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Wut

Oktay Özdemir , August Zirner , Züli Aladag    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Oktay Özdemir, August Zirner, Corinna Harfouch
  • Regisseur(e): Züli Aladag
  • Komponist: Johannes Kobilke
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: KNM Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 5. April 2007
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 88 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000MTEDMK
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.135 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

"Wut" ist eine intensive Auseinandersetzung mit Fremdenhass in Deutschland. Am Beispiel einer Familie werden Hintergründe und Motivationen für das Entstehen von Intoleranz und Misstrauen erläutert. August Zirner gibt dabei als besorgter Familienvater ein hervorragendes Bild ab. Die Handlung wirkt alltagsnah und nachvollziehbar, schafft es durchaus zu provozieren und zum Nachdenken anzuregen ohne dabei übermäßig moralisch Stellung zu beziehen. Ein hervorragendes Beispiel dafür, dass auch deutsche Tv-Produktionen ihren Sinn transportieren können.

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild gibt sich bis auf mildes Rauschen sehr angenehm, wenn auch nicht überraschend. Auch der Ton bietet eine sehr ausgewogene Struktur. An Extras wird ein ausführliches Interview mit dem Regisseur angeboten.

Bild: Ein mildes aber durchgängiges Rauschen überzieht das Bild immer wieder auffällig. Wenn dies auch in Detaileinstellungen kein Problem darstellt, macht es sich in Nahaufnahmen oder auf etwas mehr Distanz schon eher bemerkbar (Vater und Sohn in Küche, 00:11:03). Dabei finden sich im Detail wirklich einwandfreie Auflösungen, die sogar einzelne Hautporen freilegen. Farblich bewegt sich das Bild absolut nah an der Realität und auch die Kontrastwerte können überzeugen. Artefakte fallen keine ins Gewicht.

Ton: Der in Stereo vorliegende Ton bietet eine harmonische Mischung aus eindringlichen Musikstücken (Cello, 01:14:05), plastischen Kulissengeräuschen und solidem Sprachvolumen. Sämtliche Signale werden präzise und eindeutig gesetzt, ohne dass sich Konkurrenzen zwischen den Tonebenen ergeben. Bedeutendere als durchschnittlich abwechslungsreiche Richtungsdynamiken finden sich allerdings nicht im Programm.

Extras: Die Extras bestehen aus einem Interview mit Züli Aladag (37:04 Min.), das sich um die Herausforderung den Film zu drehen, die Regiearbeit, die Herkunft des Regisseurs, die einzelnen Figuren, die Besetzung und die Hauptdarsteller dreht. Außerdem wird hier erläutert, wie die öffentlichen Reaktionen auf den Film aussahen, was der Realitätsgehalt den Produktion ausmacht oder was Jugendliche zum Film sagen. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Beschreibung:
'Wut' ist eine intensive Auseinandersetzung mit Fremdenhass in Deutschland. Am Beispiel einer Familie werden Hintergründe und Motivationen für das Entstehen von Intoleranz und Misstrauen erläutert. August Zirner gibt dabei als besorgter Familienvater ein hervorragendes Bild ab. Die Handlung wirkt alltagsnah und nachvollziehbar, schafft es durchaus zu provozieren und zum Nachdenken anzuregen ohne dabei übermäßig moralisch Stellung zu beziehen. Ein hervorragendes Beispiel dafür, dass auch deutsche Tv-Produktionen ihren Sinn transportieren können.

  • Verpackung: 2
  • Datenträger: 2


Angaben laut Hersteller
Anzahl Datenträger: 1
Darsteller: Oktay Özdemir, August Zirner, Corinna Harfouch
Regisseur(e): Züli Aladag
Komponist: Johannes Kobilke
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: KNM Home Entertainment GmbH
Erscheinungstermin: 5. April 2007
Produktionsjahr: 2005
Spieldauer: 88 Minuten


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
"Wut" ist ein höchst brisantes Fernsehdrama mit sozialkritischem Hintergrund. Es geht um Jugendliche und deren Probleme, mit denen sie täglich zu tun haben: Gewalt und Terror. Die tiefe diffuse Frustration über das Fehlen von Zukunftsaussichten macht Can zum Gewalttäter. Can ist der Sohn eines streng gläubigen türkischen Immigranten. Seinen Frust läßt er gemeinsam mit seiner Gang an Gymnasiasten aus bürgerlichen deutschen Familien ab. Eines seiner Opfer ist Felix, den Can immer wieder abzieht und demütigt. Das Tragisch daran ist, Can ist Täter und Opfer zugleich. Es kommt zur Eskalation , die Betroffenen sind nicht in der Lage sich zu verständigen  und manövrieren sich so in die Katastrophe.

