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Will man "X-Men Origins: Wolverine" in die bisherigen "X-Men"-Filme einordnen, so muss man ihn nach dem grandiosen zweiten Teil und vor dem inhaltlich etwas mageren dritten Teil positionieren. Denn während er die Optik des besten Films der Reihe atmet, hätte zumindest das Drehbuch etwas mehr Politur vertragen können.Zwar hält man sich in der Ursprungsgeschichte, die man hier präsentiert, an einige Vorlagen wie die Miniserie "Wolverine: Origins", in der Logan als Kind gezeigt wird und man auch seinen Vater kennen lernt, ansonsten erlaubt man sich aber viele Freiheiten. Der Auftakt leitet über in eine grandiose Anfangssequenz, in der sich Logan und Creed durch die amerikanischen Kriege kämpfen. Und dies ist auch die mit Abstand beste Sequenz des Films.Was folgt, ist eine etwas magere Version dessen, was man in "X2" über Wolverine und Striker erfährt. Die Handlung ist auf pure Action ausgerichtet. Und da die Macher der Zugkraft ihres Stars nicht ganz zu vertrauen scheinen, haben sie auch noch eine Legion weiterer Mutanten ins Spiel gebracht, die wie im Falle des Regierungsteams einigermaßen plausibel eingesetzt sind, in manchen Fällen aber auch relativ überflüssig erscheinen (Emma Frost, Gambit, Cyclops u.a.). Fans mag es darüber hinaus auf die Palme bringen, dass sich die Macher bei der Adaption der Figuren sehr große Freiheiten genommen haben. Das sieht man schön an Ryan Reynolds als Deadpool, der als "Merc with a Mouth" in den Comics bekannt ist und ähnlich wie Spider-Man immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat. Hier jedoch nicht mehr, hat man ihm doch den Mund zugenäht...Hugh Jackman ist in seiner Darstellung erneut imposant. Und er hat mit Liev Schreiber jemanden als Gegenüber, der in jeder Sekunde mit ihm mithalten kann. Auch Danny Huston überzeugt als jüngerer Striker. Eine der Überraschungen der Besetzung stellt Dominic Monaghan dar, der als Mutant Beak unglaublich cool wirkt. Ein Totalausfall ist dafür Taylor Kitsch, der als Gambit bestenfalls peinlich, in den meisten Szenen jedoch nervend ist. "X-Men Origins: Wolverine" spielt nicht in derselben Liga wie "Iron Man" oder "The Dark Knight". Und selbst an "Der unglaubliche Hulk" reicht er nicht heran. Ein Totalausfall ist er jedoch auch nicht, denn wer von seinem Sommer-Blockbuster nicht mehr als ein Minimum an Geschichte und ein Maximum an Action erwartet, der ist hier gut bedient. Fazit: Inhaltlich etwas armseliger, dafür in Sachen Action überzeugender Film, der sein Potenzial nicht ausschöpft.
Moviemans Kommentar zur DVD: Wolverine ist eine Blu-Ray, die zeigt, wohin die hochauflösende Reise künftig geht. Maximaler Bildgenuß ohne nennenswerte Mängel, ein dominanter Ton, der nur in den Dialogen leicht Potenzial vergibt und ein umfangreiches, voll deutsch untertitelbares Bonuspaket, das unterhält und durchaus auch tiefe Einblicke in die Hintergründe einer aufwändigen Fimproduktion gibt.
Bild: Das Bild ist schon in den dunklen Eröffnungsszenen nahezu rauschfrei. Die erdig-bronzenen Szenen des Rückblicks sehen fast dreidimensional aus. Bei der Landung in Lagos (10.39) erscheinen auch kleinste Lichter der nächtlichen Großstadt scharf umrissen. Auch feine Tapetenmuster bei 13.18 sind bis in die kleinste Faser zu erkennen. Der Kontrastumfang erreicht Spitzenwerte und verschluckt nur Details, die ohnehin nicht zu sehen sein sollen. Kompressionsartefakte auch in schnellen Schwenks treten aufgrund der enormen Datenrate gar nicht erst in den sichtbaren Bereich ein. Wenn die Rockies (18.40) auf den Bildschirm kommen, dann zeigt sich auch, das die Disc in der Lage ist, ganz nätürliche Farbnuancen wie pastellene Blüten an Büschen vor verschneiten Bergen und blauen Himmeln naturgetreu abbilden kann. Insgesamt eine überwältigende optische Darbietung.
