Produktinformation
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| 1. Friedrich Nietzsche |
| 2. Georg Traki |
| 3. Frank Herbert |
| 4. Friedemann Bach |
| 5. Ludwig II Von Bayern |
| 6. Heinrich Von Kleist |
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Georg Trakl - Das Stück ist mit fünfeinhalb Minuten das kürzeste der Sammlung und auch das Nichtssagendste. Über einem elektronisch pulsierenden Rhythmus schwebt eine nichtendenwollende Melodie, die in Variationen und Variationen endlos wiederholt wird - gelungen, wenngleich nicht genial.
Frank Herbert - Entsprechend dem Werk des SF-Autors ist das 10minütige Stück ein knackiges, flottes und dramatisches Werk, mit einem Flair von Star Wars und Oxygene V.
Friedrich Nietzsche - Über 24 Minuten baut Schulze hier - unterstützt von einem weiteren Schlagzeuger - ganz allmählich ein eindrucksvolles futuristisches Soundgebäude auf, das den Vergleich mit bekannteren Synthesizerepen nicht scheuen muß. Es ist ein bißchen, als hätten Alan Parsons Project aus Lucifer eine Mega-Maxi-Version gemacht. Grandios!
Aber es wird noch besser:
Friedemann Bach - Das 18minütige Werk ist das leiseste der sechs Stücke. Die Synthesizer schaffen einen weiten, kühlen und zeitlosen Raum, in dem in geisterhafter Ferne eine Violine verirrte Melodien spielt. Sanft und gelassen und hypnotisch.
Ähnlich Heinrich von Kleist, das mit fast 30 Minuten längste Werk. Auch hier schaffen die Synthesizer eine entrückte (fast psychedelische) Klanglandschaft, die man beim intensiven Zuhören wie hypnotisiert durchwandert; die eingefügten Geräuscheffekte sind wie ein Dialog mit anderen, fremden Dimensionen. Ganz langsam erwächst aus der leuchtenden Tonwelt ein sperriger Rhythmus, der das Werk abrupt, aber passend beendet. Diese Komposition ist durchaus vergleichbar mit den besten Werken von John Adams und Steve Reich.
Dennoch ist mein Favorit das ebenfalls fast halbstündige Ludwig II. von Bayern. Es ist die mir beste bekannte Synthese aus neuer und alter Musik. Schulze verarbeitet hier Elemente der Musik aus dem Jahrhundert des Bayernkönigs und läßt sie sich mit den Synthesizerklängen verbinden; es entsteht eine melodiöse, tänzerisch-wuchtige Sinfonie, die allein für mich den verzaubernden Klang von Jarres Oxygene noch übertrifft.
Nein, man muß nichts geraucht haben, um diese Musik zu mögen. Aber intensives Lauschen und langsames Gewöhnen ist durchaus vonnöten, wie häufig bei eigenwilliger Musik. Während ich mich mit keinem anderen Album Schulzes langfristig anfreunden konnte, begleitet mich X. schon seit 20 Jahren, und ich werde es nicht müde.
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