Der Film von Drehbuchautor Max Eipp und Regiesseur Züli Aladag zeigt auf dramatische Weise, wie es um die Integration von Migranten und deren Kinder in Deutschland steht. Dabei verzichten sie glücklicherweise darauf, politisch korrekt zu "filmen". Darüber hinaus zeigen sie zudem, wie es um die heile Welt der gutbürgerlichen deutschen Familie bestellt ist.

Besonders Hauptdarsteller Oktay Özdemir überzeugt in der Rolle des Can restlos. Auch die anderen Charaktere sind erstklassig besetzt.

"Wut" ist ein knallharter realistischer Film mit Tiefgang, der keinem der üblichen Plotstrickmuster folgt. Absolut sehenswert!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Danton87 VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Regisseur Züli Aladag und Autor Max Eipp liefern mit "Wut" eines der ausdrucksstärksten deutschen Dramen ab, die ich je gesehen habe und beweisen damit vor allem eines: Mut.

Denn die Message des Filmes - nämlich die Schwierigkeiten der Integration und die daraus resultierenden Konflikte - wird anhand von zwei Extrembeispielen erzählt.
Auf der einen Seite der deutsche Wohlstandsbürger Simon Laub, der aufgrund seiner naiv wirkenden Freundlichkeit und seiner Gleichgültigkeit sein Leben als Ehemann und Familienvater nicht richtig in den Griff kriegt. Auf der anderen Seite der Deutsch-Türke Can, der im Ghetto großgeworden ist, sich nie richtig hat anpassen können und dadurch einen Hass gegen die Deutschen pflegt, dem er bei jeder Gelegenheit Ausdruck verleiht.

Diese beiden Figuren treffen in "Wut" aufeinander. Was in einem harmlosen Streit beginnt, artet langsam aber sicher in einem brutalen Kleinkrieg aus. Eipp versteht es, die Schwierigkeiten beider miteinander zu kommunizieren mehr und mehr zuzuspitzen, bis sich im Finale alles entlädt. Nur teilweise kommt der Film auf unrealistische Bahnen. Was immer existent ist, ist eine bedrückende Stimmung, die bei einem deutschen Film für mich bisher einmalig ist!

Hierbei muss man auch nochmal die Leistungen der beiden Hauptdarsteller Oktay Özdemir und August Zirner erwähnen, durch deren grandioses Schauspiel das ganze authentisch genug inszeniert werden konnte!

Zur DVD:
Nachdem ich den Film letztes Jahr im Fernsehen gesehen habe, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn mir auf DVD zugelegt habe. Das Bonusmaterial fällt ordentlich aus, auch sonst ist die DVD in Ordnung. Was mich allerdings so schockiert hat - die FSK 12!! Dieser Film ist meiner Meinung nach - auch wenn er einen hohen pädagogischen Wert hat - NICHT für 12-Jährige geeignet. Typisch FSK - es wird nur auf Gewalt und Sex geachtet, "Wut" hat aber in ganz anderen Bereichen seine Schranken: Das Psycho-Duell der beiden Protagonisten ist meiner Meinung nach nichts für 12-Jährige.
Als ich dann herausgefunden habe, dass es sich bei dem "Freigegeben ab 12"-Button nur um einen Aufkleber gehandelt hat und genau darunter der "Freigegeben ab 16"-Button ist, wurde ich endgültig stutzig. Was sollte das? Ab 12, damit die Vermarktung besser läuft? Finde ich sehr fragwürdig...
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Auch wenns Unterschiede gibt (Can kann an einer Stelle des Films sogar noch weinen), muss man bei seinem überlegenen Verhalten unverzügich an Robert de Niro in Kap der Angst denken. So wie er schafft Can es mühelos, die Schwächen seiner Opfer tiefgründig zu erfassen und auszunutzen.

Ähnlich wie in Kap der Angst ist auch hier die Besetzung über jeden Zweifel erhaben und wie bereits in anderen Rezensionen hervorgehoben, absolut überzeugend.