Ton: Akustisch gibt sich Wolverine auch von seiner besten Seite zu erkennen. In großem Umfang wird mit direktionalen Efffekten von allen Seiten ein akustisches "Dringefühl" erzeugt, das überzeugt (Türklopfen recht bei 21.04). Dialogen fehlt es ein wenig an Obertönen, so dass eine leichte Differenz zwischen den kraftvollen Höhen der Musik und den "dumpfen" Dialogen entsteht. Der Soundtrack, also die Musik selbst ist es, die dem Film den Raum in Breite und Tiefe gibt. Die Musik verteilt sich hinreissend über die 6 Kanäle und ist auch im Bassbereich druckvoll. Die englische Tonspur klingt nahezu identisch.
Extras: Beide Audiokommentare sind deutsch untertitelbar, so dass auch nicht-englischsprechende Zuschauer eine Unmenge Hintergrundwissen vorrangig über die Dreharbeiten und die Postproduktion erfährt. Sehr interessant ist das 16-minütige Gespräch mit Stan "The Man" Lee, der ja schon eine ganze Reihe Superhelden schuf. Die 12-minütige Featurette über Wolverines Herkunft gibt einen tieferen Einblick in die Historie der Figur, unterfüttert mit vielen Drehschnipseln und Interviewfetzen von Cast & Crew. Die Mutentenakten geben einen fast einstündigen Einblick in die Fähigkeiten und Biografien der wichtigsten Mutenten dieses Films. Auch hier kommt jede Menge Interviewmaterial zum Tragen. Eine weitere Featurette ( 6 Min) beschäftigt sich mit der Entstehung der Sequenz, in der ein Helicopter Raketen auf eine Farm abfeuert. Sehr interessant sind auch die 2 entfallenen Szenen, in denen der junge Storm zusehen ist und Victor im Boxring. Dann gibt es noch eine alternative Fassung zu der Gedächtnislöschungssequenz und ein alternatives Ende mit Wolverine in Japan. Impressionen von der Weltpremiere und einige -zum Testzeitpunkt nicht verfügbare BD-Live Features runden das umfangreiche Bonuspaket beeindruckend ab. --movieman.de
Produktbeschreibungen
X-MEN ORIGINS: WOLVERINE, das erste Kapitel der "X-Men"-Saga, verbindet Wolverine mit einigen anderen Legenden des "X-Men"-Universums. Die Mutanten müssen sich in einem großen Aufstand kampfstarker Mächte erwehren, die entschlossen sind, sie zu eliminieren.
Hugh Jackman schlüpft einmal mehr in die Rolle, die ihn zum Superstar gemacht hat. Als Logan/Wolverine ist er eine furchterregende Kampfmaschine, mit unglaublichen Selbstheilungskräften, Klingen aus Adamantium und unberechenbarem Temperament. X-MEN ORIGINS: WOLVERINE orientiert sich in Stil und Tonalität an der beliebten "X-Men"-Franchise, tariert Actionelemente und Realitätsnähe sorgfältig aus, setzt dieses Mal aber noch mehr auf Emotionen und die Beziehungen der einzelnen Figuren zueinander.
Der Film führt auch ein neues Team von Mutanten ein, darunter einige, auf die die Fans lange gewartet haben. Die Zuschauer werden das "Team X" kennen lernen, eine geheime Militäreinheit, die ausschließlich aus Mutanten besteht. Zu ihren Mitgliedern gehören: Wolverine; sein Bruder Victor Creed alias Sabretooth, ein wildes Geschöpf mit schier unglaublichen Kräften; Wade Wilson, der als Söldner Deadpool bestens mit dem Schwert umzugehen versteht; Agent Zero, ein ausgezeichneter Spurenleser und Scharfschütze; der Teleporter Wraith; Fred J. Dukes, ein extrem starker, monströser Koloss, auch bekannt als The Blob; und Bradley, der Strom manipulieren kann. Angeführt wird die Truppe von William Stryker, der bereits in X2 ("X-Men 2") vorgestellt wurde. Diesmal werden seine Ursprünge und Motivationen vollständig offengelegt und auch seine komplexe Beziehung zu Wolverine, die mit Logans Vergangenheit - und