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Nachdem Regisseur Bryan Singer sich für Superman Returns entschieden hat, wird die Reihe von Brett Ratner (Rush Hour) weitergeführt, dessen Arbeit man am besten in den großen Actionszenen erkennt, zum Beispiel dem Showdown zwischen den Mutantenarmeen. Aber wenn solche altbekannten Comic-Helden wie Beast (Kelsey Grammer) und Angel (Ben Foster) dazu kommen, wird es schwierig, die Masse an Charakteren unter Kontrolle zu halten, und einer dieser Charaktere hätte sicher Besseres verdient als einen Abgang ohne Leinwandauftritt. Und Fans der ursprünglichen Dark Phoenix Comics werden die Auflösung des Films vielleicht nicht besonders begeistert aufnehmen. X-Men 3 ist wahrscheinlich der letzte Film der Reihe, aber der zwiespältige Schluss lässt einige Möglichkeiten offen. Übrigens tauchen Stan Lee und Chris Claremont, die beiden Autoren, die für die Erschaffung der X-Men am meisten verantwortlich waren, am Anfang des Films in kleinen Gastauftritten auf. --David Horiuchi
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Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch gut gemeistert, ein Eldorado für Bonusfans.
Bild: Der optische Eindruck ist von hoher Laufruhe und Rauschfreiheit geprägt. Dies kommt vor allem den neuen großen Bildschirmen zu Gute, die ja ganz besonders Bildfehler "vergrößern" und so viel schneller mal ein Filmabend stören, als dies noch bei der guten analogen Glotze der Fall ist. Der hochwertige Kontrast kann mit einem massiven Schwarzwert begeistern, der allerdings aufgrund einer leicht zu niedrigen Helligkeitsbestimmung ein paar Details verschluckt. Dies gilt vor allem natürlich in dunklen Szenen. Aber auch im Tageslicht mischen sich ein paar kleine Mißtöne, die die Erwartungshaltung an einen brandaktuellen Film höchsten technischen Aufwandes leicht trüben. Da ist z.B. die Szene aus dem Garten von Xaviers Schule (00.11.50), in denen viel Rasen und viele bunte Pflanzen vor dem Haus zu sehen sind. Keine schlechte Kantenschärfe in der Darstellung der gerde verlaufenden Hauswände, aber vor allem die Pflanzen und der Rasen bleibt die Detailschärfe doch hinter ihren Möglichkeiten. Der Rasen wirkt flächig, als bestünde er aus einer einzigen Masse und im Hintergrund trauen sich die Blumen kaum, Ihre Blüten zu zeigen. Erfreulich ist die fast fehlerfreie Kompression, die nur in leicht vergrieselten Szenen etwas zu stehenden Rauschmustern neigt.
Ton: Der akustische Part ist getrieben von einer immensen musikalischen Dynamik, der die Effekte und Raumatmo nicht ganz folgen können. Daraus ergibt sich ein zunächst imposantes Klangwerk, das in der Musik schier in alle Dynamikbereiche davonstürmt, während sich z.B. der Zusammenbruch der Golden Gate Brücke eher handzahm herausnimmt. Gut, ich habe an einer solchen Katastophe noch nicht beiwohnen dürfen, kann mir aber vorstellen, dass ein Orchester da nicht mitstinken kann. Hier ist es halt umgekehrt zu meiner Erwartungshaltung. Daraus entsteht der Eindruck einer Inhomogenität, das Filmsound und Musik nicht verschmelzen, sondern parallel laufen. Die Dynamikausbeute ist in der deutschen DTS-Fassung sogar noch einen Tick umfassender und auch die Raumentfaltung nach hinten hinaus, ist hier eine Handbreit offener und weiter, als bei den Dolbybrüdern. Auch die englische 5.1-EX-Beflaggung kann hier keinen Vorteil, auch nicht zur deutschen "Nur-5.1-Ausstattung" herausspielen.
