Die hilfreichsten Kundenrezensionen
69 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich wieder eine sehr gute Comic-Verfilmung, 26. Juli 2011
Herausragende Comic-Verfilmungen, die nachdrücklich Eindruck hinterlassen und mehr als knallbunte, effekthaschende Popcorn-Unterhaltung sind, lassen sich leider an wenigen Fingern abzählen. "X-Men - First Class" ("X-Men - Erste Entscheidung") gelingt dabei tatsächlich das seltene Kunststück, sowohl eine gelungene Comic-Adaption als auch ein Film mit Tiefgang zu sein. "X-Men - First Class" ("X-Men - Erste Entscheidung") erzählt die Geschichte des von Nazis verfolgten jungen deutschen Juden Erik Lehnsherr (Michael Fassbender) und den in Wohlstand heranwachsenden Charles Francis Xavier (James McAvoy), die sich beide durch außergewöhnliche Mutationen vom Rest der Erden-Bevölkerung unterscheiden. Während die Mutation bei Erik Lehnsherr der Grund ist, dass er ein Versuchsobjekt der Nazis wird, entscheidet sich Charles Xavier jene genetischen Besonderheiten wissenschaftlich zu ergründen. Charles Xavier erkennt, dass die Mutation im Genom nicht nur auf ihn beschränkt ist, sondern eine natürlich auftretende genetische Anomalie ist, was wiederum die die Aufmerksamkeit der US-Regierung erregt und schließlich zur Kooperation von Xavier und der US-Regierung führt. Währenddessen ist Erik Lehnsherr auf der Suche nach dem Peiniger, der ihn in der Gefangenschaft der Nazis zum Versuchsobjekt perfider Experimente hat: Klaus Schmidt, hervorragend porträtiert von Kevin Bacon. Da Klaus Schmidt ein ausgeprägtes Interesse an Mutanten hat, kreuzen sich alsbald die Wege von Erik Lehnsherr und Charles Xavier, die fortan Seite an Seite kämpfen und versuchen, die Ränkespiele Klaus Schmidts zu eliminieren und damit den dritten Weltkrieg zu verhindern. Dies unternehmen die beiden natürlich nicht auf eigene Faust, sondern sammeln um sich junge Mutanten; genau wie Schmidt, der seinerseits andere Mutanten für seine Zwecke gewinnen konnte. Die Geschichte kulminiert schließlich vor dem Hintergrund der der Kubakrise 1962. "X-Men - First Class" ("X-Men - Erste Entscheidung") ist eine grandiose Allegorie auf die existentielle Frage des menschlichen Seins: Sind wir die Summe unserer Gene, sind wir das Produkt sozialer Kondition, eine Mischung aus beidem oder mehr als die Summe aller Teile? Der Film ist aber genauso ein Film über individuelle Selbstbestimmung und der elementaren Suche des Einzelnen nach seinen Platz in der Gesellschaft. Und schließlich steht die politisch-philosophische Frage im Mittelpunkt, ob der Zweck sämtliche Mittel heiligt, um nie wieder Opfer zu sein. Dabei enthält sich der Film jedoch explizit einer moralische Bewertung und überlässt es vielmehr dem Zuschauer, sich ein Urteil zu bilden. Der Film ist so rappelvoll mit sozialen Botschaften und historischen Bezügen, dass man im Grunde schnell vergisst, dass es sich hierbei "nur"um eine Comic-Verfilmung handelt. Genau das ist die Stärke des Films. Geschickt werden historische Realität mit der Comic-Fiktion verknüpft. Nie hat man das Gefühl, dass die Geschichte Comic-haft übertrieben und künstlich aufgesetzt wirkt oder ob der vielen jungen Darsteller in ein schmieriges Jugenddrama abgleitet. Die Figuren fügen sich wie selbstverständlich in das Geschehen und die Historie ein. Dies ist letztendlich auch ein Verdienst der hervorragend besetzten Schauspieler-Crew. James McAvoy und Michael Fassbender überzeugen und müssen dabei nicht den Vergleich mit ihren Vorgängern Patrick Stewart und Ian McKellen scheuen. Fassbender spielt Magneto mit einer geradezu beängstigenden Wut. Kevin Bacon brilliert in seiner Rolle. Bacon spielt den Bösewicht mit der lässigen, prätentiösen Arroganz alter James-Bond-Schurken. Die übrigen Darsteller fallen zumindest nicht negativ auf. Die Dialoge sind passend, ohne jedoch nachhaltig im Gedächtnis hängen zu bleiben. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, wirkt aber niemals krampfhaft lustig wie in anderen Comic-Verfilmungen. Die Special-Effects bewegen sich zwischen atemberaubend und hätte-besser-sein-können. Der Soundtrack ist äußerst packend und stimmungsvoll. Insgesamt ist der Film wieder näher an den ersten beiden X-Men-Filmen dran, was sowohl die Stimmung als auch die inhaltliche Tiefe betrifft. Kenner der Comics werden sicherlich viele Unterschiede zu den Comics ausmachen. Allerdings fügen sich die Veränderungen gut und plausibel in die Geschichte ein und bleiben im Kern den Comics treu (Wie man es nicht machen sollte, konnte man in "Wolverine" sehen). Wer auf Comic-Verfilmungen steht oder politisch-sozial-kritischen Filmen in ungewöhnlichem Gewand offen gegenübersteht, wird in "X-Men - First Class" ("X-Men - Erste Entscheidung") gute Unterhaltung finden. Wer jedoch ausschließlich Filme schaut, die mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurden, wird sich wohl angesichts mutierter Menschen in bunter Latexkleidung fremdschämend abwenden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fulminante Eröffnung des Mutantenstadels, 26. