie man ohne Cheat den Rang soweit bekommt, an einigen speziellen Piri-Stationen andocken zu dürfen. So kann man sich den Zugang zu begehrten Addons verbauen, ohne es überhaupt zu wissen. Ehe man das nun wieder gewachsene X-Universum einigermaßen erforscht hat, hat man sich dann auch schon zwangsläufig mit so vielen Piraten herumgeschlagen, dass die Tür zu ist.

Die Rechnerbelastung von X3TC ist derweil auch ordentlich, vor allem scheint der Speicherhunger riesig geworden zu sein, auch bei 2 Gigabyte Hauptspeicher kommt es vor, dass man plötzlich mal 10 Sekunden absoluten Stillstand im Spiel erlebt, wenn scheinbar die Texturen für eine große Station oder ein großes Schiff geladen werden. Die Grafikkarte wird dabei vielleicht nichteinmal so sehr gefordert, denn bei einer 8600GT kann man schonmal vergessen, die Karte aus der stromsparenden Untertaktung für Windows wieder auf normale Werte zu stellen. Ein Athlon 64 X2 4800+ kommt aber in einigen Sektoren schonmal ins Schwitzen, was man spätestens bemerkt, wenn es bei Zeitkompression ans Ruckeln kommt. Wer hier denkt "X3 lief gut, es ist dieselbe Engine", ist auf dem falschen Dampfer. Allerdings wird unter Moddern probiert, X3TC mit denselben Grafikeinstellungen zu betreiben, wie X3. Dann sollte es deutlich schneller werden, wobei es zu bedenken gilt, dass das wieder gewachsene Universum auch zu simulieren ist und eben den Prozessor viel stärker belastet. Da ist also der Prozessor der neue Flaschenhals, was für ein aktuelles Spiel vielleicht auch etwas ungewöhnlich ist.

X3TC wird jedem Spaß machen, der die Vorgänger gemocht hat, oder wer ähnliche Spiele wie Privateer bereits mochte. Auch hartgesottene Wing Commander Veteranen kommen auf ihre Kosten. Durch die Überarbeitung der Missionsvergabe kann man sich auch viel besser auf die jeweils eigene "Profession" stürzen. So wird der Händler leicht Handelsmissionen finden und der Kämpfer findet eigentlich in jedem System das Icon einer Kampfmission. Dementsprechend schneller kommt man auf die gewünschten Ränge. Trotzdem ist X3TC ein Spiel, bei dem man auch Zeit mitbringen sollte. Eine Stunde pro Spiel-Sitzung braucht man, um ein paar Missionen zu Ende zu bringen und um mit eigenen Stationen einen kleinen Wirtschaftskreislauf ans Drehen zu bekommen, wird man einige Tage Spielzeit (mit Zeitkompression eingerechnet wohl mindestens 10 Spielstunden) brauchen. Will man das nicht, kann auch der Gelegenheitsspieler Beschäftigung finden, wird dann aber von den Eigenarten des X-Universums nicht viel mitbekommen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
1 beantwortete Frage anzeigen

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €
9,99 €
26,99 €