August Zirner als Literaturprofesser verkörpert das hilflose Weichei ebenso glaubhaft wie Nick Nolte, und Corinna Harfouch als die aufgrund ihrer Vitalität überlegene Ehefrau ist freilich noch besser als Jessica Lange (kleiner Fehler: man nimmt August Zirner auf diesem Hintergrund die Attraktivität gegenüber seinen hübschen Studentinnen nicht ganz ab, und auch nicht, dass er am Ende über die physische Kraft verfügt, das zu tun was er tut).

In welchem Umfang das Verhalten eines Jugendlichen wie Can hier überzogen dargestellt wird, vermag ich nicht zu beurteilen, mir scheint aber, dass die Zerrissenheit der Familie hier aus dramaturgischen Gründen absichtlich überzeichnet wird: denn nur eine stark zerrissene Familie stellt den Nährboden dar, auf dem sich die Geschichte so entwickeln kann, wie sie sich hier entwickelt. Interessanter, tiefgründer und sicherlich auch realistischer wäre es zu sehen, wie eine nicht ganz so zerfahrene Familie - oder eine, die sich angesichts der Situation doch wieder ein wenig zusammenraufen könnte - mit der Bedrohung klargekommen wäre.

Die Fragen, die der Film aufwirft, kann man aus ganz verschiedenen Perspektiven sehen. Natürlich sind Leute wie der reiche Professer (Villa mit Pool) die eigentlichen Bösen (auch deshalb natürlich die zerrsissene Familie), ebenso wie Can das Opfer immer schon war, das versteht jeder Zuschauer ja von vornherein. Alles andere wäre politisch ja auch nicht korrekt.

Allerdings wirft der Film neben der Täter-Opfer-Frage auch die Frage auf, wohin eine Gesellschaft geht, in der grundlegende Werte bzw Rechte wie der Schutz körperlicher Unversehrtheit und der Schutz des Eigentums nicht mehr durchsetzbar sind, in der Verstöße dagegen immer erstmal durchgehen, jedenfalls dann, wenn es sich um "kleinere" Verstöße handelt (was wir zunächst zu sehen bekommen). Auch die Antwort auf diese Frage ist klar: Jeder muss selbst für sein Recht sorgen bzw seine Ehre selbst verteidigen (das wurde früher das "Faustrecht" genannt). Also alte Werte werden entwertet und - nicht durch neue, sondern - durch noch ältere ersetzt. Dann drängt sich aber erst recht die Frage auf: Was wird dann aus denen, die nicht auf einmal die physische Kraft besitzen wie der Professer im Film?

Und diese letzte Frage ist es, die einen beim Anschauen dann so richtig aufwühlt. Glaubhafter wäre es gewesen, wenn der Professer mit dem, was er auf dem Sofa als letztes tun wollte, Erfolg gehabt hätte (wollte hier keinen allzu deutlichen Spoiler formulieren, deshalb die Umschreibung). Aber dann hätte das Bild vom Bösen ja nicht mehr so eindeutig gestimmt.
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Vor 17 Tagen von Heinz Ketchup veröffentlicht
Sehr beeindruckend
Ich kannte den Film bereits aus dem Fernsehen. Ein ungewöhnlich guter Film, der in mir - trotz aller Brutalität des Protagonisten - auch Mitleid für ihn aufkommen... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Graupapagei35 veröffentlicht
Der Film tut weh
der tut echt weh
der Haß, die Gewealt, man sitzt da vor dem TV und denkt sich wirklich schlimmen Sachen
man versteht den Haß der beiden Völker. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Mai 2010 von Tuvok
FSK 12? Geiselnahme kann 12-jährige auch traumatisieren
Zum Inhalte möchte ich meinen Vorrednern nichts hinzufügen, vielmehr finde ich extrem bedenklich, dass so ein Film ein FSK 12 trägt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2009 von Haehnel
Was ein Film!!!
Puls gefühlte 310 - dann Stillstand. Der Abspann. Wohoo! DAS ist mal ein Film. Wut treibt das Problem der Integration auf die Spitze. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. September 2008 von waldzwergle
Realistisch is fast zum Schluss
Diesem Film wurde im Vorfeld vorgeworfen, er stelle die Ausländer als Böse und die Deutschen als Opfer dar. Das stimmt aber absolut nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. April 2008 von Niklas Ebel
Ein Stück deutscher Alltäglichkeit
Einen wirklich starken Film hat der türkische Regisseur
Züli Aladag hier mit "Wut" abgelegt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2008 von Mirko Schmit
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Veröffentlicht am 15. Juni 2007 von Joker
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Veröffentlicht am 25. April 2007 von Sletrab
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