Extras: Keine Frage, hier übertrifft sich Fox in der Special Edition und überflutet den Käufer mit einer Bonus-DVD, die bis an die Grenzen vollgestopft wurde. Und hier ist sogar überwiegend Klasse statt Masse enthalten. Das Menü ist doppelt vorhanden und bietet die Auswahl, sich der Bruderschaft oder dem Widerstand anzuschließen. NEben unterschiedlicher Farbgebung gibt es hier auch unterschiedliche Audiokommentare von Regie und Autoren, bzw. dem Produzententeam, sowie unterschiedliche (ebenfalls optional kommentierte) Extraszenen anzuschauen. Dabei handelt es sich teils um neue Szenen, die bereits eingedeutscht wurden, teils um alternative (gleich 3!) Enden, erweiterte Szenen mit zusammen gut 20 Minuten Laufzeit. Besonders interessant ist Bret Ratners Produktionstagebuch, in dem es viel interessantes zur Drehortauswahl und Drehvorbereitungen zu erfahren gibt. Auch gelungen ist das Feautre "X-Men ganz nah", einem Guide durch alle X-Men. Hier kann man auf leider nur englischen Tafeln alles über deren Fähigkeiten erfahren, aber auch kurze veranschaulichende Videoclips und kurze Intervieszenen mit den Darstellern des betreffenden X-Men anwählen. Nicht so schön ist das konfuse Kapitelmenü, dessen jeweils aktiver Button kaum erkennbar ist und die Menüfenster und Fortsetzungsseiten unglücklich anzusteuern sind. Auch hilft kein kurzer Text bei der Erklärung des Kapitels, sondern es wurde einfach durchnumeriert. So macht das keinen Spaß. Auch sollte mal jemand neue Antipiraterietrailer machen, vor allem die GVU-Textseite kann ja kaum einer lesen und wurde wohl auf dem Dienstweg designt. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Passend zum Filmthema wurde Regisseur Brett Ratner selbst geächtet, als er Bryan Singer im Mutanten-Franchise beerbte und von den Fans im Netz verbal ans Kreuz geschlagen. Die Antwort des Comedy-Spezialisten ('Rush Hour'), der sich bereits mit seinem Lecter-Prequel 'Roter Drache' besser als befürchtet geschlagen hatte, ist keine X-beliebige Fortsetzung, sondern ein würdiger Franchisebeitrag, der den Themen der Vorgängerfilme treu bleibt. Wieder kollidiert das tolerante Mutantenteam um Professor Xavier mit der Aggressionsfraktion des Erzrivalen Magneto. Wieder steht Invidualität auf dem Spiel, reibt sich Kontrolle an ungehemmter Hingabe. Verdichtet werden diese Inhalte in zwei Handlungslinien. Ein junger Mutant ist der Schlüssel für ein Heilmittel, das die Mutation auflösen, das Einzigartige auf das Normale reduzieren kann. Einige X-Men sehen das als Chance - Magneto und seine Jünger, die mit Tattoos, Piercings und Nietenoutfits leicht auszumachen sind, aber als Löschprogramm, das vernichtet, was erhalten werden müsste. Die zweite Schlüsselfigur ist Jean Grey, die nach ihrem Opfertod im Vorgänger in einer Alternativ-Inkarnation wiedergeboren wird. In ihrer schizophrenen Persönlichkeit ist das zentrale Dilemma konzentriert, ringt die Unterdrückung der Superkräfte mit ihrer Auslebung. Grey ist hier das kumulierte Böse, das sich Magneto anschließt, während ihre guten Spurenelemente nur noch von der Liebe Wolverines aufgespürt werden können.
Nach Kurzrückblick in ihre Kindheit und einer ersten Demonstration ihrer Macht spult 'X Men 3' sein atemloses Unterhaltungsprogramm ab. Ein herber Verlust für die Fankurve dürfte Shapeshifter Mystique sein, die früh ein Opfer des Heilserums wird. Leichter verschmerzt wird der Abgang von X-Veteran Cyclops, der Wolverine und Grey einen kurzen Akt echter Leidenschaft ermöglicht. In einem spektakulären Gedanken- und Mutantenduell zeigt Grey schließlich Xavier die Grenzen auf, der in guter Mentortradition den Weg Obi Wan Kenobis geht und die X-Men führerlos zurücklässt. Triebfeder des simplen Plots ist Magnetos Todeswunsch für den Jungen, der das Geheimnis des Heilmittels in seinen Genen trägt. Um ihn zu vernichten, verlegt er eindrucksvoll die Golden Gate Bridge nach Alcatraz, wo schließlich das Actionfinale mit einem packenden Kräftemessen der Mutanten veranstaltet wird. Während alle Veteranen - Storm, Wolverine, vor allem aber Famke Janssens Grey und Ian McKellens Magneto - ein angemessenes Spotlight in der Effektshow bekommen, führt Ratner viele neue Mutanten mit amüsanten Talenten ein. Manche aus Zeitmangel nur als Sekundenschnäppchen - andere, wie Magnetos neues Bad Girl, mit größeren Auftritten. Mehr als Singer, der die gequälte Seele, das Tragische akzentuierte, betont Ratner den Status von Mutanten auch als Fun-Garanten. So ist sein Film trotz zahlreicher Menschenverluste vor allem ein Funfilm geworden - mit knackigen Dialogen, kleinen und großen Liebesdramen, einem guten Mix von Oldies und Youngsters, der in einem Generationswechsel endet. Der allerdings, das zeigt sich kurz vor und nach den Finalcredits, steht auf der Kippe. Für die Zukunft des Franchises gilt das nicht, denn alles scheint möglich: ein Comeback des Dreamteams, ein Spin-Off mit Wolverine, ein Prequel mit Magneto oder eine völlig neue Show mit verjüngten mutierten Genen. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Ein neuartiges Serum kann Mutanten von ihrer Andersartigkeit "heilen" und in "normale" Menschen verwandeln. Hoffnung oder Gefahr? Während Professor Xavier und seine X-Men auch weiterhin an eine friedliche Co-Existenz mit den Menschen glauben, wittert Widersacher Magneto eine Verschwörung und rüstet zum Kampf. Die X-Men glauben ihren Gegner zu kennen, doch diesmal verfügt Magneto über eine Waffe, deren Einsatz den Untergang der Welt bedeuten könnte: Jean Gray, die sich einst für die X-Men opferte, um als Dark Phoenix aufzuerstehen. Der Krieg, der alle anderen Kriege beenden könnte, hat begonnen.
Produktbeschreibungen
Die Gen-Forscherin Dr. Kavita Rao erfindet ein Serum, genannt "Hoffnung", das die Mutationen bekämpft und sogar heilen kann. Dieses umstrittene Mittel kursiert nun auch unter den X-Men, insbesondere bei Hank McCoy / Das Biest, der damit gegen seine Andersartigkeit ankämpfen will. Aber nicht jeder ist von der Wirkung des Mittels überzeugt und schnell entwickelt es sich zu einer tödlichen Waffe, gegen die die X-Men vereint