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: X-Men - Erste Entscheidung (+ DVD) (inkl. Wendecover, Digital Copy) [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich oute mich vorab mal als großer Fan von Comicverfilmungen. Da gab es ja in den letzten 10 Jahren mehr als genug. Zu meinen absoluten Favoriten gehören hier definitiv die Batman Interpretationen von Nolan, sowie die Filme WATCHMEN und KICK ASS. Richtig gelungen waren für mich auch die Umsetzungen von HELLBOY, IRON MAN oder eben auch von X-MEN. Nun wird uns mit X-MEN ERSTE ENTSCHEIDUNG die Vorgeschichte der Mutanten erzählt. Dieses Prequel hat es zumindest bei mit zu meinen Lieblingscomicfilmen geschafft. Für mich persönlich ist diese Umsetzung von Matthew Vaughn , der ja auch bei KICK ASS auf dem Regiestuhl saß, großartiges Popcornkino und meine Nummer 1 der X MEN Filme. X MEN FIRST CLASS ist wie gesagt die Vorgeschichte zur bekannten X MEN Trilogie. Erzählt wird uns die Vereinigung der X MEN sowie auch die Einzelschicksale von Charles Xavier und Magneto. Der Film bietet erstklassige Unterhaltung und stellt für mich ein fast perfektes Prequel dar. Einzig die Special Effects sind an wenigen Stellen nicht so ganz gelungen, aber für mich ist dies zu verschmerzen. Kommen wir aber in diesem Fall zur BLU RAY. - Der Film bekommt von mit 5 Sterne, da er einfach nur eine großartige Comicverfilmung mit hohem Unterhaltungswert ist. Mehr erwarte ich hier auch nicht. - Das Bild bekommt von mir 4,5 Sterne. Ich habe den Film auf einem Samsung 46 Zoll LED gesehen und war mit der Qualität sehr zufrieden. Keine Referenz, aber absolut HD-würdig. Das Bild bietet satte Farben, gute Kontraste und einen perfekten Schwarzwert. - Ton 5 Sterne, es knallt ganz schön an manchen Stellen wenn die X MEN auf den Plan treten. - Extras - 4 Sterne - Das knapp 70 minütige MAKING OF ist sehr gelungen und wert gesehen zu werden. Das MAKING OF ist in mehrere Kapitel unterteilt. Es gibt Interviews und Dokus zum Casting, den Special Effects, den Kostümen und vielen mehr. Dazu gibt es einige entfallene Szenen, von denen sich manche im Film ganz gut gemacht hätten, andere wiederum nicht. Dazu gibt es noch isolierte Filmmusik und einen Mutantendetektor. Die Entscheidung Matthew Vaughn auf den Regiestuhl zu setzen erweist sich hier als wahrer Glücksfall. Er beweist eindrucksvoll dass er ein Gespür für einen guten Film hat. Sehr hoch muss man Ihm anrechnen, dass er es in knapp 130 min Film fertiggebracht hat alle wichtigen Charaktere perfekt ins X MEN Universum einzuführen. Ebenso kommt die Freundschaft zwischen Xavier und Magneto nicht zu kurz. Die Besetzung des Films kann man wohl auch als sehr gelungen bezeichnen. Sowohl James McAvoy (Xavier) als auch Michael Fassbender (Magneto) standen schon bei BAND OF BROTHERS vor der Kamera. Dazu kommt natürlich Kevin Bacon als Hollywoodurgestein. Als Angel Salvadore ist Zoe Kravitz zu sehen. Sie ist die Tochter von Musiker Lenny Kravitz und Lisa Bonet (Denise aus der Cosby Show). Als jugendliche Mystique ist Jennifer Lawrence zu sehen, die für Ihre großartige Darstellung in WINTERS BONE viel Lob bekam. Hugh Jackman als Wolverine hat noch einen Kurzauftritt. Für mich persönlich ist X MEN FIRST CLASS der beste der bisherigen X MEN Filme, aber dies ist sicher auch Geschmackssache. Fazit: Großartige und sehr gut besetzte Comicverfilmung die keine Sekunde langweilig wird auf einer richtig guten BLU RAY. Ein Wendecover gibt es auch dazu.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Guter Einstieg, 17. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: X-Men - Erste Entscheidung (+ DVD) (inkl. Wendecover, Digital Copy) [Blu-ray] (Blu-ray)
Nach Wolverine bekommen nun einige andere Hauptpersonen der ersten drei Teile ihre Entstehungsgeschichte. Erzählt wird v.a. die Geschichte von Professor X und Magneto. Es wird sehr gut erklärt, warum sich die beiden jungen Männer so gegenseitig entwickeln, obwohl sie als Freunde erst zusammen den Bösewicht (gut gespielt von Kevin Bacon) erledigen müssen, um einen nuklearen Krieg zu verhindern. Das Zusammenspiel von James McAvoy und Michael Fassbender ist sehr gut gelungen. Die Actionsequenzen und Kampfszenen sind ebenfalls äußerst ansprechend, allerdings hätte es ruhig noch ein bißchen mehr knallen können. Der generelle Look der 60er ist gut gelungen. Einige neue interessante Mutanten werden eingefügt, leider werden sie nur sehr oberflächlich beleuchtet. Alles in allem ein guter Einstieg in die Welt der X-Men, wodurch die ein oder andere Lücke geschlossen wird. Gute schauspielerische Leistung, toller Look, coole Charaktere auf beiden Seiten. Sehr unterhaltsam! Ich kann den Film allen empfehlen, die auf gute Comic-Verfilmungen stehen, und die ersten Teile der X-Men mochten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|