Pressestimmen
"Das Buch geht über die bisherigen Erklärungsansätze zum Extremsport weit hinaus und eröffnet neue Lesarten der modernen Gesellschaft und ihrer Körperpraktiken." sportpädagogik, 2 (2005) "Der überaus breit angelegte Argumentationsgang der Studie kann aus meiner Sicht auch dann uneingeschränkt überzeugen, wenn man ihren systemtheoretischen Hintergrundannahmen mit Zurückhaltung begegnet. [...] Bilanzierend bleibt [...] festzuhalten, dass die von Karl-Heinrich Bette vorgelegte Studie eine bislang in der deutschsprachigen Sportwissenschaft noch nicht bekannte kritische Gesamtschau des Phänomens entfaltet, sich dabei durch ihre schlüssige Argumentation auszeichnet und zugleich für weitere soziologische Untersuchungen des Extremsports wichtige Anregungen liefert. Persönlich habe ich das Buch darüber hinaus mit großem Vergnügen gelesen. Mehr kann man von einer wissenschaftlichen Publikation wohl nicht verlangen." Jürgen Schwier, Sport und Gesellschaft, 3 (2004) "Auch die Helden der Berge, Ozeane und Wüsten, die höchste Risiken eingehen und sich in Büchern und Filmen über den Sicherheitsfetischismus ihrer Zeitgenossen und deren Verweichlichung und 'Wohlfahrtsorientierung' auslassen, versichern ihre Häuser gegen Blitz und Donner und sorgen, falls möglich, für ihr Alter vor. Karl-Heinz Bette spart solche Widersprüche nicht aus. Bei aller scheinbaren Sympathie tritt er den Extremsportlern doch mit einem eher neutralen Erkenntniswillen entgegen. Als Professor für Sportwissenschaft in Darmstadt widmet er sich insbesondere der Sportsoziologie. Sein Versuch, den risikobereiten Sportler aus diesem Blickwinkel zu beschreiben, ist plausibel und interessant auch für jene, die solch sportlicher Betätigung normalerweise fern bleiben." Jochen Erdmenger, BücherLese, SR2 KulturRadio "Das Buch geht über die bisherigen Erklärungsansätze zum Extremsport weit hinaus." dvs-Information, 19 (2004) "In seiner soziologischen Deutung des Risikosports zeichnet der Autor ein vielschichtiges und reichhaltiges Panorama extremer sportlicher Praktiken und ihrer sozialen Sinngehalte, ohne ins rein Deskriptive abzugleiten. [...] Bettes Untersuchung des Zusammenhangs von risikosportlichen Erscheinungen und Gesellschaftstheorie richtet sich gleichzeitig in zwei Richtungen: Zum einen blickt er von der Theorie auf den Risikosport und identifiziert die 'Auslösefaktoren, [...] die Menschen dazu bringen, sich extremsportlich zu engagieren' (121). Während in dieser Hinsicht die Erscheinungen also durch die Theorie erst als diejenigen gedeutet werden, die sie sind, bemüht sich Bette auf der anderen Seite auch darum, über die sportlichen Praktiken und ihre Zeigequalitäten die 'wirkungsweise funktionaler Differenzierung und Durchrationalisierung der unterschiedlichen Lebenswelten' (122) tiefenscharf auszuleuchten. Auf diese Weise unterstreicht die Untersuchung die Relevanz ihres Gegenstandsbereichs für die soziologische Zeitdiagnose." Robert Schmidt/Gunter Gebauer, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 58 (2006) "Bette verknüpft eine Kette präziser kluger Gedanken, genauer Wahrnehmungen und Beschreibungen miteinander. Er formuliert diese so, dass die Herausforderung des Mitdenkens gern angenommen wird und ein anspruchsvolles Lesevergnügen gefunden werden kann. Lesenswert, weil anregend ist das Buch allemal." Petra Tzschoppe, LSB, 48 (2007) "Für den Rezensenten steht [...] außer Zweifel, dass Bette mit seiner Monographie eine äußerst lesenswerte Analyse der Phänomenbereiche des Abenteuer- und des Risikosports in der ihm eigenen sprachlich ausgefeilten Diktion vorgelegt hat. Für all diejenigen, die am Verständnis moderner Entwicklungen des Sports interessiert sind [...], kann die Lektüre unbedingt empfohlen werden. Hier werden Einsichten eröffnet, die häufig jenseits der herkömmlichen Deutungsmuster liegen und auch für die zukünftige Steuerung des Sports wichtige Hinweise bieten." Michael Kolb, Spectrum, 2
Über den Autor
Karl-Heinrich Bette ist Professor für Sportwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sportsoziologie, der Soziologie des Körpers sowie der neueren soziologischen Systemtheorie.